Seltsam

7. August 2008 - 14:22 Uhr

Wenn Bush die Menschenrechtslage in China kritisiert, hört sich das für mich so an, als würde ein Kokser einem Junkie Drogenmissbrauch vorwerfen.

Tamara Jagellovsk

6. August 2008 - 23:09 Uhr

Sie war die Aufpasserin, die darauf achtete, dass Dietmar Schönherr als Cliff Allister McLane bei seinen Raumpatrouillen nicht die Halsadern oder das chauvinistisch aufgeblähte Skrotum platzt.

Eva Pflug ist tot. Schade. Naja, 79 Lenze sind immerhin ein Leben. Farewell, Eva/Tamara!

Alles neu macht der August

4. August 2008 - 23:58 Uhr

Erstens reimt es sich nicht und zweitens ist es auch schon ein angebrochener Monat und es ist auch nicht alles neu. Immer diese Überschriftenbauernfänger. Man kann es nicht genug anprangern. Immerhin ein Update auf WordPress 2.6 und Semmelstats 3.1 hier im Zirkus des Unspektakulären.

Ich muss sagen, sauber das Ganze. Auch wenn sich einiges geändert hat in der Benutzerführung, WordPress 2.6 kommt gegen 2.3 ganz gut. Was ich noch nicht gefunden habe, ist die Option, Seiten auch zip-gepackt auszuliefern. Es ist schon ein wenig gewöhnungsbedürftig, der Seite beim Aufbau zuzusehen. Ich bin noch ein wenig am kämpfen. Es ist wesentlich aufgeräumter, aber wie es beim Aufräumen so ist, man sucht die Dinge zuerst dort, wo man sie hingelegt hat und nicht dort, wo es am vernünftigsten ist – Gewohnheit halt.

Semmelstats 3.1 kommt auch aufgeräumter daher, vor allem neu mit einer History, die Besucher pro Tag als Balkendiagramm darstellt. Auch die Züchtung eines Datenmolochs wird behindert, da die Bereinigung via Semmelchron direkt im Paket mit installiert wird, was im Vorgänger noch zusätzlich zu erledigen war.

File under unspectular changes ;-).

Vielleicht auch mal nachdenken

4. August 2008 - 15:05 Uhr

Herr Gabriel aus B. möchte anscheinend auch seinen Beitrag zur Befüllung des Sommerlochs leisten. Durch innovative Möglichkeiten der Neuregelung der Pendlerpauschale kann er es sich nicht sparen auch mal moralisierend den Finger zu heben um damit eine Deckelung der Entfernung zu untermauern.

„Unsere Eltern sind auch irgendwann der Arbeit nachgezogen und haben vom Staat nicht verlangt, dass er eine tägliche Heimfahrt von mehr als 200 Kilometern subventioniert.“

Warum muss ich dabei direkt an Koksheizungen und dicke Pullis denken?

Vordergründig spricht doch auch ökologisch gedacht einiges für kurze Arbeitswege. Und ich bezweifle, dass die Mehrzahl gern solche Strecken hin und her schaukelt.

Es könnte unter Umständen sein, dass diese zitierte Elterngeneration im Zuge der Existenzgründung einen Ortswechsel vollzogen hat. Es macht auch einen erheblichen Unterschied, ob gerade von Herrn Gabriels Partei im Zuge des „Fördern und Forderns“ örtliche Flexibilität einfach vorausgesetzt und hoch gehalten wird. Das betrifft doch nicht nur junge Menschen, die sich leicht „verpflanzen“ lassen, sondern auch Familien, die bereits sozial verwurzelt sind. Das fordert doch auch die Sicherheit, über Jahre an diesem Ort arbeiten zu können, um den Schritt des Umzugs zu gehen. Ist diese Voraussetzung denn so gegeben?

Wenn wir hier nochmal Wirtschaftswunderland haben, dann passen solche Vergleiche vielleicht. Bis dahin sind es Äpfel und Birnen.

Kein Grund zur Sorge

4. August 2008 - 13:02 Uhr

Wenn der Verbraucherpreisindex bei 3,3 % im Juni steht, dann sorgt das irgendwie so gar nicht für ein wohliges Bauchgefühl. Aber das ist ja nur der Teil des Eisbergs, der aus dem Wasser ragt. Schaut man sich die Gesamtstatistik des Statistischen Bundesamtes an, kann einem schon ein wenig bange werden, auch ohne Ökonom oder Prophet zu sein.

