Der Tanz von Prinzessin Hiroshibelle

23. April 2009 - 14:01 Uhr

Vorgestern hatte ich das Glück und Vergnügen, den experimentellen Kurzfilm “Der Tanz von Prinzessin Hiroshibelle” von Volker Schütz zu sehen.

Glück vor allem deshalb, weil in meinem Verständnis dem Begriff “Experimentalfilm” eine überbordende Kopflastigkeit anhaftet, die nur selten mit dem Begriff “Genuss” auch nur annähernd in Verbindung zu bringen ist. Ich möchte keinem Stein in Echtzeit beim bemoosen zusehen. Ich mag diese scheinbar selbstlos auferlegte Askese nicht, die mit geringem Aufwand ein Machwerk hervorbringt, das selbst ernannte Connaisseure zum schwelgen bringt. Oft ist es nur eine kleine Idee mit kleinem Aufwand, die je unverständlicher um so mehr goutiert wird. Dem war zum Glück nicht so.

Vergnügen deshalb, weil sich der Film wohltuend von diesem Vorurteil abhebt. Auch hier ist eine gewisse Askese fest zu machen. Zum einen in der Wahl einer Lochkamera, um den Film zu belichten und zum anderen für den “Soundtrack” ein Theremin zu verwenden. Beides ist hervorragend geeignet um einen ausgesprochen stimmungsvollen und poetischen Eindruck zu vermitteln.

Eine Sprechstimme setzt lediglich den Rahmen für die Handlung, die in einer fernen , kriegerischen Zukunft spielt, in der die längst Verstorbenen als Geister die Zeit bis zur Ankunft Prinzessin Hiroshibelles mit Tanz zu den Klängen des Theremins füllen. Das Theremin ist, so lernt man, das einzige Instrument, das berührungsfrei und somit auch von Geistern zu spielen ist. Abseits dieses Rahmens liegt ein weiter Raum, die Geschichte in der eigenen Vorstellung entstehen zu lassen.

Man spürt, welche Arbeit in diesem Film steckt, der aus (hoffentlich erinnere ich mich richtig) 70000 Einzelbildern montiert wurde und viele Unwägbarkeiten durch die verwendeten Instrumente Lochkamera und Theremin, die sich einer vollständigen Kontrolle entziehen, in der Produktion mit sich brachte. Darum sei auch der einzige Kritikpunkt verziehen, dass die achteinhalb Minuten viel zu schnell vorbei gingen. Aber für den Herbst hat Volker Schütz eine Langversion versprochen, auf die ich mich jetzt schon freue.

Einen Eindruck des Films vermittelt der Beitrag im Kulturspiegel des SR-Fernsehens:

Pushing Daisies

19. April 2009 - 15:39 Uhr

Nach kurzem Grau-in-Grau Intermezzo hat sich heute in Saarbrücken die Sonne mal wieder blicken lassen. Wieder mal Zeit den Gänseblümchen-Content zu erweitern, dieses mal eher aus der Mäuseperspektive.

Gänseblümchen

Gänseblümchen

Irgendwann muss man ja das neue “Spielzeug”, das der Amazonhase gebracht hat, auch mal ausprobieren.

Nahlinse

Wo wir gerade bei Spielzeug sind: Nachdem ich jetzt dann doch wieder seit einem Jahr öfter mal eine Spiegelreflexkamera vorm Auge habe, habe ich auch mal ein paar Bildchekens bei Flickr abgelegt.

Bloggeburtstag – Kompetenz im Randbereich

18. April 2009 - 0:01 Uhr

Wie die Zeit vergeht. Schon ist es zwei Jahre her, dass dieses Blog langsam vor sich hin wächst. Geht es nach Google, schälen sich einige Kompetenzbereiche heraus, die wohl selten in dieser Form gemeinsam vertreten kann. Nicht in die Wertung aufgenommen wurden natürlich alle Kombinationen aus Quintus und Saarbrigge ;-).

Oft gesucht aber leider nicht viel dazu gefunden wurde der “Rucksackfranzose“.

Auch das “Bruttoinlandsglück” scheint gern genommen zu werden.

Wenig überraschend alles rund um “Mimimimimi” und “Beaker“.

Von hervorragender Bedeutung ist alles rund um Spießbraten, Rezept, Garzeit Füllung etc.

Mir Sinn Saarbrigger” wolle scheinbar all singe, kenne awa de Text net.

