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Aus dem Leben einer Kindergärtnerin

30. Januar 2008 - 22:33 Uhr

Die Kleingruppe schmollt. Es ist klar, die Kinder mögen sich nicht besonders. Willi sitzt in der Ecke und heult. „Warum weinst du denn?“ – „Keiner will mit mir spieleeeen!“ – „Der Willi ist doof!“ – „Andrea, Roland! So was sagt man nicht!“ – „Doch! Doch! Doch! – Der hat mir meine Förmchen geklaut!“ – „Andrea, das stimmt doch nicht. Warum spielst Du denn nicht mit Tarek?“ – „Wir können nicht zu zweit spielen, das ist blöd!“ – „Jörg-Uwe, spiel doch mit den beiden.“ – „Nein, ich will mit Roland spielen!“ – „Aber die Andrea ist doch auch lieb.“ – „Neihein!“ – „Roland, Andrea, jetzt vertragt euch mal wieder.“ – „Nein!“ – „Nie!“ – „Die Andrea hat gesagt, sie ist größer als ich!“ – „Bin ich auch! – „Bist du nicht!“ – „Bin ich wohol!“. „Tarek?“ – „Ich will mit der Andrea spielen, die mag ich. Der Roland stinkt!“ – „Ich stinke nicht!“ – „Stinkstiefel! Stinkstiefel!“ – „Wäääääh!“ – „Andrea, Tarek. Spielt doch auch mal mit Willi.“ – „Mit deeeeem? Neeee!“

„Wisst ihr was? Ich bleib jetzt einfach hier sitzen. Und wenn ihr euch zu Tode langweilt. Einigt euch oder nicht. Mir ist das jetzt zuviel.“

Ist das die gleiche Person?

26. Januar 2008 - 17:33 Uhr

Manchmal muss ich schon staunen, was Frau Merkel so alles sagt. Überwachung findet sie gut. Wo käme man denn hin, wenn wir nicht endlich der Falschparker in der dritten Reihe Herr werden.Warnschussarrest? Auch gut!

Wenn aber geschätzte 400 Milliarden verzockt werden, ist das alles nicht so schlimm. Kein Grund zur Beunruhigung, alles wird gut. Wirklich? Wenn tatsächlich erst ein Viertel der Verluste bekannt sind, welche Auswirkungen haben dann die restlichen Dreiviertel? Das ist immerhin die Größenordnung des Staatshaushalts der BRD – nur um mal eine Vergleichsgröße zu haben.

Wenn ich Kleinanleger wäre und mir zum zweiten Mal innerhalb weniger Jahre das Vermögen geschreddert würde, hätte ich schon ein ungutes Gefühl. Oder Bankangestellter, Unternehmer oder oder. Aber mit ein wenig Optimismus bekommen wir das alles wieder hin.

Man nehme …

23. Januar 2008 - 21:49 Uhr

… ein Viertel Pfund „Da Vinci Code“, 375 Gramm „Highlander“, eine Prise „Star Wars“ (er ist dein Vater!) und ein paar Kamerafahrten aus Matrix. Das Ganze drehe man so lange durch den Wolf bis ein Einheitsbrei entsteht. Fertig ist das Fernseh Einerlei das unter dem Namen „Das Blut der Templer“ auf Pro 7 gesendet wird.

Ausgesprochen fade im Geschmack, zieht sich in die Länge und hinterlässt Sodbrennen.

Edit: Dies war ein Zwischenfazit. Gegen Ende auch eine Spur „Indiana Jones“. Macht es auch nicht besser.

Hnter den Kulissen

21. Januar 2008 - 18:15 Uhr

Es ist ja mal wieder Krisenstimmung am Aktienmarkt. Und immer wabert der Begriff „Hypothekenkrise“ mit. Ehrlich gesagt habe ich wenig Mitleid mit Banken, die Investitionen und Glücksspiel nicht unterscheiden können. Was dabei aber in den Hintergrund tritt, ist die Situation der Menschen, die direkt davon betroffen sind. Diejenigen, die ihre Häuser und Besitz verloren haben. Ein Bericht von Ralph Sina beleuchtet diesen Aspekt.

Am Beispiel Clevelands zeigt er, wie dramatisch die Situation für die Bürger ist, die reihenweise ihre Häuser zwangsversteigern lassen müssen.