preise.jpg

Die Erzeuger- und Einfuhrpreise zeigen dort schon ein ausgesprochen unbehagliches Bild. Immerhin 6,7 bzw. 8,9 %. Das dies eine direkte Wirkung auf die Großhandelspreise haben muss, ist verständlich und dieser Index liegt dann auch bei satten 8,9 %. Es ist kaum vorstellbar, dass dies sich nicht auch auf Einzelhandel-, Ausfuhr- und Verbraucherpreise auswirkt. Zum Teil wohl verzögert und auch durch andere Faktoren gedämpft. Wie wird diese Dämpfung denn aussehen, wenn diese Preissteigerung nicht 1:1 durchgereicht wird? Wird der Handel dies als Belastung der Marge einfach so als Kröte schlucken oder wird dann die Effizienz gesteigert um den Verlust auszugleichen? Immerhin sind die großen Spieler im Einzelhandel börsennotiert und Aktionäre sind ein undankbares Völkchen. Effizienzsteigerung geht ja meist auch mit Verzicht auf Arbeitsplätze einher.

Wenn Erzeugerpreise schneller ansteigen als die Ausfuhrpreise, mache ich mir auch Gedanken über die Marge des Außenhandels. Exportweltmeistern bringt halt nur dann ein wohliges Gefühl, wenn am Ende auch die Kasse stimmt.

Es ist vielleicht unangebracht in wilde Panik auszubrechen, aber man sollte sich doch schon mal so langsam ein mentales Lesezeichen setzen, dass Frau Merkel derzeit noch keinen Grund zur Veranlassung sieht.

Neues aus der Unterwasser-WG

4. August 2008 - 12:06 Uhr

kongosalmler.jpg Die alte Lady (in der Archivaufnahme rechts im Bild) ist tot. Das war irgendwann abzusehen. Was mich heute Morgen schon ein wenig gewundert hat, war eine mangelnde Begeisterung bei der täglichen Raubtierfütterung. Eine nähere Untersuchung ergab, dass noch nicht einmal eine Gräte der alten Dame zu finden war, auch im letzten Winkel nicht. Die Racker nehmen das Wort „Leichenschmaus“ noch sehr wörtlich.

Dieser Ritus wundert mich schon lange nicht mehr, das ist halt die Natur der Dinge. Aber die Portion Fisch, die da innerhalb einer Nacht verspeist wurde, hat mich dann doch erstaunt. Grob geschätzt entsprach dieser Extrahappen etwa sieben bis zehn Tagesrationen. Jungs und Mädels, morgen habt ihr Diättag!

Viel Rauch um nichts

3. August 2008 - 23:54 Uhr

Einraumkneipen unter einer Fläche von 75 Quadratmetern dürfen beräuchert werden, andere nicht. Und wie viel der Gesamtfläche werden angerechnet?

Was geschieht, wenn ein Mitglied des Bedienpersonals eines Bewirtungsunternehmens unter 75 m2 im Rahmen der Gesetze anzurechnender Bewirtungsfläche nicht angestellt oder entlassen wird, da es Nichtraucher ist und somit benachteiligt wird? Was, wenn der Wirt Linkshänder ist?

Darf man auf Toiletten rauchen, wenn das Fenster offen steht und dieser Raum nicht anrechnungsfähig nach einschlägigem Berechnungsstandard der Bewirtungsfläche zugerechnet wird?

Wäre ein simples Rauchverbot nicht dienlicher?

Oder könnte sich dann ein Gast unter Bezug auf die Menschenwürde bei miesem Wetter sein Recht zur Inhalation erkämpfen, wenn er wie ein Hund vor die Tür gejagt wird? Ausser, da stehen Heizpilze, die aber nach Umweltverordnung §xyz als abgas- und umweltfeindlich gelten und eine zusätzliche Belastung der Wirte eines Etablissements mit einem Umsatz über 2545€ vor Steuern pro Woche mit 25% Prozent Anrechnung des verhinderten Ausschanks alkoholischer Getränke an unter 16-jährige bedeuten? Darf ein rauchendes Mitglied des Bedienpersonals genügende Pausen einfordern und wenn ja – wie geschieht die Vertretung im Lokal während dieser Zeit, wenn nur eine Person anwesend ist?

Man kann es sich beliebig kompliziert machen. Es könnte ja auch sein, dass einige Menschen der Gastronomie fern bleiben, da dort Preise gefordert werden, die einem die Tränen in die Augen treiben. Hätten sich genügend Wirte gefunden, die ihre Etablissements zu Zeiten als rauchfreie Zone deklariert hätten und den Nichtrauchern genügend Alternativen gegönnt hätten, es hätte keinen Streit gegeben.

Wollen wir wirklich Vorschriften bis ins letzte Detail, oder kann es auch mal sein, das genügend Menschen die Eier haben, schon zu handeln, bevor es kompliziert wird?