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Irgendwie …

25. Dezember 2008 - 14:35 Uhr

… leidet die Festtagsstimmung doch erheblich, wenn die eigene Nase mit Rudis Leuchtnase locker konkurrieren könnte, der Kopf sich wie ein Christstollen anfühlt, den man vergessen hat zu backen und man ganz ohne Kerzen eine heimelige Temperatur erzeugen kann, da das Fieberthermometer lustig um die 40 Grad Marke tanzt.

Trotzdem frohe Feiertage!

Weder noch

18. Oktober 2008 - 0:50 Uhr

Ich kann es nicht anders sagen. Ich bin tief enttäuscht. Es gibt zwei Beweggründe, die bisher mein Leben geführt haben: Der Verstand und Mitgefühl. Beides scheint gerade auf eine harte Probe gestellt zu werden. Dort wo Verstand gebraucht wäre, in der harten Welt der Zahl, herrscht vollkommenes, gefühlsduseliges Chaos, in der anderen Welt, wo Mitgefühl und emotionaler Beistand gefragt sind, herrscht der scharf gespitzte Rotstift.

Lasst doch die fiese Gesippschaft, die sich Analysten, Investment-Banker oder sonstwie schimpft gelassen vor die Wand fahren. Ungebremst. Die haben nichts mit dem Leben zu tun. Im Sudan – nur als Beispiel – schlagen die Leute sich wegen ein paar Liter Wasser die Köpfe ein. Können wir es uns leisten, dort zu helfen? Müssen wir erst mal rechnen. Während wir über Banken reden, sterben Menschen. Geht’s noch?

Sorry für den Gefühlsausbruch, aber von dem, was derzeit in den Medien serviert wird, möchte ich nicht so viel essen, wie ich kotzen kann.

Erfreulich frisch

1. August 2008 - 13:26 Uhr

Hach, wie schön, wenn es Mittags tatsächlich vor dem Fenster kühler ist als drinnen. Nachdem letzte Nacht die Tageshitze nur in zehntel Grad aus der Wohnung wich, besteht guter Grund zur Hoffnung, dass die 27-Grad-Marke nach unten durchschritten wird :-).

Reflektion

31. Juli 2008 - 14:01 Uhr

Neulich habe ich einen kurzen Moment ein Rotschwänzchen beobachtet. Es flog vom Boden auf, drehte sich mit einer unglaublichen Grazie zwischen zwei Buschzweigen aufrecht in der Luft stehend zwei, drei mal auf der Stelle hin und her und landete ebenso artistisch auf dem Zweig seiner Wahl. Das Nachwippen des dünnen Zweigleins fing es ohne viel Federlesens ab, als gäbe es die Möglichkeit überhaupt nicht aus der Balance zu kommen. Die ganze Luftakrobatik nur, um ein paar Sekunden später unbeeindruckt wieder weg zu fliegen. Ebenso wie der Dompfaff, der sich das Schauspiel von seinem Logenplatz auf einem Zaunpfahl mit angesehen hat. Keine Verbeugung des Artisten, kein Applaus aus dem Publikum aber ich war fasziniert.

Eigentlich ist es schwierig, einen solchen Moment zu beschreiben, denn das, was hier steht, sind nachträgliche Gedanken, einige Überhöhungen und kommen doch nicht an die Faszination des Augenblicks heran. Natürlich hatte ich auch keine Kamera dabei, um diesen Moment einzufangen. Und wenn, dann hätte ich ja den Moment selbst verpasst. Es hat auch die Welt nicht weiter bewegt, es war einfach nur kurz da und schön.

Zeichen des Alterns

13. Juli 2008 - 14:45 Uhr

Ein niederschmetterndes Zeichen des Älterwerdens ist, wenn eine Gruppe, die man als Jugendlicher gemocht hat – in diesem Falle BAP – ein zweistündiges Special auf dem lokalen Heimatschnulzenschubidusender* eingeräumt bekommt. Mein erster Gedanke war „Mon Dieu, ich werde langsam alt und gerate in die Zielgruppe“.

