Ist ein „Nein“ ein Eklat?

12. Mai 2007 - 12:00 Uhr

Unisono wird Sigmar Gabriels Weigerung, das Schlussdokument der 15. Sitzung der Kommission für Nachhaltige Entwicklung (CSD) zu unterzeichnen, als „Eklat“ dargestellt. Zum einen ist die Bindung an seine Person etwas unscharf, denn er handelte im Namen der EU, und auch die EU-Vertreter standen mit ihrer Kritik nicht alleine.

Warum soll denn eine Einigung unterzeichnet werden, wenn keine Einigung erzielt wurde? Sicher, gerade die Armutsländer (ich mag den Begriff „Entwicklungsland“ nicht, denn dies täuscht über die zunehmende Verarmung in vielen Ländern hinweg) haben Gründe, alleine schon aus dem Machbaren heraus den Vorschlägen nicht zu folgen, von einem Gefühl der Bevormundung ganz zu schweigen. Aber wenn man sich die Liste der teilnehmenden Länder anschaut, stehen dort auch Staaten drin, denen eine Lockerung der Vereinbarungen gerade mal bequem ist.

Recht schockiert war ich auch über den Schlusssatz in der Meldung bei tagesschau.de, zum Einspruch gegen den nächsten Vorsitzenden aus Simbabwe:

Der simbabwische UN-Botschafter Boniface Chidyausiku sagte hingegen dem Sender BBC, nachhaltige Entwicklung habe nichts mit Menschenrechten zu tun.

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