Archiviert in der Kategorie "Privat"

Arbeitsteilige Nervensägen

10. April 2008 - 14:53 Uhr

nervensaegen.jpg

Während Kollege in Orange (1) alle Pflänzlein, die der Bahnstrecke zu nahe kommen könnten, mit einer Kettensäge und Motorsense um Jahre in ihrem Wachstum zurückwirft, achtet Kollege in gelb (2) auf den Bahnverkehr und warnt mit der niedlichen Presslufthupe (3). Ein Werkzeug ist nur dann gut, wenn es einen lauten Zweitaktmotor hat. Und eine Presslufthupe ist nur gut, wenn sie den ohrengeschützten, zweitaktschwingenden Kollegen zuverlässig warnt. Die Jungs arbeiten jetzt schon drei Tage an der Bahnlinie. Und es kommen viele Züge, vor denen es zu warnen gilt.

Dumdidum

4. April 2008 - 14:17 Uhr

Dumdidumdidum …

erst_1.jpg

Lalalalala …

dann_2.jpg

Tütellütitü …

dann_3.jpg

*grins*

dann_4.jpg

Man könnte fast den Eindruck gewinnen, dass es da jemandem ernst ist ;-).

Das klärt auch die Frage, was ich am Wochenende vorhabe …

Morgen, Post!

3. April 2008 - 11:26 Uhr

streik.jpg

Tja, das wird wohl nichts, denn die Post in Saarbrücken streikt heute.

Tach, Post

31. März 2008 - 0:01 Uhr

Heute ist das Kugelköpfchen für mein Stativ angekommen, dass ich gegen meinen Willen online bestellen musste.

mitkugelkopf.jpg

Ist schon ungeheuer praktisch so ein Teilchen. Ansonsten wäre die Kamera schon recht haltlos ;-).

ohnekugelkopf.jpg

Support Your Local Dealer – Versuch 2

26. März 2008 - 21:21 Uhr

Nachdem ich Mitte Februar dem lokalen Einzelhandel die vergnügliche Chance gab, mir bei der Suche nach Bowling-Schuhen behilflich zu sein, hatte sich ja schon eine leise Ahnung ergeben, dass das ja nicht mehr so wie vor ein paar Jahren ist. Natürlich gibt es immer noch Sportfachhändler, wenn auch nur noch die großen Ketten und die Fachabteilung in den Warenhäusern. Lediglich ein einziger eingesessener Händler hat die Zeit überdauert. Und selbst der fährt lediglich noch Linien für Trendsportarten. Bleibt nur Amazonien.

Bei der Durchsicht der Fotoausrüstung fiel mir auf, dass der Kugelkopf meines Stativs irgendwo, irgendwann abhanden gekommen sein muss. Und der Tasche sieht man den ehedem regen Gebrauch doch sehr an, um das Wort schäbig zu meiden. Also prüfte ich auf der Herstellerseite nach, ob es denn noch ein ähnliches Modell des Stativs gibt und ob der Kugelkopf auch separat erhältlich ist – beides ja. Man kann sogar einen „Fachhändler in Ihrer Nähe“ suchen. An dieser Stelle musste ich dann doch ein wenig schmunzeln, als ich dort die Elektrokette mit rot-weiß-blödem Schriftzug und die Kaufhauskette mit dem großen „K“, für die schon Verona Feldbusch und Harald Schmidt die Köpfe in die Kamera gehalten haben, als einzige Händler vor Ort erspähte. Rot-Weiß-Blöd führt diese Marke nicht. Ich weiß es, ich habe dort schon nachgeschaut. Bleibt nur noch eine Fahrt in die Innenstadt.

Es gibt Verkäufer, die halten Kunden für eine Strafe. Nachdem ich die sehr, sehr übersichtliche Nische mit so genannten Stativen gründlich innerhalb von drei Sekunden abgesucht hatte, ohne die Marke des Vertrauens zu erspähen, dauerte es dann doch zehn Minuten, den LadenhüterVerkäufer aus seiner Geschäftigkeit zu reißen. Man soll Menschen nicht dabei stören, wenn sie akribisch Thermometer sortieren. Ich konnte ja die Zeit nutzen, nach einer neuen Tasche zu sehen. Die Einzige, die in die nähere Wahl kam, hatte natürlich keinen sichtbaren Preis.

Ich weiß, es ist böse und unverschämt, aber nun hatte ich schon zwei Fragen. Zumutung eins wurde mit einem verächtlichen „Hammer schon seit Johre nemmee!“ abgewatscht. Für Frage zwei musste der arme Mensch sich sogar ein Regal weiter bemühen. „Hunnerdneinzehnfinfeneinzisch“ (119,95 €). Mit dem Unterton „die kaafschde sowieso net“. Stimmt. Die gleiche Tasche gibt es via Internet schon ab 79,95 €. Und eigentlich ist sie auch für meine Zwecke etwas überdosiert im Raumangebot.

Aber diese Spitzfindigkeit wollte ich dem armen Menschen dann doch nicht mehr zumuten. Die weitere Suche nach einer Tasche förderte nur billige (ich meine billig, nicht preisgünstig) Ware zu Tage. Also doch auf nach Amazonien und Kugelkopf und Markentasche incl. Versand für 80 € in 10 Minuten bestellt.

