„Darf“ man Alpha?

8. Januar 2008 - 16:41 Uhr

Seit gestern ist Wikia Search online. Oder sollte man sagen „fast“ online? Oder online, aber noch nicht fertig? Denn was zu sehen und zu testen ist, ist lediglich die Alpha-Version. Jimmy Wales folgend, handelt es sich eher um den Beginn der Entwicklung einer Open Source Suchmaschine, bei der die Nutzer durch Bewertung des gezeigten Ergebnisse die kommende Wichtung beeinflussen können. So dürfte es auch kaum wundern, dass diese Version zur Zeit eben nicht mit Google und ähnlichen zu vergleichen ist. Heise berichtet gewohnt objektiv.

Gerade die Qualität der Suchergebnisse stehen aber in der Kritik. Hauptgegenstand der darauf folgenden Diskussion ist, welche Erwartungen man bei einem solchen Projektstatus haben kann und ob der Zeitpunkt falsch und zu früh gewählt ist, da diese Erwartungen eben nicht von einer Alphaversion erfüllt werden können. Ähnliches geschah ja auch, als Apple Safari für Windows vorveröffentlichte (Wenn auch „schon“ Beta). Es scheint hinlänglich schwierig, zu bestimmen, wann und wem man ein Produkt in Arbeit zeigen kann. Es läuft wohl auf die Formel „je früher desto mutig“ hinaus ;-).

Am Ende steht und fällt das Projekt wohl damit, wie viele Open Source Entwickler sich dahinter stellen und ob genügend Gelder für die Infrastruktur aufgebracht werden können, da diese wohl kaum kostenlos zur Verfügung steht. Die Zeit wird es zeigen.

Lustig fand ich den Bericht in der Financial Times Deutschland. Als Beweis für das ungenügende Suchergebnis führt der Autor die Suche nach „Merkel“ an, bei der doch tatsächlich eine private Arbeitsvermittlung an zweiter Position ist. Ich finde eine solche Basisdemokratisierung geradezu begeisternd. Warum soll denn jeder, der „Merkel“ sucht auch „Angela“ meinen?

Kommentare sind geschlossen.