Pimp my Spießbraten

15. Juli 2007 - 11:25 Uhr

Eine der liebsten Freizeitbeschäftigungen an Sommerabenden ist für Saarländer das Grillen. Neben der Tradition des Schwenkens kann man auch gerne mal einen Spießbraten zubereiten. Auch wenn es einige Spaßvögel gibt, die die Wurzeln dieser Nahrungsmittelzubereitungsmethoden in den Hunsrück verlegen, ist beides hier heimisch.

Nun hat der Spießbraten in seiner handelsüblichen Form einen gewissen Mangel an Originalität, was die Füllung betrifft. Meist besteht diese aus Zwiebeln, Gewürzen, Zwiebeln, in seltenen Fällen Schinkenwürfel, Zwiebeln, und vielleicht noch Zwiebeln.

Gestern habe ich eine Variante aus meiner Experimentalküche ausprobiert, die bei der geladenen Jury durchaus auf Wohlwollen gestoßen ist. Ich verwende der Einfachheit halber nur relative Mengenangaben, da die Größe des Bratens von drei bis zehn Personen recht frei skalierbar ist.

Man besorge sich beim Fleischwarenfachverkäufer des Vertrauens ein Stück Schweinekamm und lässt sich dieses für die Verwendung als Rollbraten zuschneiden, falls man dieser Technik selbst nicht mächtig ist. Ebenfalls dort erhältlich sollte auch Rollbratenschnur sein.

Für die Füllung kann man etwa ein Viertel des Fleischgewichts rechnen.

Zutaten für die Füllung:

Zu gleichen Teilen

  • getrocknete Tomaten (in ihrer Rohform, nicht die in Öl eingelegte Variante)
  • Büffelmozzarella (die Gummikugeln aus Kuhmilch sind hier ungeeignet, da es auf den Geschmack ankommt)
  • Parmesan (am Stück, nicht das seltsame Seifenpulver, dass Mama Miracoli verwendet)
  • Zwiebeln

Gewürze:

  • Frisches Basilikum
  • Salz
  • Pfeffer

Die Tomaten, Mozzarella und Zwiebeln jeweils in feine Würfel schneiden, den Parmesan grob reiben. Das Basilikum nicht zu fein schneiden. Alles zusammen in einer Schüssel gut vermengen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Das Fleisch ausbreiten und die Füllung gleichmäßig darauf verteilen. Damit der Käse beim Grillen nicht herausläuft, bitte zu den Seiten mindestens drei Zentimeter und am oberen Rand etwa fünf Zentimeter freilassen. Dann den Braten aufrollen und mit der Rollbratenschnur fest umwickeln, dabei auch die Enden gut verschließen. Danach noch von außen mit Pfeffer und Salz würzen.

Auf einem Holzkohlegrill variiert die Garzeit je nach Größe zwischen 1,5 bis 2,5 Stunden. Also genügend Zeit einplanen, bevor die hungrige Meute unlustig wird ;-).

10 Kommentare zu “Pimp my Spießbraten”

  1. Markus meint:

    Boa, hätt‘ ich da jetzt Lust drauf.

    Es gibt ja außerdem nichts geileres genialeres, als die Wartezeit beim Spießbratengrillen mit Brottunken in die Soße des mit Bier überschütteten Spießbratens zu überbrücken…


  2. Quintus meint:

    Oh ja! :-)


  3. Ultimonativ meint:

    Oh ja, und bitte unbedingt Fotos, die einem das Wasser im zusammenlaufen lassen… :)


  4. Ultimonativ meint:

    … Wasser im Mund zusammenlaufen …


  5. Quintus meint:

    Oh, das hatte ich gestern glatt vergessen. Dann muss ich das wohl „notgedrungen“ wiederholen ;-).


  6. Narana meint:

    Mein emigrierter Rucksackfranzose Saarländer sagt ja auch immer: Am Grill steh’n vill, am Schwenker die Denker (oder so ähnlich).

    Danke für das tolle Rezept!


  7. Quintus meint:

    „Rucksackfranzose“? *Lol* Das habe ich noch nie gehört …
    Gern geschehen! :-)


  8. Saarbrigger Gedankewies » Blog Archiv » Von Google angelandet meint:

    […] Google auf diese Seiten geschickt zu werden, haben Glück und finden hier etwas zum Thema “Spießbraten” oder “Mir sinn Saarbrigger“. Themen von immenser kultureller […]


  9. Uwe meint:

    Hallo Spießbratenfans,

    kennt Ihr schon die Variante: „Jeder grillt seinen Spießbraten selbst“?

    So wird`s bei uns gemacht; und zwar mit der Spiessbratengabel.

    Schaut doch mal auf unserer Seite vorbei.

    Viele Grüße aus NRW


  10. Quintus meint:

    Hallo Uwe, nein, das habe ich noch nicht probiert und werde dies auch nicht werten. Ich lasse den Werbelink mal ausnahmsweise stehen, da hier wohl keine wirklich böse Absicht zu erkennen ist. Aber bitte überdenke die Strategie Blogs als Werbeplattform zu benutzen. Sehr leicht gerätst Du da in den Verdacht zu spamen.