Aber ganz besonders bitter ist der häufigste Suchbegriff:

Zeichen des Älterwerdens

Neulich in der Kaffeeküche

17. April 2009 - 15:51 Uhr

Wolfgang Schäuble sitzt mies gelaunt in der Küche und starrt düstere Löcher in Luft. Ursula von der Leyen kommt herein. “Hallo Wolfgang, wie … ach nee seh schon. Was ist dir denn über die Leber gelaufen?” – “Da hat schon wieder jemand die Kaffeebecher ganz oben in den Schrank geräumt. Das war bestimmt dieser Neue … dieser von und zu auf und davon, dieser, dieser Dings.” – “Das ist doch kein Grund so sauer zu sein. Soll ich dir einen runterholen?” – “Das wär schön. Danke!”

In diesem Moment fliegt die Tür auf und Angela Merkel steht vor ihnen. “Schweine!” Ohne weitere Worte drängt sie sich zwischen den beiden durch, angelt sich einen Kaffeebecher und gießt sich wutschnaubend einen Kaffee ein. “Das ist anders als du denkst, der Wolfgang kommt nicht an die Kaffeebecher, da hab ich …” – “Was? Wie? Nein! Diese Internetfuzzis – alles Schweine. Immer diese Sticheleien. Ich krieg die einfach nicht unter Kontrolle.” – “Na toll, danke Ursula! Muss es ausgerechnet so ein WM ‘06 Becher sein?” – “Was denn Wolfgang? ICH hatte da riesig Spaß auf der Tribüne. Das war doch ganz toll. Das lass ich mir nicht kaputtreden.” – “Ja, ja, und immer dieses Gesinge ’steh auf wenn du Deutscher bist’ – Terrorischtenpack.”

“Jetzt mal gaaanz ruhig! Man, habt ihr beiden eine Stimmung! Erst mal ‘nen Kaffee, Wolfgang?” – “Ja.” – “Wie?” – “SCHWARZ NATÜRLICH!!

Nach Minuten eisigen Schweigens taut die Situation langsam wieder auf. “Die Chinese habbeds gut, die sperret einfach was ihne net passt in diesem Dings, in diesem Internet. Am beschde wärets wenn mir das auch mache täte, wege der Terrorischte.” Angela Merkel blickt mit ihrem zuckersüßesten gütigen Blick auf Schäuble. “Ach Wolfgang, das ist ja lieb gemeint, aber das glaubt uns mittlerweile kein Mensch mehr.” – “Himmel nochmal, da muss es doch was zu mache gäbe!” – “Himmel! Ich hab es! Ich hab es!” Ursula von der Leyen hüpft klatschend auf und ab. “Was hast du?” Angela Merkel schaut ratlos. “Na Operation Himmel! Das war zwar eine Nullnummer, aber gegen Kinderpornographie ist jeder. Da traut sich niemand was zu sagen.” – “Und du meinst, das geht?” – “Klar, ich hab da auch noch ein paar Fälle in der Schublade, die ich pünktlich in die Presse bringen kann. Und ich als Mutti der Nation …” – “Mooooment, die Mutti bin immer noch ich, du hast nur viele Kinder. Aber mach mal. Heute Kinderpornographie und morgen das ganze Internet.” – “Ja, Mutti … äh … jawoll, meine …”

Pesto im Werden

15. April 2009 - 19:16 Uhr

Die Ausbeute an frischem Basilikum kann man für das letzte Jahr mit ausgesprochener Schmeichelung gerade mal als bescheiden einordnen. Trotz “BIO” Siegel der Dicht-an-Dicht-Kultur aus dem Supermarkt des Vertrauens kamen die wenigen Pflänzchen, die das Umtopfen überhaupt überlebt hatten nicht so recht voran und boten ein Bild, das einem Basilikum von Ehre unwürdig war.

basilikum

Dieses Jahr habe ich mich darum entschlossen, die Sache vom Samenkorn bis zur Ernte selbst in die Hand zu nehmen. Die Aussaat war jedenfalls mehr als erfolgreich. Nach dem Pikieren werden wohl mindestens fünf bis sechs Töpfe notwendig sein, um die Pflänzchen auf anständigen Abstand zu bringen.

Das könnte ein recht italienisch angehauchter Sommer werden …

Buschwindröschen

13. April 2009 - 18:40 Uhr

Buschwindröschen

Das Buschwindröschen ist ein typischer Frühjahrsgeophyt, der die Krautschicht in Wäldern bildet, während die Bäume im Frühling noch kein Laub tragen. Da das Buschwindröschen hohe Lichtansprüche hat, findet der gesamte Lebenszyklus der Pflanze im Frühjahr statt. Oft werden große Flächen von der gesellig wachsenden Art eingenommen und mit einem weißen Blütenteppich bedeckt.

[Wikipedia]

Unter anderem auch hier zu finden.

Kleiner Insider ;-)

Frohe Ostern!

12. April 2009 - 11:06 Uhr

Ostern