Archiviert in der Kategorie "Menschen"

Ein Platz für Tiere

4. August 2007 - 12:27 Uhr

grzimek.jpgEs gibt Fernsehserien, an die man sich seit der Kindheit gerne erinnert. Zum Beispiel Bernhard Grzimeks “Ein Platz für Tiere”. Vielleicht hat der Eine oder die Andere auch noch Sätze wie “Diese kleinen possierlichen Tierchen” oder die Begrüßung “Guten Abend, meine lieben Freunde” und Herrn Grzimeks einzigartige Stimme im Ohr.

Derzeit werden 25 Folgen dieser wunderbaren Serie auf EinsFestival jeweils Samstags (heute um 17:20) wiederholt.

Damit diejenigen, die entweder keinen Digitalanschluss besitzen oder die Sendungen verpasst haben, nicht darauf verzichten müssen, stehen alle Folgen nach der Ausstrahlung als VideoPodcast zur Verfügung.

Marke: Van Gogh

3. August 2007 - 17:21 Uhr

In der Nationalgalerie Melbourne hing über 60 Jahre ein Bild, das man für ein Originalwerk des Malers Van Gogh hielt. Sein Wert wurde auf etwa 11 Millionen Euro geschätzt. Nun stellte es sich heraus, dass das Werk fälschlicherweise zugeordnet wurde und von einem unbekannten Künstler stammt. Damit ist das Bild nahezu “wertlos”. Es ist keine Fälschung, sondern ein Original, nur nicht von Vincent.

Verstehe ich nicht ganz – an dem Bild hat sich doch kein Pinselstrich geändert. Wird in der Kunstwelt überhaupt nicht auf Qualität sondern nur auf den Namen geschaut? Ist zwar hässlich, aber Van Gogh – 11 Millionen.

Wäre ja auch möglich, den unbekannten Künstler höher zu schätzen und mal zu schauen, ob der vielleicht auch ein paar andere hübsche Bilder gemalt hat.

Na ja, muss ich auch nicht verstehen, hab ohnehin nicht das nötige Kleingeld für Vincent ;-).

Fußball kann auch fair sein

3. August 2007 - 15:57 Uhr

Der Ball ist rund und das Runde muss ins Eckige. Doch woher kommt das “Runde”? Zu 70% werden die Bälle in Pakistan zusammengenäht. Dabei ist es um die Arbeitsbedingungen vor Ort nicht sonderlich gut bestellt. Die Bezahlung erfolgt meist nach Stückzahl und Qualität, was bei einem Aufwand pro Ball von etwa zwei Stunden kaum ausreicht, um eine Familie zu ernähren. Auch die übrigen Arbeitsschritte sind über Asien verteilt, selten unter wirklich guten Bedingungen.

Ein etwas älterer Artikel beschreibt eindrucksvoll, welche Reise der letztjährige WM Ball “Teamgeist” hinter sich hat, bevor er endlich getreten werden darf. Auch wenn der Druck auf die Hersteller wächst, bessere Arbeitsbedingungen zu schaffen, führt der Preisdruck doch immer noch zu schlechten Arbeitsbedingungen.

Mittlerweile gibt es auch Bälle, die mit dem Fairtrade-Siegel ausgestattet sind, die mit ihrem Erlös neben verbesserten Arbeitsbedingungen auch Zugang zum Gesundheitswesen und Bildungseinrichtungen stützt.

Mal anders betrachtet

30. Juli 2007 - 11:10 Uhr

Ein kleiner Blick nach China. Ein schönes Land aber nicht unbedingt ein Land, das für Demokratie und Meinungsfreiheit steht. Das Internet wird streng überwacht, “unpassende” Seiten mittels Schlüsselwortanalyse gefiltert und geblockt. Da ist es doch gut zu wissen, dass sich gerade im Web 2.0 Menschen Gedanken machen, wie sie trotzdem ihre Informationen zum geneigten Leser bringen können. Zum Beispiel in dem der Text als Grafik eingebunden wird. Hierzu gibt es sogar ein WordPress-Plugin. Oder der kleine Umweg über Katzen-Content. Moralisch scheint das Ganze allenthalben erstrebenswert.

Aber es zeigt auch deutlich, wie Herr Schäuble mit seiner Überwachungsmanie ins Leere greifen wird. Oder hält er “Gefährder” für so naiv, offen Daten auszutauschen? Das Ganze ist eine weltfremde Illusion, die im Effekt kein Gramm mehr Sicherheit bringt sondern nur verunsichert.

Genau so gut könnte man auch Tankstellen verbieten. Dort gibt es alles aus einer Hand, was das Chaotenherz höher schlagen lässt: Benzin, Öl, Lappen, Flaschen und Feuerzeuge. Trotzdem fahren wohl 99.99999 % der Bürger dort nur zum Tanken hin oder für die kleinen Dinge des Lebens, die man außerhalb der Ladenöffnungszeiten kaufen möchte.

Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, TransFair!

15. Juli 2007 - 22:14 Uhr

leh_logo_150×200.jpgVor 15 Jahren startete die Initiative, fair gehandelte Waren mit einem Siegel auszustatten. Und dies mit einer durchaus positiven Bilanz. Ehemals nur “Eingeweihten” bekannt, hat sich das Symbol selbst zu einer Marke entwickelt, an der auch die Massenverkäufer nicht mehr vorbeischauen können. Zum Geburtstag gibt es auch ein Gewinnspiel mit attraktiven Preisen. Wenn Sie schon einmal dort sind – eine kleinere Erforschung der Seiten ist durchaus lohnenswert :-).

Wort des Tages: “Bruttoinlandsglück”

6. Juli 2007 - 12:38 Uhr

In einem klugen Interview mit Jared Diamond über Klimawandel, Umweltschutz und was wir von Stammesgesellschaften lernen können, hat mich der Satz

Zu meinen Lieblingsländern gehört das materiell nicht gerade reiche Bhutan. Die Regierung will nicht primär das Bruttoinlandsprodukt erhöhen, sondern das, was sie Bruttoinlandsglück nennt.

angesprungen. Glück als Staatsziel, gute Idee. Ist dann Jammern verfassungswidrig?

Second to None

6. Juli 2007 - 10:20 Uhr

Unseren Freunden auf den britischen Inseln werden gerne (unter anderen) zwei liebenswerte Eigenschaften zugesprochen, zumindest denjenigen, die wir als “very British” betrachten. Auf der einen Seite die Passion zum sportlich fairen Wettkampf und zum anderen eine gewisse vornehme Bescheidenheit. Auch wer einen Wettkampf gewinnt, bezeichnet sich nicht überschwänglich als Sieger, sondern betrachtet sich augenzwinkernd bescheiden gerne als “Second to None”.

Etwas zu wörtlich genommen haben dies wohl die Juroren eines Backwettbewerbs, die tatsächlich bei nur einer Teilnehmerin einen zweiten Platz vergeben haben. Immerhin, die Lady hat sich damit gesteigert, denn vor elf Jahren schaffte sie schon einmal ein “Third to None”.