Dämmerungsflieger
30. April 2007 - 21:44 UhrKeine Angst, kein UFO und brennt auch nicht.
Einfach nur Dämmerung und Gegenlicht.

Grüß mir die Sonne, Flieger.
Keine Angst, kein UFO und brennt auch nicht.
Einfach nur Dämmerung und Gegenlicht.

Grüß mir die Sonne, Flieger.
Habe gerade einen Bericht in Spiegel-TV gesehen mit dem Tenor “alles nicht so schlimm mit der CO2-Emission”. Ein ganz gewitzter Gedanke: Wenn ich alle fossilen Brennstoffe in die Luft puste, stelle ich ja nur den Zustand her, der vor Jahrmillionen bestand, und damals blühte das Leben. “Zufällig” von Wissenschaftlern aus USA herausgefunden. Stimmt das wirklich? Weiterlesen »
Ich finde es schon recht abstoßend, was derzeit in manchen Sendern dem Zuschauer vorgesetzt wird. Muss eigentlich wirklich der Inhalt vieler Sendungen darin bestehen, sich auf tiefstem Niveau über andere Menschen lustig zu machen? Das üble an der Sache ist IMHO, dass dies auch noch als “Konzept”, “Innovation” oder “neues Format” gefeiert wird. Dabei ist doch das Grundprinzip aus einer Zeit, als der Mensch gerade mal vom Baum gestiegen ist. Ich mach Dich klein, damit Ich größer wirke. Weiter sind wir noch nicht gekommen? Weiterlesen »
Ist schon etwas älter, aber erstaunlich.
Da fotografiert sich jemand Tag für Tag, 6 Jahre lang.
So wie ich sage
“ich bin”
war ich schon
und werde sein
im Fluss der Zeit;
im Moment bewusst
und schon im nächsten.
So wie ich gehe,
entsteht der Weg
hinter mir.
Niemand wird ihn wieder gehen,
er verliert sich in der Zeit.
Bleiben werden die Momente,
dort wo andere Wege sind,
und ein gemeinsamer Gedanke
“wir sind”.
Lärm umtost das Meer der Stille,
in das die Flüsse fliehn.
Finden fließend ihren Lauf.
Bestehn doch nur um aufzugehn
und als Regen
andren Flüssen
leis ihr Lied zu singen,
zu trösten und zu nähren.
Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen,
die sich über die Dinge ziehn.
Ich werde den letzten vielleicht nicht vollbringen,
aber versuchen will ich ihn.Ich kreise um Gott, um den uralten Turm,
und ich kreise jahrtausendelang;
und ich weiß noch nicht: bin ich ein Falke, ein Sturm
oder ein großer Gesang.Rainer Maria Rilke, 20.9.1899, Berlin-Schmargendorf