Schlafes Hüter

23. Dezember 2009 - 19:48 Uhr

Hab so viel Dunkel schon gesehn,
dass mich die Nacht nicht mehr erschreckt.
Schwarz scheint mir in hundert Farben,
wenn Bruder Mond sich sanft bedeckt.

Willst du dich mir anvertrauen,
wenn Morpheus Arm dich sanft umfängt?
Ich will in der Stille wachen
mit Liedern, die dein Atem schenkt.

Wie soll ich dir zu Diensten sein,
wenn niemals wirklich Ruhe ist
und in nächtlich hellen Städten
der Mensch den Sinn der Nacht vergisst?

Dem Schlaf ist seine Zeit geraubt
und so dem Hüter seine Pflicht.
Und durch des Tages Mühlentrott
dringt leise nur: vergiss mich nicht.

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