Reflektion

31. Juli 2008 - 14:01 Uhr

Neulich habe ich einen kurzen Moment ein Rotschwänzchen beobachtet. Es flog vom Boden auf, drehte sich mit einer unglaublichen Grazie zwischen zwei Buschzweigen aufrecht in der Luft stehend zwei, drei mal auf der Stelle hin und her und landete ebenso artistisch auf dem Zweig seiner Wahl. Das Nachwippen des dünnen Zweigleins fing es ohne viel Federlesens ab, als gäbe es die Möglichkeit überhaupt nicht aus der Balance zu kommen. Die ganze Luftakrobatik nur, um ein paar Sekunden später unbeeindruckt wieder weg zu fliegen. Ebenso wie der Dompfaff, der sich das Schauspiel von seinem Logenplatz auf einem Zaunpfahl mit angesehen hat. Keine Verbeugung des Artisten, kein Applaus aus dem Publikum aber ich war fasziniert.

Eigentlich ist es schwierig, einen solchen Moment zu beschreiben, denn das, was hier steht, sind nachträgliche Gedanken, einige Überhöhungen und kommen doch nicht an die Faszination des Augenblicks heran. Natürlich hatte ich auch keine Kamera dabei, um diesen Moment einzufangen. Und wenn, dann hätte ich ja den Moment selbst verpasst. Es hat auch die Welt nicht weiter bewegt, es war einfach nur kurz da und schön.

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