Weder noch

18. Oktober 2008 - 0:50 Uhr

Ich kann es nicht anders sagen. Ich bin tief enttäuscht. Es gibt zwei Beweggründe, die bisher mein Leben geführt haben: Der Verstand und Mitgefühl. Beides scheint gerade auf eine harte Probe gestellt zu werden. Dort wo Verstand gebraucht wäre, in der harten Welt der Zahl, herrscht vollkommenes, gefühlsduseliges Chaos, in der anderen Welt, wo Mitgefühl und emotionaler Beistand gefragt sind, herrscht der scharf gespitzte Rotstift.

Lasst doch die fiese Gesippschaft, die sich Analysten, Investment-Banker oder sonstwie schimpft gelassen vor die Wand fahren. Ungebremst. Die haben nichts mit dem Leben zu tun. Im Sudan – nur als Beispiel – schlagen die Leute sich wegen ein paar Liter Wasser die Köpfe ein. Können wir es uns leisten, dort zu helfen? Müssen wir erst mal rechnen. Während wir über Banken reden, sterben Menschen. Geht’s noch?

Sorry für den Gefühlsausbruch, aber von dem, was derzeit in den Medien serviert wird, möchte ich nicht so viel essen, wie ich kotzen kann.

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