Klack!

23. Februar 2009 - 11:09 Uhr

Es ist schon eine sonderbare Angewohnheit, besondere Zählerstände mit besonderem Augenmerk zu betrachten. Wenn sich zum Beispiel der Kilometerzähler im Auto mal wieder einer Schnapszahl oder einer Zahl mit erheblichen Nullen nähert. Eigentlich kaum anders als all die unauffälligen Zählerstände zwischendurch.

Mein persönlicher Stundentagejahreszähler klappt heute auf die nette Zahl 43. Nicht gerade sensationell aber ich freu mich :-).

Was soll man denn sagen?

12. Februar 2009 - 13:59 Uhr

Ja, hier ist es – sogar für meine Verhältnisse – etwas zu still geworden.

Ich würde gerne ein wenig Optimismus versprühen, aber unter den derzeitigen Umständen gestaltet sich das ein wenig schwierig. Es sagt sich so leicht hin, dass in jeder Krise auch eine Chance steckt. Frau Merkel hat ja einen guten Teil dazu beigetragen, das Wort „Chance“ so trefflich abzunutzen wie so viele, die sinnentleert und -entstellt zurückbleiben, wenn sie von Politikern oder Managern missbraucht werden. Nur noch Munition in Wortkriegen, die leere Hülsen und getroffene Menschen zurücklassen.

Es fällt leicht, dem mit fürchterlichem Schimpfen zu begegnen oder mit Geplapper zu entfliehen. Es fällt mir sogar noch relativ leicht etwas genauer hinzuschauen und festzustellen, dass der Reichtum dieser so genannten westlichen Welt im Grunde nur auf einer Jahrhunderte langen Plünderung fußt, die in früheren Zeiten sehr offen vollzogen wurde und heute etwas verbrämter als „Globalisierung“ daher kommt. Ich kann die Wut derer verstehen, die dadurch um ihren Teil gebracht wurden.

Ich empfinde es als schmerzhaft, mich als Teil eben dessen zu sehen. Es ist nun leider faktisch so, dass ich aber eben ein Teil bin. Selbst bei dem Bemühen, ein wenig anständiger mit den Ressourcen umzugehen, die dieser Planet bietet, müsste es etwas mehr als zwei Erden geben, damit jedem Einzelnen die gleichen Möglichkeiten wie mir geboten würden. Daran ist auch derzeit nicht so sehr viel zu ändern, da ein erheblicher Teil des Ressourcenverbrauchs in öffentliche Einrichtungen, Infrastruktur und so weiter fällt, den ich eben nur wenig beeinflussen kann.

Was soll ich denn einer kommenden Generation oder denen, die jetzt schon um ihren Teil betrogen sind, sagen? Vielleicht wäre ein leises, ehrliches „Es tut mir leid“ eine der besseren Antworten. Ich habe keine gültige Lösung für die Probleme die sich stellen. Aber vielleicht liegt ja der Schlüssel gerade darin, sich erst ein mal als Teil des Problems zu fühlen um Teil der Lösung zu werden. Ich nehme an, dass Zuhören und Hinsehen dienlicher sind als laute Worte.

Ich fürchte, dass es gerade diejenigen sein werden, die wie laute wütende Kinder hinter ihren Rednerpulten stehen, die weiterhin den Ton angeben und ihre Machtspielchen um der Macht willen spielen.

Ich fürchte, dass im lauten Getöse noch nicht einmal die Chancen erkannt werden, die sich bieten könnten.

In diesem Jahr stehen zumindest hier im Saarland gleich zwei Wahlen an. Wem sollte ich denn guten Gewissens meine Stimme geben? Aus Überzeugung habe ich das letzte Mal mit achtzehn Jahren gewählt. Danach war ich nur noch bemüht, das geringste Übel zu wählen. Wahrscheinlich werde ich dieses Jahr meine Stimme in stummem Protest für mich behalten.

Mein Luftkissenfahrzeug ist voller Aale

27. Dezember 2008 - 19:03 Uhr

Aaaach so! Das könnte natürlich erklären, warum ich auf eine Supportmail (zu einer noch lebendigen Version ;-)) erst nach einer Woche Antwort erhielt. Die musste erst mal dekodiert werden.

Irgendwie …

25. Dezember 2008 - 14:35 Uhr

… leidet die Festtagsstimmung doch erheblich, wenn die eigene Nase mit Rudis Leuchtnase locker konkurrieren könnte, der Kopf sich wie ein Christstollen anfühlt, den man vergessen hat zu backen und man ganz ohne Kerzen eine heimelige Temperatur erzeugen kann, da das Fieberthermometer lustig um die 40 Grad Marke tanzt.