Dann habe ich aber doch gemerkt, dass ich die Musik, die sie jetzt spielen, gar nicht mehr mag und auch kaum ein Bedürfnis habe, die alten Sachen noch mal vorzukramen. Innerlich hält sich wohl die Verweigerung zum alten Sack zu werden recht tapfer. Trotzdem … Verdammt lang her.

*Zu meiner „Ehrenrettung“: Ich war zu Besuch bei meinen Eltern ;-).

Es „lebt“

6. Juli 2008 - 19:58 Uhr

alien1.jpg Bei der gestern ausgetragenen Grillgutverköstigung gab es unter anderem ein Gastgeschenk der dritten Art. Ein guter Freund, bekannt für die Schenkung skurriler Musterware eines Handelsunternehmens saarländischen Ursprungs, bedachte mich mit einem „Test Tube Alien“. Geeignet ab sieben Jahre und für in die Jahre gekommene Spielkinder. Wer wollte denn nicht schon mal ein Alien züchten?

Erste Vermutungen ergaben, dass es sich hierbei wohl um eine Variante des Themas Tamagotchi handelt, und wie auf der Packung zu lesen war „interaktiv mit dem Internet“.

alien2.jpgDie aufwändig gestaltete Verpackung gab eine Plastikröhre einen Zuchtinkubator, drei Tütchen Tapetenkleister gefriergetrocknete Aliennahrung, eine Gebrauchsanweisung eine Aufzuchthilfe und ein Wackelbildchen einen Alienausweis frei.

alien3.jpgDas Auflösen der Brausetablettenhülle Ausbrüten des Kokons war eine überschäumende Angelegenheit. Da hat auch jemand daran gedacht, noch ein paar schleimige Substanzen mit hinzu zu geben, damit der ganze „Geburtsvorgang“ auch möglichst schön eklig schaurig von der Hand geht.

alien5.jpgUnd endlich lag das kleine Etwas von seiner Hülle befreit in seinem Reagenzglas und blinkte mich vorwurfsvoll grün an. Also schnell den Tapetenkleister dazugegeben die Nährlösung eingefüllt. So kann es jetzt langsam aufquellen wachsen.

alien6.jpgDamit das Ganze auch einen „Kümmer-Dich-Faktor“ hat, sind in den Antennen Flüßigkeitssensoren angebracht, die nur eine knappe Füllstandtoleranz zulassen und ein Photosensor, der einen geregelten Tag-Nacht-Rhythmus erzwingen möchte.

Über diesen Photosensor erfolgt auch die Interaktion mit dem Internet. Durch Vorgabe einer Blinksequenz der Flashanimation aufwändige Untersuchungsmethoden gibt die Leuchtdiode eine Statusmeldung zurück wird der Gesundheitszustand ermittelt.

Immerhin hat hier jemand daran gedacht, das Dingelchen über ein solches Blinksignal auch vorübergehend abschalten in Stase versetzen zu können.

Allerdings bin ich mir noch uneins, wie lange dieses Alien überleben soll, denn es ist ganz schön evil. Ein richtig fieser, kleiner Fratz. Vielleicht versuche ich es mal mit gutem Zureden ;-).

alien7.jpg

Doppelkopf

23. Juni 2008 - 13:06 Uhr

Vor einer Weile habe ich die Suche nach dem Kugelkopf für mein Fotostativ aufgegeben und neu bestellt. Natürlich haben sich mal wieder die Regeln des Suchen und Findens bestätigt.

  1. Der Ersatz eines verloren geglaubten Gegenstandes erhöht die Wahrscheinlichkeit des Wiederfindens fast ins Zwangsläufige.
  2. Der Gegenstand taucht niemals beim Suchen sondern beim zufälligen Blick in sein Versteck auf.
  3. Der Fundort ist per se über jeden Zweifel erhaben, dass sich der Gegenstand dort befinden kann.
  4. Es findet sich dort immer auch ein anderer Gegenstand, der ebenfalls länger vermisst wird.

Also habe ich nun zwei Köpfchen, er tauchte unvermittelt in einer Tasche auf, in der eigentlich nur überzählige Computerkabel etwas zu suchen haben. Die ebenfalls seit langem vermisste Maglite war auch dabei. Das war ja so absehbar …