CO2 doch kein „Klimakiller“?

29. April 2007 - 23:56 Uhr

Habe gerade einen Bericht in Spiegel-TV gesehen mit dem Tenor „alles nicht so schlimm mit der CO2-Emission“. Ein ganz gewitzter Gedanke: Wenn ich alle fossilen Brennstoffe in die Luft puste, stelle ich ja nur den Zustand her, der vor Jahrmillionen bestand, und damals blühte das Leben. „Zufällig“ von Wissenschaftlern aus USA herausgefunden. Stimmt das wirklich?

Fakt 1: Ja, es stimmt: Eine höhere CO2 Konzentration fördert das Pflanzenwachstum.

Pflanzen wachsen bei mehr CO2 besser. Mehr Pflanzen wirken als Gegengewicht, unser Planet kann mehr Biomasse tragen.

Verschwiegener Fakt 2: Der Mensch behindert durch Rodungen, Bebauung, Viehwirtschaft, die eigene Vermehrung etc. das potentiell mögliche Pflanzenwachstum. Und Pflanzen wachsen nicht nur von CO2 allein, sie brauchen auch Wasser – und das wird in vielen Regionen denkbar knapp.

Tja, dann doch Pech gehabt mit der Entwarnung. In Ururzeiten, als der Vorvorvorfahre des Menschen noch mausgroß durchs Geäst gehangelt ist, konnte sich die Natur auf diesem Weg noch selbst regulieren. Aber der Homo Sapiens verschiebt eben das Gleichgewicht zu einem gewissen Teil und dann wird es halt eine gute Portion wärmer und ungemütlicher.

Aber kommt es wirklich darauf an, ob der Mensch nun „schuld“ ist oder nicht? Er kann einiges tun und bewirken. Schaden kann ein pfleglicher Umgang mit der Natur jedenfalls nicht. Ich möchte mich in 20 Jahren nicht fragen lassen „Warum habt ihr damals nicht gehandelt?“ und antworten müssen „Weil wir uns gestritten haben, ob wir was tun sollen. Wir hatten da so eine Ahnung aber wollten erst mal sicher sein.“.

Sehen wir der Realität ins Auge: Niemand, absolut niemand kann derzeit sagen, wie die Welt in 10, 20 Jahren wirklich aussieht. Aber nun mal ehrlich: Wenn ich mit 180 Sachen auf eine unbekannte Kurve zufahre, deren Ende ich nicht sehe – geb ich dann Gas oder brems ich dann lieber doch und komm hoffentlich durch? Oder sind wir an dem Punkt, an dem der Bremsweg schon viel zu lang ist um nicht im Graben zu landen?

Ein Kommentar zu “CO2 doch kein „Klimakiller“?”

  1. Scheider meint:

    Natürlich benötigen die Pflanzen CO2 zum Wachstum. Sie speichern den Kohlenstoff und scheiden den Sauerstoff wieder aus: das kommt uns wieder zu gute! Aber wo sind die Pflanzen? Werden nicht alle Wälder gerodet, neuerdings vernichtet durch Brand? Was ist aus den Urwäldern übriggeblieben? Die müssen weichen, weil die „zivilisierte“ Welt es so verlangt! Es hilft wenig den CO2 Ausstoß zu verringern. Wir brauchen die Wälder, viele Waldflächen! wir brauchen die Pflanzen! die natürlichen CO2 Abbauer. Dann verringern sich auch die „Treibhausgase“ von selbst!