Grandioses Scheitern

27. April 2009 - 23:32 Uhr

Wer hätte es gedacht? Der feine Herr Sommermärchen-Klinsmann ist in München gescheitert. Ähm – na ja – ich. Nicht, weil ich Klinsi nicht mag. Ich mag Klinsi vor allem deshalb, weil er die Eier hat, der Springer-Presse die Stirn zu bieten. Risiken und Nebenwirkungen mit inbegriffen. „Grinsi-Klinsi“ hatte nie eine echte Chance außer dem Tripple. BILD nicht mögen, langfristig denken und beim FC Bayern anheuern – das sind gleich drei Sachen, die gehen nur bei Kinderüberraschung.

Das eigentliche Problem sind einige Spieler, die sich geschickt hinter einem Trainer verstecken, der vorsätzlich unter Beschuss gebracht wird. Da muss man sich schon ernsthaft fragen: Können die nicht oder wollen die nicht? In den ganz fiesen Spielen hatte ich den Eindruck, dass ein paar wirklich versuchten etwas zu tun (Lahm, Ribéry, van Bommel, Sosa) und andere lieber das Leiden Christi als bajuwarisches Passionsspiel gaben (Podolski, Toni, Klose und auch Schweini). Spieler, die erst bei 3:0 einsteigen braucht kein Verein. Punkt. Nochmal Punkt.

Ich hoffe, Jupp Heynckes holt keine Kartoffeln aus dem Feuer. Das wäre das Beste. Warum? Weil das etwas gibt, was unbezahlbar ist: Bodenhaftung.

Und jetzt meldet sich auch, wie nicht anders zu erwarten, direkt Lodda zu Wort. Eine ernsthafte Warnung eines Alteingesessenen: Wenn DER kommt, bin ICH weg.

Blog-Karneval-Beitrag Malaria

25. April 2009 - 0:01 Uhr

Herr Fischer hat zum Blogkarneval gerufen, um am Welt-Malaria-Tag (heute!) für Roll Back Malaria Aufmerksamkeit zu erzeugen. Dem möchte ich doch gerne folgen.

Malaria scheint für wohl die meisten sehr weit weg, wenn nicht eine Reise in ein fernes Land ansteht, in dem diese Krankheit noch fröhliche Urstände feiert. Dabei ist es noch gar nicht so lange her, dass auch hier in Europa diese Krankheit heimisch war. Auch hier in Deutschland, wo es 1783 Friedrich Schiller als vielleicht Prominentesten traf. Aber auch noch bis 1946 im Emsland, und Italien wurde erst 1970 als malariafrei eingestuft. Ich möchte mich nicht so sehr mit dem Lebenszyklus der Plasmodien mit ihrem Generationswechsel aufhalten, da dies an anderer Stelle schon gut beschrieben ist. Wer dem Link nicht folgen mag – ich frage das später ab ;-). Insgesamt ist das Thema so weit zu fassen, dass es bei Weitem nicht in einem einzelnen Blogpost abzuhandeln ist. Ich kann daher nur Facetten beleuchten. Die einfachste Lösung des Problems wäre eine Schutzimpfung, aber die gibt es bisher nicht. Also müssen bis auf Weiteres alternative Wege beschritten werden.

Eindämmung

Da der Hauptüberträger die Anopheles Mücke ist, bietet es sich an, hier den Hebel anzusetzen. Es wäre vergeblich sich zum Ziel zu setzen diese vollständig auszurotten, sondern es geht in erster Linie darum Anopheles plasmodienfrei zu bekommen. Nichtsdestotrotz wurde versucht, das Massenvorkommen einzudämmen; in Europa erfolgreich, in den tropischen Gebieten kam nach anfänglichen Erfolgen (so hatte man gute Hoffnung, in Indien und Sri Lanka die Malaria fast besiegt zu haben, als die Zahl in Sri Lanka nur noch bei 20 Fällen lag und in Indien die Zahl von 75 Millionen in den 1950ern auf 50.000 1961 zurückging) die Malaria wieder zurück. Bereits 1971 lag die Zahl für Indien wieder bei 1,3 Millionen und Sri Lanka hatte eine Epedimie mit 500.000 Fällen Ende der 1960er zu verzeichnen.