„Das Geld war einfach zu gut, die Kredite mörderisch billig, und die Folgen ihres Handelns waren den Banken völlig egal“, sagt Jackson. Im skrupellosen Mafiastil hätten die Banken Millionen von Kunden und deren Heimatstädte ins Unglück gestürzt, wettert der Bürgermeister.

Reichlich daneben finde ich auch die Einstellung eines Immobilienmaklers, der darin sein Geschäft sieht.

„Natürlich mache ich hier Geld mit dem reihenweisen Bankrott der Leute. Es gibt im Leben eben Menschen, die nur das Unglück sehen. Und dann gibt es die, die das Unglück als Chance begreifen.“

Das ist schon reichlich verdreht. Eigentlich sollte es sich dabei wohl um eine Person handeln, die ihr eigenes Unglück in eine Chance wandelt und nicht das ein anderer vom Unglück profitiert.

Es wurden bereits 21 Banken verklagt, darunter auch die Deutsche Bank. Normalerweise finde ich die amerikanische Klagefreude etwas seltsam, aber dieses Mal „Good Luck“!

Freiheit, die ich meine

10. Januar 2008 - 21:57 Uhr

Folgt man einigen laut tönenden Politikern, die bei jedem Thema nach neuen Gesetzen schreien, schwingt immer auch mit, dass jeder Einschnitt in die Freiheit der Menschen wohl begründet ist. Wo käme man denn hin, wenn hier jeder tun und lassen kann, was er will? Chaos und Anarchie, Gewalt und Terror.

Das Schlimme daran ist, das dieses Denken auf einem zutiefst verunstalteten Freiheitsbegriffs beruht, der so absolut gar nichts mehr mit dem zu tun hat, was die Aufklärung einst meinte. Ein freier Mensch handelt vielmehr nach verinnerlichten Werten und eben nicht verantwortungslos.

Auch hier tun sich die Damen und Herren Politiker schwer. Sie meinen, solche Werte festlegen zu können. Dies ist jedoch vollkommen falsch. Die Festlegung von Werten ist immer ein zweiseitiger Prozess. Auf Werte kann man sich lediglich einigen und nicht einseitig einfordern. Dahinter steht Dialog und nicht Diktat. Es ist auch vollkommen falsch zu denken, ein solches freies Handeln sei nur einer wie auch immer definierten geistigen Elite vorbehalten. Die überwiegende Mehrheit der Bürger würde es im täglichen Leben noch nicht mal merken, wenn plötzlich eine Staatsgewalt fehlen würde. Weil sie in ihrem Rahmen frei handeln.

In den Schlagzeilen stehen aber diejenigen, die sich eben nicht daran halten. Sie sollten doch gefälligst Respekt zeigen. Respekt, auch so ein vergewaltigtes Wort. Es hat heute kaum mehr als eine Sicht von unten nach oben. Nennen wir es ausnahmsweise mal beim deutschen Namen: Rücksicht. Dann wird es eine Sicht auf einer verbindenden Ebene. Auch hier führt nichts an einer Gegenseitigkeit vorbei. Darf man wirklich von jemandem erwarten, der an den Rand gestellt wird, dass er ohne Groll zu anderen aufschaut?

Wir brauchen keine Gesetzflut, wir brauchen ein verständigeres miteinander.

Groucho had a word for it …

2. Januar 2008 - 17:05 Uhr

Wenn ich mir das politische Kasperletheater und den blinden Aktionismus, der gerade mal wieder bessere Konjunkturdaten als die Wirtschaft hat, ansehe, fällt mir nur der gute, alte Groucho Marx ein:

Politics is the art of looking for trouble, finding it everywhere, diagnosing it incorrectly, and applying the wrong remedies.

Ach so, ja …

1. Januar 2008 - 23:47 Uhr

Wenn Sie ab heute diese Seiten besuchen, wird aufgezeichnet, wann, wie lange Sie sich hier aufhalten, was Sie sich ansehen und für sechs Monate gespeichert. Natürlich personenbezogen, da Ihr Internetanbieter auch aufzeichnet was Sie da so im Internet tun. Ich darf das nicht. Wenn ich personenbezogene Daten erhebe, die über das hinausgehen, was unbedingt notwendig ist, bin ich ganz, ganz böse. Wolle Schäuble nicht. Der will uns doch nur schützen, der Liebe.