Man weiß nie, wofür etwas gut ist

14. Mai 2007 - 16:54 Uhr

Das war schon ein wenig seltsames Wochenende. Ich habe mir am Samstag nach langer Zeit mal wieder ein Migräne gegönnt. Nicht den ganz üblen Anfall, aber immerhin genug, um eine Einladung nach Stuttgart abzusagen. Fand ich schon schade, aber es hätte keinen Wert gehabt. Immerhin hat es gereicht, einigen „Kleinkram“ zu erledigen, der ansonsten wohl eher noch eine Weile liegen geblieben wäre.

Am Sonntag war zum Glück alles wieder „heil“. Dann aber die böse Überraschung am Mittag auf einer kurzen Autofahrt: Nachhaltiger Kühlwasserverlust, Auto heiß gelaufen – blöd. Bin dann gerade mit der zweiten Wasserfüllung nach Hause gekommen.

Wäre ich wie geplant am Samstag weggefahren, hätte ich diese Überraschung wohl mitten auf der Autobahn erleben dürfen. Das wäre wohl nicht ganz so glimpflich abgelaufen. Hat auch alles sein Gutes. Nur dem Kostenvoranschlag in der Werkstatt – dem kann ich bisher noch keine positiven Seiten abgewinnen ;-). Obwohl, einige Teile müssten ohnehin demnächst in der Inspektion getauscht werden – wird eben dann ein wenig günstiger.

Werbung im Blog

14. Mai 2007 - 13:15 Uhr

Nun ja, mich betrifft dies momentan ohnehin nicht, da der einzige „Kostenfaktor“ derzeit die abgezweigte Zeit ist und für ein kleines Publikum vor mich her blogge, aber vielleicht interessiert es ja den einen oder anderen, was Spiegel Online unter „Der Blogruf des Geldes“ titelt.

ADTECH-Studie belegt fallende Klickraten

12. Mai 2007 - 13:29 Uhr

Wie ADTECH meldet, liegt die Klickrate mit 0,18% auf dem niedrigsten Wert seit der ersten Studie 2004.

„Die User haben sich in den vergangenen Jahren immer mehr an Online-Werbung gewöhnt,“ erklärt Dirk Freytag, die rückläufigen Zahlen. „Banner gehören inzwischen zum Internet-Alltag. Da braucht es neuartige Formate wie die Video Ads, um Aufmerksamkeit und Klicks zu erzeugen. Layer und Leaderboards punkten dagegen mit einer hohen Erinnerungswirkung weit über das Web hinaus.“

Den recht ordentlichen Wert für Pop-ups und Layer (0,6%) wage ich allerdings ein wenig zu bezweifeln. Da diese oft über dem Inhalt liegen, sind da wohl auch einige Klicks dabei, die unabsichtlich ausgeführt wurden. Interessant wäre, wie hoch die Konversion nach dem Klick für die einzelnen Formen ist. Ich vermute mal bei Pop-ups eine höhere Abbruchquote.

Ist ein „Nein“ ein Eklat?

12. Mai 2007 - 12:00 Uhr

Unisono wird Sigmar Gabriels Weigerung, das Schlussdokument der 15. Sitzung der Kommission für Nachhaltige Entwicklung (CSD) zu unterzeichnen, als „Eklat“ dargestellt. Zum einen ist die Bindung an seine Person etwas unscharf, denn er handelte im Namen der EU, und auch die EU-Vertreter standen mit ihrer Kritik nicht alleine.

Warum soll denn eine Einigung unterzeichnet werden, wenn keine Einigung erzielt wurde? Sicher, gerade die Armutsländer (ich mag den Begriff „Entwicklungsland“ nicht, denn dies täuscht über die zunehmende Verarmung in vielen Ländern hinweg) haben Gründe, alleine schon aus dem Machbaren heraus den Vorschlägen nicht zu folgen, von einem Gefühl der Bevormundung ganz zu schweigen. Aber wenn man sich die Liste der teilnehmenden Länder anschaut, stehen dort auch Staaten drin, denen eine Lockerung der Vereinbarungen gerade mal bequem ist.

Recht schockiert war ich auch über den Schlusssatz in der Meldung bei tagesschau.de, zum Einspruch gegen den nächsten Vorsitzenden aus Simbabwe:

Der simbabwische UN-Botschafter Boniface Chidyausiku sagte hingegen dem Sender BBC, nachhaltige Entwicklung habe nichts mit Menschenrechten zu tun.

Drei Dinge zusammengefasst

11. Mai 2007 - 19:20 Uhr

Irgendwie gehören die Dinge „Billigfernsehen„, „Bild„, und „Blogkritik“ ja schon ein wenig zusammen.

Sicher, in jedem Medium findet man wichtige und interessante Informationen, aber auch recht viel Belangloses. Als „Mikromedium“ kann ich mich da ja von der Kritik nicht ausnehmen, und auch nicht als Konsument von Information. Irgendwo hat ja das Banale schon so seinen Reiz. Aber es hat für mein Empfinden doch quer durch die Medien erheblich zugenommen. Ab und an könnte man wirklich meinen, die Erde dreht sich nicht um die Sonne sondern das Universum um Dieter Bohlen und Knut.