Tötet die Brut!

Der Hauptansatzpunkt bei der Bekämpfung der Anopheles in Europa richtete sich gegen ihre Larven. Diese wachsen im Wasser auf. Auch wenn sich Anopheles in der Auswahl des „Gewässers“ ausgesprochen genügsam zeigt – es genügt eine Pfütze oder Wasseransammlung in einer Astgabel, vorausgesetzt sie fällt über die Entwicklungszeit nicht trocken – so mag sie es jedoch ganz gerne rundum feucht um sich massenhaft zu vermehren. So hat die Trockenlegung ehemaliger Sumpfgebiete Anopheles einigen Lebensraum gekostet, und da wo die Trockenlegung nicht hinkommt wurden Öle versprüht, die der Anopheleslarve die Luft zum atmen nahm und damit die Population dezimierte. Ein weiterer Verbündeter im Kampf gegen die Larven – wenn auch erst in neuerer Zeit – ist der Bacillus thuringiensis israelensis, der durch seine Endotoxine die Larven mächtig dezimiert.

Kollateralschaden in der Camargue

Nun kann man nicht alle Sumpfgebiete trocken legen oder mit Öl besprühen, vor allem, wenn es sich um ein Naturschutzgebiet wie die Camargue in Südfrankreich handelt. Dort und an anderen Orten wurde Anopheles mit einem an sich liebenswerten kleinen Fischlein namens Koboldkärpfling oder vornehm Gambusia affinis zu Leibe gerückt. Diese kleinen Burschen haben zwei große Hobbies: Mückenlarven fressen und sich vermehren. Wo das erste Hobby durchaus erwünscht ist, hat das zweite jedoch Auswirkung auf einen unbeteiligten Verwandten, nämlich Aphanius fasciatus. Diese heimische Art legt Eier, während Gambusia lebendgebärend ist und somit einen klaren Vorteil bei der Vermehrung hat. Uwe Römer untersuchte dort 1990 den besorgniserregenden Rückgang von Aphanius fasciatus [1]. Nur zwei Jahre später konnten wir während einer Exkursion auch in einem von Römer als gambusenfrei beschriebenen Gewässer bei Cacharel massenhaft Gambusia finden, aber keine Spur mehr von Aphanius [2]. Auch wenn dies den Gesamtbestand dieser Art nicht in Gefahr bringt, liegt doch der Verdacht nahe, dass sie sich aus der Camargue verabschiedet hat, genau wie die Malaria.

Dead on First Sting

Auch den adulten Mücken wird nachgestellt. Nun ist es müssig, allen Mücken mit der Klatsche hinterher zu laufen. Wesentlich bei der Bekämpfung von Malaria ist es, den Übertragungsweg zu blockieren. Ein Stich an sich ist harmlos, so lange keine Plasmodien in der Mücke vorkommen [3]. So macht man sich eine Angewohnheit von Anopheles zu Nutze, sich nach einer Blutmahlzeit zuerst einmal einer ausgiebigen Siesta hinzugeben. Dazu nimmt sie gerne an Wänden oder sonstigen Gegenständen Platz und verdaut erst einmal. Da liegt es nahe, diese Wände mit DDT zu besprühen und somit den Kreislauf zu brechen. Jetzt mögen diese Mücken blöd sein, gemessen an menschlichen Maßstäben, aber auch sehr fertil. Das heißt, mit der Zeit züchtet man resistente Stämme und das Ganze wird in vielen Regionen unwirksam.

