37 Quellen der Inspiration

1. Juli 2007 - 20:44 Uhr

Beim Bummel durch die Blogosphäre bin ich vor ein paar Tagen auf einen sehr hübsches Projekt gestoßen, in dem 37 Menschen schreiben, was sie am meisten inspiriert.

Group Writing Project Results: 37 Sources Of Inspiration

Ausgesprochen lesenswert.

Good Job, Steve

30. Juni 2007 - 12:00 Uhr

Wenn man ein neues Produkt auf den Markt bringt, muss man trommeln. Viel trommeln, und Geld in Kampagnen stecken. Oder das neue Produkt hat ein angebissenes Äpfelchen drauf, man gibt kurz den Takt vor und alle trommeln mit. Warum Anzeigen schalten, wenn sich von der Fachpresse bis zur Tageszeitung alle überschlagen, im redaktionellen Bereich über ein Mobiltelefon zu berichten, dass es auf dem deutschen Markt noch gar nicht gibt? Auch die Blogosphäre und Videoportale stimmen fröhlich ein.

Das Dingens ist schon ein nettes Spielzeug, ja, aber es ist dann doch technisch nicht so revolutionär wie gerne getan wird. Auch wenn dieses Werbekonzept nicht ganz neu ist und schon bei einigen Spielekonsolen gegriffen hat, ist es hier zur Perfektion gebracht. Das ist für mich die eigentliche Sensation dahinter. Virales Marketing mit i-Tüpfelchen.

Vielen Dank!

29. Juni 2007 - 21:06 Uhr

Schöner Suchbegriff:

„alles gute zum 58 geburtstag“

Ich weiß ja nicht, was die eigentliche Intention war, aber leider dann doch 17 Jahre zu früh und falsches Datum ;-)

EcoTopTen

29. Juni 2007 - 18:07 Uhr

Ob man nun etwas für die Umwelt tun will oder die Energiepreise ganz profan am Geldbeutel nagen, es lohnt sich auf jeden Fall bei den Gerätschaften, die uns umgeben, auch auf den Verbrauch zu achten. Bei EcoTopTen gibt es für viele Produktgruppen des täglichen Bedarfs Empfehlungen, die neben den Anschaffungskosten auch die Kosten durch Energieverbrauch und Verbrauchsmaterialien einrechnen.

Aber auch wenn nicht gerade eine Neuanschaffung ansteht, findet man dort eine Menge Tipps, wie auch mit kleinem Aufwand die Stromrechnung nach unten korrigiert werden kann.

Kiwi!

28. Juni 2007 - 23:55 Uhr

Bitte um Beherzigung: Dies ist kein lustiges Video, sondern ein trauriges, auch wenn es am Anfang nicht so aussieht.

Punkt-Null-O-Mania

28. Juni 2007 - 19:52 Uhr

Web 2.0
Web 3.0
Handy 2.0
Life 2.0
Stirb langsam 4.0

hmmm …

Vielleicht „Stefan 5.0“ statt Quintus?

Oooch nö, bin ja altmodisch ;-)

Koinzidenz, Korrelation und Kausalität

27. Juni 2007 - 23:49 Uhr

Ja, das ist ein wenig Theorie, aber in Hinblick auf die „Klimafrage“ scheint es mir doch auch einmal relevant.

Einfaches Beispiel für eine Koinzidenz: Tony Blair tritt zurück, in Ägypten wird eine Mumie identifiziert, in China fällt ein Sack Reis um. Vollkommen zusammenhanglos, einfach nur am gleichen Tag passiert.

In Schweden gibt es eine Korrelation der Storchpopulation und der Zahl der Neugeborenen. Gibt es mehr Störche, gibt es auch mehr Kinder. Gibt es weniger, gibt es auch weniger Kinder. Na, wer will einen kausalen Zusammenhang auf die Schnelle wagen? Aber irgend etwas verbindet die beiden Entwicklungen, ich kann es einfach nur nicht sofort benennen.