Ostern und Weihnachten zusammen

24. März 2008 - 13:10 Uhr

Zuerst einmal frohe Ostern! Ostermontag ist zwar nicht wirklich früh, aber dennoch in der Zeit.

osterwetter.jpgNein, die Überschrift ist keine Andeutung über das – sagen wir einmal „erfrischende“ – Osterwetter. Vielmehr habe ich mir ein Geschenk gegönnt, dass dann doch oberhalb des Budgets für ein einzelnes Fest liegt. Aber irgendwann muss man sich dann doch einmal etwas gönnen können. Im Laufe des letzten Jahres hat sich ein klitzekleiner, aber immer wieder auftretender Unwille gezeigt.

sony.jpgZum einen darüber, dass ein früheres Hobby, die Fotografie, mehr oder minder zu „Knipsen“ verkommen war und zum anderen, dass die kleine, treue Sony P9 nun doch langsam in die Jahre kommt und selbst bei Beleuchtungsbedingungen, die man als akzeptabel bezeichnen kann, ganz deutlich Grenzen aufzeigt. Vor allem ein Blick ins Aquarium brachte die Technik weit über ihre Mittel. Schnell bewegende Fische und geringes Licht sind ein unverträgliches Paar, vor allem wenn der Autofokus die Aquariumscheibe bevorzugt.

canon.jpgAlso zurück zu einer „anständigen“ Spiegelreflexkamera. Meine Wahl fiel nach eigener Recherche und dringlicher Empfehlung auf eine Canon EOS 400D. Alleine der Vergleich der Kamerabilder zeigt dann doch, wie unwirsch die kleine Sony bei trübem Wetter mit den Farben umgeht. Ische ‚abe keine graue Schreibtisch.

fisch.jpgEin erster Blick durch den Sucher in die Unterwasser-WG macht dann auch schon Lust auf mehr, wenn hier auch durchaus ein lichtstärkeres Objektiv an Stelle des mitgelieferten Zooms auf die Wunschliste rutscht.

Jetzt fehlt eigentlich nur noch ein freundlicher, sonniger Tag für eine erste Fotoexkursion. Aber ich wage mal zu behaupten, dass der auch irgendwann einmal kommt. Derweil kann ich ja schon einmal das Handbuch studieren ;-).

Still

13. März 2008 - 22:53 Uhr

Die letzten Tage waren nicht dazu angetan, fröhlich vor sich hin zu bloggen. Ich weiß, es ist ein schwieriges Thema, mit dem ich mich auseinandersetzen musste: Krankheit und Sterben. Und es ist auch schwierig darüber zu schreiben, aber auch es zu lassen. Mein Onkel ist heute im Alter von 69 Jahren gestorben. Es ging alles recht schnell. Letzte Woche um diese Zeit hatte ich noch keine Ahnung über die dramatischen Änderungen, die sich seit Montag einstellten. Lebensbedrohliche Herzrhythmus-Störungen, Koma, Tod.

Als ich am Montag meine Mutter nach der Nachricht über die dramatische Verschlechterung ins Krankenhaus begleitete, sagte uns der diensthabende Arzt unter anderem, mein Onkel hätte ein großes Herz. Er meinte das eher in einem pathologischen Sinn. Aber es ist auch so zu verstehen, wie es der Volksmund meint. Mir fallen vor allem Zeiten ein, in denen er manchen pubertären Konflikten mit meinen Eltern die Schärfe nahm. Er hatte als junger Mann die eigenen Karriereziele hinten angestellt, als es darum ging, der Familie ein Einkommen zu sichern, als mein Opa krankheitsbedingt früh in eine knappe Rente ging. Alles ohne große Worte. Es ist eine eher stille Größe, die sich nur im kleinen Kreis erschließt.

Es ist auch eine seltsame Erfahrung, zum ersten Mal nicht nur in der „Zuschauerrolle“ zu sein, sondern sich auch mit um die ganzen Dinge mit zu kümmern, die der Tod eines nahen Verwandten nach sich zieht.

Natürlich kommen auch Gedanken an die eigene Endlichkeit hoch. Komischerweise kommen da bisher nur zwei Gedanken. Der eine Gedanke beschäftigt sich mit dem „wann“. Da gibt es eine sehr schöne Antwort im Buch Hiob: „Und Hiob starb alt und lebenssatt.“ „Lebenssatt“ ist ein so schönes Wort. Da schwingt so etwas zufriedenes mit. Es war lecker, es war reichlich, man wischt sich den Mund ab, dankt und geht.

Das andere betrifft ein Ritual, das mir persönlich nicht gefällt. Da steht immer so ein Topf mit Erde neben dem Grab und wahlweise wird man als Verstorbener mit einer Schaufel Erde oder Blümchen bedacht, die einem nachgeworfen werden. Alle Tradition in Ehren, aber ich hätte lieber eine große Schale, am liebsten aus Kupfer neben meinem Grab stehen, gefüllt mit blauen Murmeln. Und jeder der dahinkommt, sollte sich daraus bedienen und damit ein kleines Stückchen Verantwortung für diese kleine blaue Murmel übernehmen, die durch das All drudelt und sich nur bedingt verbessert hat, seit unsere Vorfahren vom Baum gestiegen sind und den aufrechten Gang erlernt haben. Darüber könnte ich mich darüberschwebend erfreuen – wenn es denn möglich ist.