Prophylaxe und Behandlung – kurz gefasst

Wie Eingangs bereits erwähnt, können in einem einzigen Artikel nicht alle Dinge abgehandelt werden. Dieser Teil daher nur angerissen; schließlich bin ich auch kein Mediziner ;-). Am besten ist es wohl, man lässt sich erst gar nicht stechen. Dabei kann es hilfreich sein, die Haut bedeckt zu halten, mückenabschreckende Mittel zu verwenden und unter Insektizid-behandelten Moskitonetzen zu nächtigen. Wenn es schon nicht komplett vermeidbar ist, von Anopheles gestochen zu werden und sich damit die Erreger einzufangen, sollte man wenigstens verhindern, dass die Krankheit ausbricht. In vielen Gebieten wird eine Chemoprophylaxe empfohlen, die allerdings auf gebietsspezifische Resistenzen abgestimmt sein sollte. Trifft einen die Krankheit doch, war lange Zeit Chloroquin das Mittel erster Wahl. Nach anfänglich guten Erfolgen mit Chloroquin traten bereits in den 1960ern Resistenzen gegen dieses Mittel auf. Aus heutiger Sicht werden vor allem Artemisinin-haltige Präparate empfohlen.

Armut, Politik und Malaria

Es gibt schon zu denken, warum Malaria gerade in den ärmeren Gebieten wieder auf dem Vormarsch ist. Bei der Versorgung mit Medikamenten und prophylaktischen Maßnahmen wie die Insektizid-behandelte Moskitonetze stößt man schnell auf zwei einschränkende Faktoren: Das eine ist die Kostenfrage, denn das Ganze kostet ja auch Geld und genau das ist in diesen Ländern Mangelware. Auf der anderen Seite wiederum drückt eine hohe Zahl an Malaria Erkrankten ganz erheblich auf die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit. Spätestens da beißt sich die Katze in den Schwanz. Hinzu kommt, das gerade inden am stärksten betroffenen Gebieten human gefestigte politische Systeme auch Mangelware sind, die eine ausreichende und nachhaltige Versorgung gewährleisten könnten.

Bodycount

Ich persönlich finde die Zahlenfuchserei, wie viele Menschen einer Krankheit, einer Naturkatastrophe oder Krieg zum Opfer fallen schon ein wenig morbide. Unterm Strich sind es dann doch letztendlich „zu viele“. Und hier macht es Malaria dem Statistiker eben auch nicht leicht. Da Malaria nicht per se tödlich ist, aber den Gesamtorganismus erheblich schwächt, ist es gerade dann schwierig, wenn Begleiterkrankungen hinzukommen, die ihrerseits eben auch nicht zwangsweise mit dem Tode enden. Was soll man dann auf den Zettel an der großen Zehe schreiben? Roll Back Malaria beziffert die Sterbefälle pro Jahr auf 881.000.

Return on Investment

Zugegeben, diese Überschrift entbehrt nicht eines gewissen Sarkasmus. Aber wem die humanitäre Herausforderung nicht ausreicht und lieber in Kosten und Nutzen denkt, dem sollte dieses Thema auch von dieser Seite lohnenswert erscheinen. Alleine in Afrika schmälert Malaria das ökonomische Einkommen pro Jahr um 12 Milliarden US-Dollar. Dem stehen allerdings – nach Zahlen von Roll Back Malaria – lediglich Kosten von 4,2 Milliarden US-Dollar jährlich für eine effektive Malariabekämpfung weltweit gegenüber.

Vor einem Jahr hätte man vielleicht bei einer Summe von 4,2 Milliarden Dollar noch weiche Knie bekommen und sich gefragt wer denn das bezahlen soll, aber bei den Summen, die momentan durch alle Winde geschossen werden scheint mir das ein guter Deal zu sein.

[1] Römer, U. (1991k): Zur Situation von Aphanius fasciatus in der Camargue. DATZ Aquarien Terrarien 44 (12): 802 – 804

[2] Bericht über die Meersbiologische Exkursion der Fachrichtung Zoologie der Universität des Saarlandes zur Côte d’Azur und in die Camargue 1992

[3] Ich habs gesagt: Ich frage ab! ;-)

Der Tanz von Prinzessin Hiroshibelle

23. April 2009 - 14:01 Uhr

Vorgestern hatte ich das Glück und Vergnügen, den experimentellen Kurzfilm „Der Tanz von Prinzessin Hiroshibelle“ von Volker Schütz zu sehen.