Schon Johann Wolfgang von Goethe hat erkannt

Getretener Quark wird breit, nicht stark.

Manchmal habe ich das Gefühl, diese Flut an Information verstellt den Blick zu den eigentlichen Fragen.

Nehmen wir die Vorbereitungen zum G8 Gipfel. Es ist sehr leicht momentan Tonnen an Artikeln zusammenzutragen, ob die Maßnahmen nun berechtigt sind, wie viele Polizisten und Soldaten dafür abgestellt sind, was das kostet, welche Aktionen von wem wann geplant sind und so weiter – in mehrfacher Ausfertigung pro und kontra.

Wieso aber entsteht so viel Wut, wenn sich die Staatsoberhäupter der führenden acht Nationen treffen?
Wo liegt die Lösung dieses Konflikts?

Orwell 2007?

11. Mai 2007 - 0:59 Uhr

In Orwell’s Roman „1984“ wird ein Bild eines totalitären Staates gezeichnet, in dem die Bürger rund um die Uhr überwacht werden (in heutiger Sprache: 24/7). Dies lässt sich nur durch einen permanenten Angstzustand erreichen. Auf der einen Seite befindet sich „Ozeanien“ immer im Kriegszustand mit ständig wechselnden Bündnissen, was eine äußere Angst erzeugt und auf der anderen Seite eine innere Angst, die durch den Staat selbst mit gezielter Desinformation verursacht wird und zu einem Misstrauen der Bürger untereinander führt. Das Vertrauen wird schon im Keim erstickt. Selbst der Gedanke an Kritik steht unter Strafe.

Was hat das Ganze mit uns zu tun? Wir schweben scheinbar in ständiger Gefahr Ziel terroristischer Anschläge zu werden. Wirklich? Gestern waren es Islamisten und heute kommt die gewaltbereite Linke als Wiedergänger zurück. Ganz von Geisterhand. Plötzlich wollen alte RAFler Begnadigung, die Presse berichtet und schon formieren sich die alten Staatsfeinde wieder neu. Sorry, wer glaubt denn sowas? Und was möchte unser guter Herr Schäuble tun? Erst mal alles überwachen. Kein Rechner soll mehr vor ihm sicher sein. Mal Hand aufs Herz: Glaubt wirklich jemand, dass, falls sich Herr Schäuble mit diesem Gedanken durchsetzt, zuerst einmal ein paar Entwickler anfangen nachzudenken, wie man dies umsetzen kann? Oder gibt es das schon, allerdings ohne rechtlichen Rückhalt?

Die Hersteller von Antivirensoftware sollen ein „Hintertürchen“ lassen für die Spionage-Software. Sorry Herr Schäuble, auf welchem Planeten leben Sie? Ich nenne meinen Erde. Und da gibt es ein paar Länder mehr als Deutschland, auch solche, die nicht gerade politisch auf Kuschelkurs liegen. Auch dort gibt es Software-Entwickler. Glauben Sie wirklich, ein Mensch mit terroristischen Ambitionen kauft sich unter diesen Umständen im Elektro-Discounter um die Ecke dann seine Sicherheits-Software? Die landet eher bei unbescholtenen Bürgern. Und wie lange dauert es, bis Hacker dieses Hintertürchen finden und sich fleißig bedienen? Wie kann ein Mensch nur so kurz denken?

Ach ja, gewalttätige Jugendliche sind kein Problem. Der Anstieg ist nur eine Folge der Anzeigebereitschaft der Bevölkerung. Jedenfalls im engen Denken des Herrn Schäuble. Nach Ursachen fragt sowieso niemand. Ich frage mich nur, warum man bei der Präsentation einer Kriminalstatistik, bei der es sich ja im weiteren Sinne um die Darstellung von Verbrechen handelt, in die Kamera grinsen muss. Rein marketing-technisch hätte ich zu einer sorgenvollen Mine geraten.

Zu einem sinnvollen Konzept gegen rechte Denkanalphabeten habe ich leider keine entsprechenden Links gefunden.

Dieser Beitrag enthält eine gewisse Spur an Ironie und deren buckligen Bruder Sarkasmus. Man möge mir verzeihen ;-)

Journalismus – Blog und zurück

10. Mai 2007 - 18:54 Uhr

Es scheint, dass es entgegen Herrn Staun’s Meinung doch ein paar „traditionelle“ Journalisten gibt, die Blogs nicht als ganz so unbedeutend ansehen und auch fröhlich selber bloggen. Wie zum Beispiel Alan Posener, Kommentarchef der „Welt am Sonntag“, der im hauseigenen Blog der „Welt“ etwas übereilt hämische Kritik am „Bild“-Chefredakteur Kai Diekmann übte.
Leider wurde der Artikel entfernt.

Aber zum Glück wurde der Artikel bei BILDblog für die Nachwelt erhalten. Erst denken, dann posten, Herr Posener ;-).

Und das Schöne ist, von dort spült es ihn geradewegs zur Süddeutschen, die nur zu gerne die Gelegenheit wahrnimmt, auf den hausinternen Zwist bei Springer hinzuweisen.