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Pah, von wegen Krise!

3. Juni 2009 - 13:26 Uhr

2008 war durchaus kein gutes Jahr für die heimische Basilikumernte. Eine Umstellung in der Strategie hin zur Eigenproduktion und Kontrolle des gesamten Wachstumsprozesses lässt für dieses Jahr eine sehr optimistische Prognose zu.

Eine erste Qualitätskontrolle in Form von selbst gemörserter Pesto alla genovese ließ keine Wünsche offen außer auf mehr.

Bevor nun der nächste Schritt, die Auslagerung der Überschussmenge auf befreundete Balkone und Fensterbänke, erfolgt, ein Überblick über die Gesamtproduktion.

Basilikum

Maiwanderung

1. Mai 2009 - 18:20 Uhr

Der diesjährige Maiausflug war tatsächlich als Wanderung ausgelegt und vollzog sich ohne den obligaten Bollerwagen. Es zog uns zu dem heute eröffneten Blies-Grenz-Weg, der sich zwischen Kleinblittersdorf und Sitterswald auf einer Strecke von 15,6 Kilometern hinzieht. Allerdings nahmen wir nur den südlichen Teil in Angriff, da wir keine geschlossene Wanderrattengruppe waren. Also machten wir uns bei Auersmacher auf den Weg.

Auersmacher

Das hatte auch den Vorteil, dass wir der zur Eröffnung versammelten Lokalprominenz nicht begegnen mussten. Allerdings war es unvermeidlich der lokalen Bollerwagen-Promillenz zu begegnen ;-).

Nur wenige Schritte vom Startpunkt öffnet sich diese wunderbare Aussicht über das Bliestal in das benachbarte Frankreich.

Blies Guersviller

Bei Sitterswald, wo sich der Weg hinunter zur Blies wendet, kann man mit einem Fuß in Deutschland und dem anderen in Frankreich stehend die „Moulin de la Blies“ oder „Bliesmühle“ betrachten.

Moulin de la Blies

Beim Einkehrschwung am Mühlenwaldweiher konnten wir sehen, dass nicht nur für das leibliche Wohl der Gäste beim Maifest des Angelsportvereins gesorgt war, sondern dass auch die Fische in nächster Zeit Kaulquappen-All-You-Can-Eat haben werden.

Kaulquappen

Pesto im Werden

15. April 2009 - 19:16 Uhr

Die Ausbeute an frischem Basilikum kann man für das letzte Jahr mit ausgesprochener Schmeichelung gerade mal als bescheiden einordnen. Trotz „BIO“ Siegel der Dicht-an-Dicht-Kultur aus dem Supermarkt des Vertrauens kamen die wenigen Pflänzchen, die das Umtopfen überhaupt überlebt hatten nicht so recht voran und boten ein Bild, das einem Basilikum von Ehre unwürdig war.

basilikum

Dieses Jahr habe ich mich darum entschlossen, die Sache vom Samenkorn bis zur Ernte selbst in die Hand zu nehmen. Die Aussaat war jedenfalls mehr als erfolgreich. Nach dem Pikieren werden wohl mindestens fünf bis sechs Töpfe notwendig sein, um die Pflänzchen auf anständigen Abstand zu bringen.

Das könnte ein recht italienisch angehauchter Sommer werden …

Frühling wird’s …

12. März 2009 - 12:00 Uhr

Es gehört zwar noch ein wenig Vorstellungskraft dazu bei grauem Himmel und kuscheligen 6° Celsius an den nahenden Frühling zu denken, aber alleine der Gedanke an zwitschernde Vögel hat jetzt dann doch meinen Widerstand bei Twitter mitzuzwitschern gebrochen. Mal schauen, ob mir das gefällt. Versuch macht kluch.

Aschermittwochszug

25. Februar 2009 - 18:36 Uhr

Ich habe es ja nicht so mit Fasching. Darum bleibe ich Faschingsumzügen auch so gerne fern. Heute gab es hier in Schafbrücke einen Zug durch die Gemeinde, dem ich mich gerne angeschlossen habe. Warum? Darum!

