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George Orwells Tagebücher

31. Juli 2008 - 17:19 Uhr

Gerade bei heise gelesen, dass George Orwells Tagebücher ab dem 9. August in Form eines Blogs veröffentlicht werden. Zwar um siebzig Jahre versetzt, aber jeweils zum gleichen Datum. Es ist zwar müssig darüber nachzudenken, ob dies im Sinne Orwells wäre, aber in seinem Roman „1984″ lässt er seinen Protagonisten Winston Smith eher düstere Gedanken hegen:

Für wen, fragte er sich plötzlich, legte er dieses Tagebuch an? Für die Zukunft, für die Kommenden. Sein Denken kreiste einen Augenblick um das zweifelhafte Datum auf der ersten Seite und prallte dann jäh mit dem Wort Zwiegedanke aus der Neusprache zusammen. Zum erstenmal kam ihm die Größe seines Vorhabens zu Bewußtsein. Wie konnte man sich mit der Zukunft verständigen? Das war ihrer Natur nach unmöglich. Entweder ähnelte die Zukunft der Gegenwart, dann würde man ihm nicht Gehör schenken wollen; oder sie war anders geartet, dann war seine Darstellung bedeutungslos.

Meine Ausgabe des Buchs stammt übrigens aus dem Jahr 1984. Daher auch noch alte Rechtschreibung. Winston zuliebe habe ich es so belassen ;-).

Yippie!

29. Juli 2008 - 12:50 Uhr

Es geht doch nichts darüber, in einem Bundesland zu leben, dass ganz weit vorne liegen will. Jedenfalls im Bereich Online-Durchsuchung. So viel Innovation im Sommerloch. Wofür und wieso weshalb weiß man (oder sagt man) noch nicht so genau, aber Hauptsache Fakten schaffen.

Ich wage mal die Prognose, dass da in Karlsruhe mal wieder Sonderschichten fällig sind.

Irgendwie fühle ich mich an die Selbstbeweihräucherungskampagne „Wir fangen schon mal an – Das Saarland“ erinnert. Im Kopf kann man sich den Nachsatz „Noodenke dun mir spääder“ ergänzen.

Da war doch noch was …

19. April 2008 - 9:20 Uhr

Mit irgend etwas war ich doch vor einem Jahr beschäftigt, was ich einmal ausprobieren wollte.
Hmm …

Ach ja, ich hab mal versuchsweise WordPress installiert und so getan als sei ich Blogger ;-). Dann ist ja heute mein erster Bloggeburtstag :-).

Wie schnell doch so ein Jahr vergeht …

An dieser Stelle ein ganz, ganz herzliches Dankeschön an „meine“ Leser, die es durch ihre Kommentare (hallo, ja, da liest jemand mit) überhaupt erst ermöglicht haben, dass dieses kleine Experiment nicht schon nach ein paar Wochen beendet wurde. Und auch denen einen herzlichen Dank denen, deren Blogs ich mit der Zeit gefunden und zur täglich lieb gewordenen Lektüre entdeckt habe.

Auch ein Dank an diejenigen, die mal kurz über Suchmaschinen hereingeschaut haben und mehr oder weniger etwas zu „Mir sinn Saarbrigger“, „Spießbraten“, „Bruttoinlandsglück“, „Rettet den Schlüpfer“, „Mathe für Langsamdenker“, „Sonderbare Schönheitsideale“ oder ähnlichem gefunden haben ;-).

Ein kleines Blog im äußeren Spiralarm des Blogoversums geht in die zweite Umdrehung.

Rückblick

5. März 2008 - 12:22 Uhr

Irgendwann Anfang der Neunziger Jahre des letzten Jahrhunderts gab es bei der Zeitschrift „AMIGA Magazin“ einen Wettbewerb, bei dem man die Vision eines „AMIGA der Zukunft“ einreichen sollte. Für die jüngeren Leser: Der AMIGA war zu seiner Zeit ein relativ genialer Computer, der auch an relativ schlechten Managemententscheidungen des Herstellers gescheitert ist.

Mein Vorschlag (der irgendwo unter „Ferner liefen“ gelandet war) war ein „echter Desktop“ (so nannte sich die Benutzeroberfläche damals). Ein Computer, dessen Oberfläche aus einem Flachbildschirm mit Touchscreen-Eigenschaften bestand, der wahlweise aufgestellt konventionell mit Maus und Tastatur bedient werden konnte oder liegend direkt mit den Fingern. Ich war darauf auch nicht sensationell stolz, denn es gab ja schon Flachbildschirme und Touchscreens – wenn auch beliebig teuer. Es war eher 1+1 zusammengezählt.

Es überrascht mich deshalb um so mehr, dass so etwas ähnliches heute so sensationell ist, dass es zur Eröffnung der CeBIT für Steve Balmer, Angela Merkel, August-Wilhelm Scheer und Nicolas Sarkozy gereicht. Mich wundert es eher, dass es so lange gedauert hat. Wow, ein iPhone im Tischformat.

[Video via Steamtalks]

Schelte

21. Februar 2008 - 22:50 Uhr

Seit nunmehr drei Monaten bin ich im Besitz eines Sony-Ericsson 810i. Via Blauzahn hat sich das Dingelchen immer wieder gern mit dem Computer verbunden um Daten auszutauschen. Wenn man aber ganz bequem das Dingelchen als UMTS-Modem verwenden will (wozu bezahlt man teuer Geld), möge man doch bitte die tolle Software des Herstellers benutzen. Diese besteht allerdings darauf, das Mobiltelefönchen neu zu verbinden, obwohl es seit Jahr und Tag wie gesagt klaglos verbunden ist. Geht natürlich schief. Häufig. Nicht immer. Nicht nachvollziehbar.

SE empfiehlt eine Neuinstallation des Bluetooth-Netzwerks. Warum bitteschön? Vorher war alles verträglich. Hey, Microsoft ist böse, aber nicht an allem schuld.

Leider zum Glück unsichtbar

19. Februar 2008 - 23:55 Uhr

Es nervt. Für alle Nicht-Blogger: Es gibt bescheuerte halbseidene Leute, die die Kommentarfunktion in Blogs für Spam-Attacken nutzen wollen. Bisher gelang es auch sehr gut, dieses abzuwehren und da dies ein kleines Blog am Rande des Universums ist, konnte ich aus Attacken gegen geschätzte andere Blogs frühzeitig lernen und vorbeugen.

Bisher wurden verdächtige Kommentare in die Moderation geschickt (für Nicht-Blogger: auf eine Freigabe durch den Betreiber wartend) und eine E-Mail benachrichtigte mich davon. Ganz einfach um bloß nicht eine Meinung zu verlieren, die aus Versehen den Spam-Filter ausgelöst hat. Bisher war die Quote Spam versus Versehen 90:10.

Das Ganze nimmt aber derzeit Überhand. Daher schalte ich die E-Mail Nachricht erst einmal ab. Das bedeutet für denjenigen, der trotz bestem Gewissen in die Stricke des Filters gerät, dass er/sie einige Geduld aufbringen muss, bis der Kommentar erscheint. Es ist schade, aber ich habe auch andere Dinge zu tun.

Google fragt, Quintus antwortet

19. Februar 2008 - 0:57 Uhr

„wie heißt die frau von glenn miller“

Glenn Miller heiratete 1928 seine Frau Helen Burger.