Glück vor allem deshalb, weil in meinem Verständnis dem Begriff „Experimentalfilm“ eine überbordende Kopflastigkeit anhaftet, die nur selten mit dem Begriff „Genuss“ auch nur annähernd in Verbindung zu bringen ist. Ich möchte keinem Stein in Echtzeit beim bemoosen zusehen. Ich mag diese scheinbar selbstlos auferlegte Askese nicht, die mit geringem Aufwand ein Machwerk hervorbringt, das selbst ernannte Connaisseure zum schwelgen bringt. Oft ist es nur eine kleine Idee mit kleinem Aufwand, die je unverständlicher um so mehr goutiert wird. Dem war zum Glück nicht so.

Vergnügen deshalb, weil sich der Film wohltuend von diesem Vorurteil abhebt. Auch hier ist eine gewisse Askese fest zu machen. Zum einen in der Wahl einer Lochkamera, um den Film zu belichten und zum anderen für den „Soundtrack“ ein Theremin zu verwenden. Beides ist hervorragend geeignet um einen ausgesprochen stimmungsvollen und poetischen Eindruck zu vermitteln.

Eine Sprechstimme setzt lediglich den Rahmen für die Handlung, die in einer fernen , kriegerischen Zukunft spielt, in der die längst Verstorbenen als Geister die Zeit bis zur Ankunft Prinzessin Hiroshibelles mit Tanz zu den Klängen des Theremins füllen. Das Theremin ist, so lernt man, das einzige Instrument, das berührungsfrei und somit auch von Geistern zu spielen ist. Abseits dieses Rahmens liegt ein weiter Raum, die Geschichte in der eigenen Vorstellung entstehen zu lassen.

Man spürt, welche Arbeit in diesem Film steckt, der aus (hoffentlich erinnere ich mich richtig) 70000 Einzelbildern montiert wurde und viele Unwägbarkeiten durch die verwendeten Instrumente Lochkamera und Theremin, die sich einer vollständigen Kontrolle entziehen, in der Produktion mit sich brachte. Darum sei auch der einzige Kritikpunkt verziehen, dass die achteinhalb Minuten viel zu schnell vorbei gingen. Aber für den Herbst hat Volker Schütz eine Langversion versprochen, auf die ich mich jetzt schon freue.

Einen Eindruck des Films vermittelt der Beitrag im Kulturspiegel des SR-Fernsehens:

Pushing Daisies

19. April 2009 - 15:39 Uhr

Nach kurzem Grau-in-Grau Intermezzo hat sich heute in Saarbrücken die Sonne mal wieder blicken lassen. Wieder mal Zeit den Gänseblümchen-Content zu erweitern, dieses mal eher aus der Mäuseperspektive.

Gänseblümchen

Gänseblümchen

Irgendwann muss man ja das neue „Spielzeug“, das der Amazonhase gebracht hat, auch mal ausprobieren.

Nahlinse

Wo wir gerade bei Spielzeug sind: Nachdem ich jetzt dann doch wieder seit einem Jahr öfter mal eine Spiegelreflexkamera vorm Auge habe, habe ich auch mal ein paar Bildchekens bei Flickr abgelegt.

Bloggeburtstag – Kompetenz im Randbereich

18. April 2009 - 0:01 Uhr

Wie die Zeit vergeht. Schon ist es zwei Jahre her, dass dieses Blog langsam vor sich hin wächst. Geht es nach Google, schälen sich einige Kompetenzbereiche heraus, die wohl selten in dieser Form gemeinsam vertreten kann. Nicht in die Wertung aufgenommen wurden natürlich alle Kombinationen aus Quintus und Saarbrigge ;-).

Oft gesucht aber leider nicht viel dazu gefunden wurde der „Rucksackfranzose„.

Auch das „Bruttoinlandsglück“ scheint gern genommen zu werden.

Wenig überraschend alles rund um „Mimimimimi“ und „Beaker„.

Von hervorragender Bedeutung ist alles rund um Spießbraten, Rezept, Garzeit Füllung etc.

Mir Sinn Saarbrigger“ wolle scheinbar all singe, kenne awa de Text net.