Trotzdem frohe Feiertage!

Diese kleinen, miesen Taschenspieler

9. Dezember 2008 - 18:54 Uhr

Normalerweise würde ich annehmen, dass jemand, der mir rechtswidrig etwas wegnimmt oder vorenthält mir dies sofort zurück geben muss. Spätestens wenn es gerichtlich so beschieden ist. Ich würde sogar behaupten, dass diese Person belangt werden sollte und – wenn die Tat länger zurückliegt – auch einen gewissen Schadensersatz zu zahlen hat.

Das sehen Politiker mal wieder ein wenig anders. Nachdem die Neuregelung der Pendlerpauschale als verfassungswidrig gekippt wurde, stellen sich Steinbrück, Merkel, Glos und Koch auch noch hin und bezeichnen das als gewollte Konjunkturbelebung.

Die Beibehaltung der alten Pendlerpauschale ist nach Ansicht von Bundeskanzlerin Angela Merkel „die richtige Antwort auf die jetzige Wirtschaftssituation“. „Ich halte es für absolut richtig, das wir das Geld angesichts der Wirtschaftslage jetzt den Menschen direkt zurückgeben“, sagte Frau Merkel nach den deutsch-polnischen Regierungskonsultationen in Warschau.

Dabei geht es um schlappe 7,5 Milliarden Euro. Das ist ganz schlicht und einfach rechtswidrig einbehaltenes Geld, auf das der Staat keinen Anspruch hatte. Für wie blöd halten die den normalen Durchschnittsbürger, dass sie davon ausgehen, mit so einer Nummer durchzukommen?

Santa 2008

8. Dezember 2008 - 16:05 Uhr

„Rudi, du hast mal wieder recht gehabt.“ Santa blickte von seinem Laptop auf und goss sich einen Whisky ein. „Das Geschäft lief doch besser als erwartet. Die Leute haben Geschenke gekauft, als gäbe es kein nächstes Weihnachten.“ „Vielleicht ist das ja auch so.“ Rudi grinste seinen Chef schief an. „Manchmal macht es mir Angst, wenn du so dreinschaust.“ Santa wusste genau, wie eiskalt kalkulierend Rudi war. Aber er war nun mal sein bester Stratege. Er hatte es weit gebracht. Während seine Kollegen immer noch den Schlitten zogen, schmiedete Rudi Kampagnen zur Umsatzsteigerung.

„Weißt du noch, damals, als wir mit dem Laden anfingen? Hätte nicht gedacht, dass wir es soweit bringen.“ Santa schaute versonnen in das Kaminfeuer. „Oh ja, dieses elende Äpfel und Nüsse schleppen. Schrecklich.“ „Immerhin hast du es ja dann geschafft, den Leuten beizubringen, dass es auf die Größe und den Preis der Geschenke ankommt. Erinnerst du dich noch an letztes Jahr, als dieses verzogene Gör seinem Vater die Holzlokomotive an den Kopf geworfen hat, weil es keine elektrische Marken-Eisenbahn bekommen hat?“ – „Klar doch, das war ganz großes Kino.“

Rudis Blick verfinsterte sich. „Chef, wir müssen über das nächste Jahr reden. Das wird trübe aussehen. Das mit den riesigen Geschenken können wir uns da abschminken. Aus einem trockenen Schwamm kann man kein Wasser pressen.“ „Und du hast natürlich wie immer einen Plan – stimmt’s?“ „Erst mal setzen wir die halbe Belegschaft an die Luft. Seit wir in den Online-Versand eingestiegen sind, füttern wir die ja ohnehin nur noch aus Nostalgiegründen durch. Wer braucht heute noch Elfen und dieses Rentierpack? – Es sei denn sie haben rote Nasen.“ Rudi grinste kalt. „Und wir beide? Was machen wir?“ „Das, was ich schon immer mal machen wollte: Weihnachtsferien. Wir lassen es uns irgendwo in der Karibik mal so richtig gut gehen.“

„Na ja, das hat schon was für sich; aber was sollen dann die ganzen Leute machen?“ Santa strich sich nachdenklich durch den Bart. „Das ist mir doch egal. Irgendwas mit ‚Frieden auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen‘ oder so.“

Der Zeit voraus

8. Dezember 2008 - 14:53 Uhr

Da sag mal noch jemand, die Bundesregierung sei nicht zukunftsorientiert. Immerhin gibt es bei REGIERUNGonline schon die Nachrichten des nächsten Jahres.

Na ja, man könnte es auch als redaktionellen Lapsus bezeichnen ;-).