Blaue Stunde oder Blogbegegnung in der realen Welt

5. Januar 2008 - 2:45 Uhr

Ich bin gestern Abend gerne der Aufforderung von Markus zur Blauen Stunde gefolgt. Ob der Dunkelheit war es während der Vorführung der Kurzfilme kaum möglich, in der Menge jemanden auszumachen, den man nur von Fotos kennt, aber kaum war der Innenhof der Stadtgalerie angemessen beleuchtet, hat es nur wenige Minuten gedauert. Natürlich mit einem typischen saarländischen Begleitphänomen: Meine gute Freundin Simone, die mich begleitet hat, traf zur gleichen Zeit einen Bekannten, der sich natürlich auch als ein Freund von Markus herausstellte. So etwas überrascht bestenfalls Nicht-Saarländer.

Da der kleine Freilichtschauplatz dann doch der Jahreszeit folgend ein wenig fußkalt wurde, war der Entschluss schnell gefasst, in eine Lokalität im nahen Nauwieser Viertel zu wechseln. Die Wahl fiel auf Volkers Begehr auf das „Gasthaus Bingert“, dessen biederer Name über die Jahre reine Täuschung war. Immer noch charmant, aber nicht mehr ganz so wild-urig wie in Studententagen ;-). Ein sehr lustiger Abend. Sporadisch wurde auch das Thema Bloggen und Internet angesprochen. Das „sporadisch“ ist natürlich glatt gelogen, aber ich stelle mir gerade vor, wie Simone und Volker lachend vom Stuhl rutschen, wenn sie diesen Satz lesen.

Wenn man schon einmal zwei Cineasten aus Saarbrücken an einem Tisch hat, hoffte ich auch eine Frage klären zu können, die ich trotz Recherche und nur dunkler Erinnerung selbst nicht lösen konnte. Von wem stammten die beiden Kurzfilme „Keine Gnade“ 1 und 2 ? Außerhalb des Saarlandes würde es vielleicht jemanden verwundern, aber es ist natürlich ein gemeinsamer Freund von Volker und Markus, von dem auch vorher kaum fünf bis acht mal die Rede war.

Erkenntnis des Tages:

  • Im Saarland ist die Verbindung zwischen zwei Punkten kürzer als eine Gerade, was dieses Fleckchen außerhalb der Mathematik stellt und somit unberechenbar macht.
  • Eine Unterhaltung unter Saarländern liefert bessere Suchergebnisse als Google
  • Das Internet insbesondere Web 2.0 sind der redliche aber vergebliche Versuch, das Saarland elektronisch nachzubilden.

9 Kommentare zu “Blaue Stunde oder Blogbegegnung in der realen Welt”

  1. Markus meint:

    Klasse, wie du den Abend mit den Erkenntnissen des Tages zusammengefasst hast, vor allem im letzten Punkt.;-)

    Meine „Erkenntnis des Tages“: Es lohnt sich immer wieder Blogger, die man vom Lesen „kennt“, auch im Real Life kennen zu lernen. War wirklich ein netter Abend im Bingert. Danke, dass du dabei warst.


  2. Saarlndische Web 2.0-Erkenntnisse im Bingert » Text & Blog – Das Weblog von Markus Trapp meint:

    […] Quintus hat in seinem Blogartikel Blaue Stunde oder Blogbegegnung in der realen Welt eine kongeniale Erkenntnis des Tages zum besten gegeben: Das Internet insbesondere Web 2.0 sind […]


  3. Thomas meint:

    Eine sehr schöne reale Geschichte die sie da erlebt haben. Als Bruder von Markus wurde ich zu ihrem Blog geleitet. Leider bin ich nur aktiver Blogleser (kein Blogger) und verfolge aber mit viel Interesse einige Weblogs. Schön, dass ihr euch persönlich begegnet seit.


  4. Volker Schuetz meint:

    Hach! Wisst Ihr – irgendwie ist es gerade so: Ich les‘ da diese Blogs… Dann les‘ ich mal da was und dann mal da… und dann denk‘ ich: „Wow! Perfekt! Da schreibt ja einer genau das, was ich auch denke“… und dann denke ich: „Ja, das ist schon super! Da muesste ich dem doch glatt schreiben, was ich gerade denke, dass er tolles geschrieben hat“… und dann will ich genau das tun, klicke also auf *Kommentare* und was muss ich sehen: NATUERLICH SIND MIR SCHON WELCHE ZUVORGEKOMMEN! So geht das immer! Gegen diese Profiblogger hast Du einfach keine Chance als normalsterblicher Langsamdenker und -Tipper… nicht mal ansatzweise… Ich bin fuer die Einfuehrung einer Amateurligawoche, wo nur Leute Blog-Kommentare schreiben duerfen, DIE SONST NICHT bloggen! … Ja, das waer‘ doch was… :-)

    Viele Gruesse,
    Euer Volker Schuetz,
    dem Ihr *HIER: http://uk.youtube.com/watch?v=hbE3Nv70kcw * zuschauen koennt, wie er seine Aetherwellengeige wuergt!

    PS: Ich poste diesen Kommentar einfach bei Markus *UND* bei Quintus – ich spare dadurch etwas Tipperei, mit meiner vorzueglichsten Zuneigung zu Euch beiden spare ich aber nicht! Bis hoffentlich bald – im wirklichen Leben oder im Blogspace… wie auch immer… :-)


  5. Quintus meint:

    Hallo Volker, vielen Dank für den Kommentar. Ha, jetzt fängt das virale Marketing an! Was hat ein Theremin mit tanzenden Geistern zu tun? Was wird wohl dahinter stecken? Gerüchte werden entstehen…
    Die Spannung wird unerträglich …
    Bis DER TAG kommt ;-)


  6. Volker Schuetz meint:

    Oh! Der Tag wird kommen! So ungefaehr naechstes Jahr um diese Zeit… Ach! Da faellt mir ein: Es muss natuerlich zur Premiere eine begleitende Ausstellung geben… In einer Galerie am besten… Ach! Jetzt muss ich doch weiter ausholen: Also der Film zeigt ja Geister. Die tanzen. Zu einer Musik von einem Theremin. Weil man das halt beruehrungslos spielen kann und Geister ja nunmal keinen Koerper haben… Und das Theremin ist in der Tat das aelteste elektronische Musikinstrument – wesentlich aelter als alle Heimorgeln und E-Gitarren. Tja und wenn die Musik schon von so einem alten Instrument kommt. Und wenn Geister von ihrem Wesen her sowieso etwas unscharf, ja geradezu transparent sind. Dann kann ich doch eigentlich garnicht anders, als den Film mit einer Lochkamera drehen! (Ja doch, das geht ;-) – Tja und fuer diese Lochkamerabilder sollte ich also noch einen Ausstellungsort suchen… Soviel fuer heute… Jetzt gehe ich noch ein bisschen mit WordPress ringen und dann schau’n wir mal weiter! Bis dahin, alles Gute!


  7. Quintus meint:

    PST! Nicht zu viel verraten. Die Spannung muss doch steigen ;-)!


  8. Carmen meint:

    Schönen guten Morgen,
    jetzt also noch bei dir der Versuch, einen bebilderten Kommentar abzugeben. Mal sehen, ob es hier klappt. Ansonsten geb ich es auf;-(
    Liebe Grüße, Carmen


  9. Quintus meint:

    Huhu Carmen, hat ja dann doch geklappt :-).Schön :-)