Klack!

23. Februar 2009 - 11:09 Uhr

Es ist schon eine sonderbare Angewohnheit, besondere Zählerstände mit besonderem Augenmerk zu betrachten. Wenn sich zum Beispiel der Kilometerzähler im Auto mal wieder einer Schnapszahl oder einer Zahl mit erheblichen Nullen nähert. Eigentlich kaum anders als all die unauffälligen Zählerstände zwischendurch.

Mein persönlicher Stundentagejahreszähler klappt heute auf die nette Zahl 43. Nicht gerade sensationell aber ich freu mich :-).

Was soll man denn sagen?

12. Februar 2009 - 13:59 Uhr

Ja, hier ist es – sogar für meine Verhältnisse – etwas zu still geworden.

Ich würde gerne ein wenig Optimismus versprühen, aber unter den derzeitigen Umständen gestaltet sich das ein wenig schwierig. Es sagt sich so leicht hin, dass in jeder Krise auch eine Chance steckt. Frau Merkel hat ja einen guten Teil dazu beigetragen, das Wort „Chance“ so trefflich abzunutzen wie so viele, die sinnentleert und -entstellt zurückbleiben, wenn sie von Politikern oder Managern missbraucht werden. Nur noch Munition in Wortkriegen, die leere Hülsen und getroffene Menschen zurücklassen.

Es fällt leicht, dem mit fürchterlichem Schimpfen zu begegnen oder mit Geplapper zu entfliehen. Es fällt mir sogar noch relativ leicht etwas genauer hinzuschauen und festzustellen, dass der Reichtum dieser so genannten westlichen Welt im Grunde nur auf einer Jahrhunderte langen Plünderung fußt, die in früheren Zeiten sehr offen vollzogen wurde und heute etwas verbrämter als „Globalisierung“ daher kommt. Ich kann die Wut derer verstehen, die dadurch um ihren Teil gebracht wurden.

Ich empfinde es als schmerzhaft, mich als Teil eben dessen zu sehen. Es ist nun leider faktisch so, dass ich aber eben ein Teil bin. Selbst bei dem Bemühen, ein wenig anständiger mit den Ressourcen umzugehen, die dieser Planet bietet, müsste es etwas mehr als zwei Erden geben, damit jedem Einzelnen die gleichen Möglichkeiten wie mir geboten würden. Daran ist auch derzeit nicht so sehr viel zu ändern, da ein erheblicher Teil des Ressourcenverbrauchs in öffentliche Einrichtungen, Infrastruktur und so weiter fällt, den ich eben nur wenig beeinflussen kann.

Was soll ich denn einer kommenden Generation oder denen, die jetzt schon um ihren Teil betrogen sind, sagen? Vielleicht wäre ein leises, ehrliches „Es tut mir leid“ eine der besseren Antworten. Ich habe keine gültige Lösung für die Probleme die sich stellen. Aber vielleicht liegt ja der Schlüssel gerade darin, sich erst ein mal als Teil des Problems zu fühlen um Teil der Lösung zu werden. Ich nehme an, dass Zuhören und Hinsehen dienlicher sind als laute Worte.

Ich fürchte, dass es gerade diejenigen sein werden, die wie laute wütende Kinder hinter ihren Rednerpulten stehen, die weiterhin den Ton angeben und ihre Machtspielchen um der Macht willen spielen.

Ich fürchte, dass im lauten Getöse noch nicht einmal die Chancen erkannt werden, die sich bieten könnten.

In diesem Jahr stehen zumindest hier im Saarland gleich zwei Wahlen an. Wem sollte ich denn guten Gewissens meine Stimme geben? Aus Überzeugung habe ich das letzte Mal mit achtzehn Jahren gewählt. Danach war ich nur noch bemüht, das geringste Übel zu wählen. Wahrscheinlich werde ich dieses Jahr meine Stimme in stummem Protest für mich behalten.