Zu den Vorzügen von Open Source unter der besonderen Berücksichtigung von Linux

17. März 2009 - 12:33 Uhr

Um Herrn Reich-Ranicki zu widersprechen, gibt es doch noch gute Sendungen im Fernsehen. Sogar bei den öffentlich-rechtlichen Sendern abseits von arte. Allerdings sind manche Sendungen auf Sendeplätzen versteckt, die kaum wahrgenommen werden. Zum Beispiel die Sendung „neues spezial: Die Reise des Pinguins„.

Gut getarnt im Sonntagnachmittagprogramm und gestern spätnächtens im ZDF wiederholt, berichtet die Sendung über die Idee von Linux und anderer Open Source Software.

Glücklicherweise kann die Sendung in der ZDF-Mediathek via Internet angeschaut werden.

„Kein Tag vergeht, an dem man im Internet keine neue Meldung von Behörden, Institutionen lesen kann, die sich für das Betriebs-System Linux entscheiden. Angesichts von leeren Kassen und Online-Überwachung, ist die Transparenz und Offenheit dieses Betriebs-Systems mehr als Willkommen. Wir versuchen mit dieser Dokumentation das Betriebs-System Linux vorzustellen, seine Macher, seine Nutzer und seine außergewöhnliche Community – den Linux-Pinguin Tux nicht zu vergessen“

Neben dem rein pekuniären Aspekt äußert sich zum Beispiel  Simon Phipps, Chief Open Source Officer bei Sun Microsystems über den eigentlichen Wert freier Software.

„Ich glaube wirklich nicht, das Menschen den wahren Wert von freier Software erkennen. Das Wort ‚frei‘ lässt besonders englischsprachige Menschen auf das Preisschild schauen. Der wahre Wert freier Software ist aber die Freiheit, jederzeit die Kontrolle darüber zu haben, was sie mit Software machen. Gerade, wo wir auf ein Europa der Überwachung zusteuern, mit Kameras an jeder Straßenecke und der Unterstellung, dass sie Krimineller sind, wenn sie Musik herunterladen, wo versucht wird, zu kontrollieren, was sie anschauen und wohin sie sich bewegen. Gerade hier müssen wir über das Preisschild hinausschauen auf den Wert der Freiheit, denn das bezieht sich auf Software wie auch auf alle anderen Bereiche unserer Kultur.“

Die Bedeutung gerade für Länder der so genannten dritten Welt wird gegen Ende beleuchtet, wo die Mittel für lizenzpflichtige Software eben nicht vorhanden sind und Open Source Software diese Länder in die Lage versetzt, an der digitalen Welt Teil zu haben.

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