Wenn mir etwas Schweres auf den Fuß fällt, nehmen wir an ein Sack Reis, tut das weh. Also ist da wohl ein kausaler Zusammenhang.

Bis hierhin dürfte es noch einigermaßen einfach sein.

Nähern wir uns nun dem Thema Klimawandel durch Treibhausgase. Wie sieht es da aus?

In den letzten Jahren waren weltweit höhere Temperaturen zu verzeichnen und es wurden mehr Treibhausgase freigesetzt. Koinzidenz? Häkchen dran, ja.

Jetzt gibt es in letzter Zeit immer wieder kritische Stimmen, die einen Zusammenhang für nicht beweisbar halten. Dafür werden Statistiken bemüht, die aussagen, dass eine Korrelation unter Betrachtung der Daten seit Aufzeichnungsbeginn nicht möglich sind, und somit kein kausaler Zusammenhang bewiesen werden kann. Dies ist zum einen korrekt und zum anderen fürchterlich in die Tasche gelogen. Vorneweg: Statistik lügt nie, nur die, die sie anwenden.

Die Behauptung, dass eine Korrelation im Zeitraum anno Domini achtzehnhundertschlachmichtot bis heute statistisch nicht nachweisbar ist, glaube ich sofort, ohne auch nur eine Auswertung zu sehen. Warum? Die Änderung findet in einem im Verhältnis zur Gesamtzeit so kurzen Zeitraum statt, dass die Statistik dadurch nicht zu erschüttern ist. Grund ist, dass immer eine so genannte Nullhypothese aufgestellt wird, die behauptet, dass alles Zufall ist. Erst wenn ich erhebliche Abweichungen vom Zufall habe, darf ich diese Hypothese verwerfen und behaupten: Ja, es besteht eine Korrelation, die nicht zufällig ist. Alles andere ist eine zufällige Koinzidenz. Dies wird umso schwieriger, je mehr Beobachtungsdaten ohne Einfluss den Daten mit Einfluss gegenüberstehen. Kleines Beispiel: ich würfele einhundert mal mit einem normalen Würfel, dann fünf mal mit einem gezinkten, der nur vier, fünf und sechs zulässt, dann mit einen, der nur noch fünf und sechs zulässt. Bis das jemand auffällt, habe ich wohl gewonnen und das Urteil lautet „Glück gehabt“. Auf diese Weise dürfen wir wohl in zehn Jahren im eigenen Saft schmorend auf die Antwort warten „ja, da ist was dran mit CO2 und dem Zeugs“.

Sorry, falsche Methode. Wenn ich behaupte, in den letzten zwanzig Jahren habe ich eine Einflussgröße CO2, die die Temperaturen verschiebt, dann muss ich auf Zeitreihenstatistik zurückgreifen. Das heißt, ich vergleiche die letzten 20 Jahre mit dem Faktor Treibhausgase mit den 20 Jahre Intervallen davor und nicht mit der Gesamtzeit. Die Frage ist dann eine andere: Ist die Entwicklung in den letzten 20 Jahren eine andere als in den anderen 20-Jahre-Zyklen?

Immerhin käme man damit einen kleinen Schritt weiter: Es könnte, statistisch belegt, eine Korrelation nachgewiesen werden.

Damit wären wir auf der Stufe „Störche und Kinder“. Weiter kommt Statistik nicht. Sie kommt immer nur bis zur Korrelation. Kausalitäten sind statistisch nicht nachweisbar.

Und dann kommen wir zur spannenden Frage: Reflektieren nun Treibhausgase die Wärme oder nicht? Das ist eine ganz andere Untersuchung. Sie hat absolut nichts mit jahrhundertealten Messreihen zu tun, sondern mit der kausalen Frage: Tut es oder tut es nicht? Und so was lässt sich wohl auch im Labor darstellen. Oder zurück zu dem Sack Reis: Wenn er auf den Fuß fällt, tut es weh. Da ist es egal, dass jemand nachweist, dass bei Thatcher, Churchill und so weiter kein Reissack umgefallen ist.