Archiviert in der Kategorie "Seltsames"

Rosige Zeiten

26. Februar 2008 - 15:10 Uhr

Siemens streicht bis zu 2000 Stellen in Deutschland

PIN-Gruppe baut Jobs „in größerem Ausmaß“ ab

Kohle: Bergbau im Saarland vor dem Aus

Conti will trotz Rekordgewinn 2500 Stellen streichen

Stellenabbau in der Automobilindustrie

Telekom-Chef kündigt weiteren Stellenabbau an

Airbus beschleunigt Stellenabbau in Deutschland

Nokia hält an Werksschließung fest

Stellenabbau und Milliarden-Hilfspaket sollen WestLB retten

BMW will Milliarden einsparen

Ich hätte da mal ein paar Fragen …

17. Februar 2008 - 17:26 Uhr

So ganz verstehe ich nicht, was der sittliche Nährwert hinter den verhüllten Enthüllungen rund um die „Steueraffäre“ ist.

Was soll denn dieser „Spannungsbogen“ mit dem Hinweis, dass es demnächst neben Herrn Zumwinkel auch andere trifft?

Man stelle sich vor, die Polizei hätte beispielsweise einen Diebstahl ermittelt und gäbe in der örtlichen Presse bekannt, dass man den Täter kenne und in ein paar Tagen eine Festnahme durchführen würde, es sei denn – *hint* *hint* – der Täter stelle sich bis dahin freiwillig, was das Strafmaß verringern würde. Klingt doch irgendwie absurd, da keine gängige Praxis. Hier wird aber genau dies getan. Da hocken nun einige Prominente herum, wissen genau, dass sie auf dieser Liste stehen können, da Bank und Zeitraum bekannt sind und dürfen sich übers Wochenende überlegen, was zu tun ist.

Oder gewährt man der Wirtschaft die Zeit sich schon prophylaktisch von allen Vorwürfen rein zu waschen und das Bild der wenigen schwarzen Schafe in den Köpfen zu festigen?

Oder folgt man nur der Mode, zunächst ein Thema spekulativ breit zu treten, bevor die Fakten nachgereicht werden?

Edit: Ach ja, und so ganz nebenbei bemerkt: Würde jemand, der derlei vorgewarnt ist, nicht die Zeit nützen, Beweise anderer Aktivitäten, die nicht aus diesem Zeitraum stammen, möglichst rasch zu beseitigen?

Keine Schlagzeile wert?

4. Dezember 2007 - 17:05 Uhr

Tagesschau, Spiegel, FAZ und andere teilen heute mit, dass die PIN-Gruppe die Entlassung von 1000 Mitarbeitern angekündigt hat. Grund seien die vereinbarten Mindestlöhne für Briefzusteller.

Es wäre doch eine gute Gelegenheit für BILD gewesen, hier ebenfalls große Titel zu schreiben, haben diese Leute sich doch in einer vehementen Kampagne gegen Mindestlöhne gestemmt. Wenigstens ein hämisches „Siehste! Das habt ihr jetzt davon. Wir hatten recht!“. Aber nein – nichts.

Mag sein, dass dies an der Mehrheitsbeteiligung des Axel Springer Verlages an der PIN-Gruppe liegt. Mag sein, dass hier ein Geschäftsmodell geplatzt ist, mit Hungerlöhnen Profit zu machen. Darauf kann man dann ja weniger stolz sein.

Für ein paar Euro mehr

26. Oktober 2007 - 0:27 Uhr

Nein, nein, nein. Pocher gesehen, geschaudert und angewidert. Da steht jemand, der sich und andere klein erscheinen lässt nur um damit das Konto zu füllen. Ich mag es nicht, ich will es nicht.

America Offline

8. Oktober 2007 - 17:35 Uhr

Es gibt schon lustige Absurditäten im Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Jeder Denkschwache darf mit Handfeuerwaffen durch die Gegend laufen. Aber Wäsche im eigenen Garten auf der Leine trocknen? Dies ist vielerorts schlicht verboten. Lustig auch die Begründung: Dies sei ein Zeichen von Armut, was den Wert der umliegenden Grundstücke senken könnte.

Hmmh …

21. August 2007 - 21:16 Uhr

Herr Rob hat es ja schon von einer Seite beleuchtet: Dumme haben mehr Sex

Jetzt erhärtet SPON diese These mit „Wer schlau ist, hat keinen Sex

Tja dumm gelaufen. Nehmen wir an, dass Intelligenz zumindest zum Teil vererbt wird und dann auch der Kontext zum Lernen ein wenig eingeengt wird, folgt daraus wohl, dass die Menschheit sich gerade auf einem absteigenden Ast befindet. PISA ist kein Unfall sondern eine unausweichliche Folgeerscheinung ;-).

[/Glosse]

Tolle Begründung

19. August 2007 - 19:17 Uhr

Mit geringem Verständnis habe ich zur Kenntnis genommen, dass die große Koalition plant, die Finanzierung der Parteien aus Steuergeldern weit über das übliche Maß zu erhöhen. Als Ursache werden Rückgänge in der Mitgliederzahl genannt.

„Wenn die Bürger sich entscheiden, sich nicht mehr als Mitglieder in Parteien zu engagieren, wird dies zum Teil durch öffentliche Mittel ausgeglichen werden müssen“, hatte die designierte SPD-Schatzmeisterin Barbara Hendricks in der „Rheinischen Post“ gefordert.

Dies ist eine Argumentation, der ich mich beim besten Willen nicht anschließen kann. Wenn sich immer weniger Bürger in Parteien engagieren, könnte dies durchaus ein Signal sein, dass ein gewisser Unmut herrscht. Es ist natürlich wesentlich bequemer einfach in eine andere Kasse zu greifen als nach Ursachen zu suchen. Aber Irrtümer zugeben ist nun mal nicht die große Stärke der Politik ;-).