Hnter den Kulissen

21. Januar 2008 - 18:15 Uhr

Es ist ja mal wieder Krisenstimmung am Aktienmarkt. Und immer wabert der Begriff „Hypothekenkrise“ mit. Ehrlich gesagt habe ich wenig Mitleid mit Banken, die Investitionen und Glücksspiel nicht unterscheiden können. Was dabei aber in den Hintergrund tritt, ist die Situation der Menschen, die direkt davon betroffen sind. Diejenigen, die ihre Häuser und Besitz verloren haben. Ein Bericht von Ralph Sina beleuchtet diesen Aspekt.

Am Beispiel Clevelands zeigt er, wie dramatisch die Situation für die Bürger ist, die reihenweise ihre Häuser zwangsversteigern lassen müssen.

„Das Geld war einfach zu gut, die Kredite mörderisch billig, und die Folgen ihres Handelns waren den Banken völlig egal“, sagt Jackson. Im skrupellosen Mafiastil hätten die Banken Millionen von Kunden und deren Heimatstädte ins Unglück gestürzt, wettert der Bürgermeister.

Reichlich daneben finde ich auch die Einstellung eines Immobilienmaklers, der darin sein Geschäft sieht.

„Natürlich mache ich hier Geld mit dem reihenweisen Bankrott der Leute. Es gibt im Leben eben Menschen, die nur das Unglück sehen. Und dann gibt es die, die das Unglück als Chance begreifen.“

Das ist schon reichlich verdreht. Eigentlich sollte es sich dabei wohl um eine Person handeln, die ihr eigenes Unglück in eine Chance wandelt und nicht das ein anderer vom Unglück profitiert.

Es wurden bereits 21 Banken verklagt, darunter auch die Deutsche Bank. Normalerweise finde ich die amerikanische Klagefreude etwas seltsam, aber dieses Mal „Good Luck“!

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