Aber ganz besonders bitter ist der häufigste Suchbegriff:

Zeichen des Älterwerdens

Neulich in der Kaffeeküche

17. April 2009 - 15:51 Uhr

Wolfgang Schäuble sitzt mies gelaunt in der Küche und starrt düstere Löcher in Luft. Ursula von der Leyen kommt herein. „Hallo Wolfgang, wie … ach nee seh schon. Was ist dir denn über die Leber gelaufen?“ – „Da hat schon wieder jemand die Kaffeebecher ganz oben in den Schrank geräumt. Das war bestimmt dieser Neue … dieser von und zu auf und davon, dieser, dieser Dings.“ – „Das ist doch kein Grund so sauer zu sein. Soll ich dir einen runterholen?“ – „Das wär schön. Danke!“

In diesem Moment fliegt die Tür auf und Angela Merkel steht vor ihnen. „Schweine!“ Ohne weitere Worte drängt sie sich zwischen den beiden durch, angelt sich einen Kaffeebecher und gießt sich wutschnaubend einen Kaffee ein. „Das ist anders als du denkst, der Wolfgang kommt nicht an die Kaffeebecher, da hab ich …“ – „Was? Wie? Nein! Diese Internetfuzzis – alles Schweine. Immer diese Sticheleien. Ich krieg die einfach nicht unter Kontrolle.“ – „Na toll, danke Ursula! Muss es ausgerechnet so ein WM ’06 Becher sein?“ – „Was denn Wolfgang? ICH hatte da riesig Spaß auf der Tribüne. Das war doch ganz toll. Das lass ich mir nicht kaputtreden.“ – „Ja, ja, und immer dieses Gesinge ‚steh auf wenn du Deutscher bist‘ – Terrorischtenpack.“

„Jetzt mal gaaanz ruhig! Man, habt ihr beiden eine Stimmung! Erst mal ‚nen Kaffee, Wolfgang?“ – „Ja.“ – „Wie?“ – „SCHWARZ NATÜRLICH!!

Nach Minuten eisigen Schweigens taut die Situation langsam wieder auf. „Die Chinese habbeds gut, die sperret einfach was ihne net passt in diesem Dings, in diesem Internet. Am beschde wärets wenn mir das auch mache täte, wege der Terrorischte.“ Angela Merkel blickt mit ihrem zuckersüßesten gütigen Blick auf Schäuble. „Ach Wolfgang, das ist ja lieb gemeint, aber das glaubt uns mittlerweile kein Mensch mehr.“ – „Himmel nochmal, da muss es doch was zu mache gäbe!“ – „Himmel! Ich hab es! Ich hab es!“ Ursula von der Leyen hüpft klatschend auf und ab. „Was hast du?“ Angela Merkel schaut ratlos. „Na Operation Himmel! Das war zwar eine Nullnummer, aber gegen Kinderpornographie ist jeder. Da traut sich niemand was zu sagen.“ – „Und du meinst, das geht?“ – „Klar, ich hab da auch noch ein paar Fälle in der Schublade, die ich pünktlich in die Presse bringen kann. Und ich als Mutti der Nation …“ – „Mooooment, die Mutti bin immer noch ich, du hast nur viele Kinder. Aber mach mal. Heute Kinderpornographie und morgen das ganze Internet.“ – „Ja, Mutti … äh … jawoll, meine …“

Pesto im Werden

15. April 2009 - 19:16 Uhr

Die Ausbeute an frischem Basilikum kann man für das letzte Jahr mit ausgesprochener Schmeichelung gerade mal als bescheiden einordnen. Trotz „BIO“ Siegel der Dicht-an-Dicht-Kultur aus dem Supermarkt des Vertrauens kamen die wenigen Pflänzchen, die das Umtopfen überhaupt überlebt hatten nicht so recht voran und boten ein Bild, das einem Basilikum von Ehre unwürdig war.

basilikum

Dieses Jahr habe ich mich darum entschlossen, die Sache vom Samenkorn bis zur Ernte selbst in die Hand zu nehmen. Die Aussaat war jedenfalls mehr als erfolgreich. Nach dem Pikieren werden wohl mindestens fünf bis sechs Töpfe notwendig sein, um die Pflänzchen auf anständigen Abstand zu bringen.

Das könnte ein recht italienisch angehauchter Sommer werden …