Mal wieder Unterwasser-WG

3. Februar 2008 - 17:51 Uhr

kongosalmler.jpgVor einigen Tagen ist das Männchen (links) der beiden letzten verbliebenen Kongosalmler gestorben. Ziemlich plötzliches Bedürfnis, Rückenschwimmen zu lernen. Na ja, war ja schon recht betagt. Das Dumme an der Sache ist nur, dass das Weibchen (rechts) jetzt ziemlich kümmert. Es sind halt Schwarmfische, die sich alleine nicht so sonderlich wohl fühlen.

Es würde ja nahe liegen, der Dame wieder Gesellschaft zu verschaffen. Allerdings hat die Sache zwei Haken: Die Jüngelchen würden wohl reichlich durchs Becken gescheucht, da sie um Längen größer ist als das, was man beim Fachhändler erstehen kann. Auf der anderen Seite sind es eben auch Raubfische. Die alte Lady hält sich gegenüber kleineren Arten zurück, da sie mit denen aufgewachsen ist – aber Neuankömmlinge mit ungebremstem Jagdtrieb? Schwierig, schwierig.

10 Kommentare zu “Mal wieder Unterwasser-WG”

  1. Markus meint:

    Fragen Sie doch mal den Aquaristik-Experten, Herrn Exit. Auch wenn ihm schon der ein oder andere Fisch weggestorben ist, oder auch gerade deshalb, weiß er hier vielleicht Rat.


  2. Quintus meint:

    Dann darf ich aber nicht erzählen, dass ich die Kongosalmler wegen ihrer Vorliebe für Guppy-Nachwuchs eingesetzt habe ;-). Der Name „Millionenfisch“ ist bei guter Pflege dann doch allzu passend ;-).


  3. Markus meint:

    Ich würde lügen, behauptete ich zu verstehen, was sie da schreiben. Ok, verstehen tu eich es schon, aber ich kann nichts sinnvolles zur oben gestellten Problematik beitragen. Von Fischen hab ich wirklich überhaupt keine Ahnung. Im Netz kann man jedoch lesen, dass die Kongosalmler für Gesellschaftsbecken geeignet sind, wenn die Wasserwerte ihren Ansprüchen genügen und keine aggressiven Mitbewohner im Becken leben, aber wie eine erfahrene Kongosalmler-Dame auf Frisch-(Fisch)-Fleisch im Becken reagieren wird, vermag ich natürlich auch nicht zu sagen.

    Kann man das Becken nicht durch ein Drahtgitter irgendwie trennen, dass die jungen Kongosalmler erstmal heranwachsen können und sich die alte Dame weder einsam fühlt, noch gleich die neue Nachbarschaft verspeist? Dagegen würde natürlich sprechen, dass die Kongosalmler als agile Fische viel Platz brauchen (also mindestens ein Becken von 1m Länge). Sie sehen schon, ich bin hier keine große Hilfe mit meinem laienhaften Versuchen aquaristische Probleme zu lösen.


  4. Quintus meint:

    Also Guppys aka „Millionenfisch“ gehören zum Inventar des Exit’schen Aquariums. Und diese haben zwei Hauptbeschäftigungen: Fressen und Nachwuchs zeugen. Wenn sich wie bei mir gute Verstecke für den Nachwuchs bieten, hat man sehr schnell 40 bis 50 von den kleinen Rackern im Becken. Was dann zu einem Überbesatz führt.

    Kongosalmler mögen diese kleinen „Proteinhäppchen“ zum Fressen gern und das Problem löst sich von alleine, allerdings in einer Art, die Guppy-Liebhabern wohl nicht schmecken dürfte ;-).

    Untereinander tun sich die Kongosalmler nichts an. Aber sie sind ausgesprochene Schnellschwimmer und scheuchen sich gerne gegenseitig durchs Aquarium. Das sieht lustig aus, aber die übrigen Bewohner sind doch meist sehr erschreckt. Sie vertragen sich auch mit anderen Arten hervorragend; mit Kleineren aber nur, wenn sie das auch gewohnt sind. Und da ist momentan das Problem, dass einige auf der Speisekarte landen könnten.


  5. The Exit meint:

    Ja, Fische sind ein schwieriges unterfangen. Ich kann nur berichten, dass meine Schwarmfische (z.b. auch welse) sich äußerst unwohl fühlen, wenn der rest um sie wegstirbt. dann geht das sterben vom rest plötzlich viel schneller.

    andererseits bin ich inzwischen davon überzeugt, dass mein becken (80l) viel zu klein ist für meine fische. z.b. die schwertträger, die bräuchten viel mehr platz um allein und doch gemeinsam sein zu können. die letzte schwertträgerdame verscheucht auch alle kleinen fische vom futter, wodurch diese auch sterben.

    also ich würde empfehlen, ordentlich gesellschaft von den kongosalmlern zu kaufen, sofern das ihr aquarium zulässt. also, was so im internet steht, heißt das: viel viel platz. möglichst im großen aquarium.


  6. Quintus meint:

    Hach, Herr Exit, sie kommen wie gerufen :-). Na ja, an Platz mangelt es derzeit nicht. Wahrscheinlich wage ich es, der netten alten Dame Gesellschaft zu besorgen. Mal schauen was der Verkäufer des Vertrauens im Angebot hat …


  7. The Exit meint:

    wie groß ist denn ihr aquarium? im internet steht was von mind. 100 cm. und das sollten sie sicher einhalten. und man braucht eben platz zum schwimmen und verstecken.


  8. Quintus meint:

    Das habe ich mir bei der Erstanschaffung auch überlegt. 200 l, also 100 cm Länge. Der Hintergrund gut bepflanzt und vorne eine „offene Rennstrecke“ ;-).


  9. r|ob meint:

    Und wenn Sie drei Hamster kauften? Die dürfen natürlich nicht wasserscheu sein…


  10. Saarbrigger Gedankewies » Blog Archiv » Besuch für die alte Dame meint:

    […] Dinge dauern etwas länger. Zum Beispiel die Suche nach “Familienanschluss” für die vereinsamte Kongosalmlerdame. Es ist dem Händler des Vertrauens ja hoch anzurechnen, dass er nur gesunde Fische einkauft. […]