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	<title>Saarbrigger Gedankewies &#187; Menschen</title>
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		<title>Sie sind einfach zum knuddeln!</title>
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		<pubDate>Mon, 14 Sep 2009 19:51:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Quintus</dc:creator>
				<category><![CDATA[IMHO]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen]]></category>

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		<description><![CDATA[Tja, was soll ich sagen? Selten habe ich so gut geschlafen wie letzte Nacht. Und dieses heimelige Gefühl tiefster Geborgenheit, dass unsere liebe Bundesregierung sich schon so lange um uns sorgt und es auf jeden Fall noch viel, viel besser wird, begleitete mich durch den Tag. Egal ob nun &#8220;Tigerente&#8221;-Koalition (vielen Dank auch Frau Illner, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Tja, was soll ich sagen? Selten habe ich so gut geschlafen wie letzte Nacht. Und dieses heimelige Gefühl tiefster Geborgenheit, dass unsere liebe Bundesregierung sich schon so lange um uns sorgt und es auf jeden Fall noch viel, viel besser wird, begleitete mich durch den Tag. Egal ob nun &#8220;Tigerente&#8221;-Koalition (vielen Dank auch Frau Illner, ich habe es immer schon geahnt, dass an Ihnen eine Grundschulpädagogin verloren gegangen ist)  oder &#8211; ähm &#8211; wie auch immer die SPD eine Mehrheit konstruieren will.</p>
<p>Politik in Pastelltönen, davon können sich andere Länder eine Scheibe abschneiden. Das mit den Moderatoren üben wir aber noch ein wenig. Darf man denn dazwischen plappern, wenn die Großen reden? Ich hoffe, die Vier mussten zur Strafe ohne Betthupferl ins Bett.</p>
<p>Ich halte jede Kritik für unangemessen. Ist doch soooo schön hier. Darauf ein kleines Liedchen.</p>
<p><object width="480" height="385"><param name="movie" value="http://www.youtube-nocookie.com/v/VNYoHeSYQFM&#038;hl=de&#038;fs=1&#038;rel=0&amp;color1=0xA9DDC1&amp;color2=0x2E6247"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube-nocookie.com/v/VNYoHeSYQFM&#038;hl=de&#038;fs=1&#038;rel=0&amp;color1=0xA9DDC1&amp;color2=0x2E6247" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="480" height="385"></embed></object></p>
<p>[Warnhinweis: Dieser Blogeintrag enthält Ironie in hohen Dosen und könnte bei Unterstellung von Ernsthaftigkeit Brechreiz auslösen]</p>
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		<title>Wahlnachlese</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Sep 2009 14:44:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Quintus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Menschen]]></category>

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		<description><![CDATA[Jetzt haben wir ja eine Arbeitswoche zwischen uns und die Landtagswahlen gebracht und da wird es langsam Zeit, eine eigene kleine Rückschau zu halten. Um es kurz vorweg zu nehmen: Es gab für mich weder vorher eine Wunschregierung noch betrachte ich die nun zusammen gezimmerten Notnägel mit besonderer Freude. Kommen wir zunächst zu den drei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Jetzt haben wir ja eine Arbeitswoche zwischen uns und die Landtagswahlen gebracht und da wird es langsam Zeit, eine eigene kleine Rückschau zu halten. Um es kurz vorweg zu nehmen: Es gab für mich weder vorher eine Wunschregierung noch betrachte ich die nun zusammen gezimmerten Notnägel mit besonderer Freude.</p>
<p>Kommen wir zunächst zu den drei Hauptakteuren: Peter Müller, Heiko Maas und Oskar Lafontaine. Klarer persönlicher Punktsieger ist hier Heiko Maas. Das ist zwar noch kein hinreichender Grund nun der SPD beizutreten, aber immerhin hat er es geschafft, sich durch gute Haltungsnoten von den beiden alten Streithähnen wohltuend abzuheben. Obwohl &#8211; war das wirklich eine Herausforderung? Das Phänomen Oskar Lafontaine: Den Trick muss mir noch jemand verraten, wie man einen &#8220;Oskar wählen&#8221; Wahlkampf erfolgreich bestreiten kann, bei dem von Anfang an klar ist, dass dieser Oskar in Berlin bleibt. Politik kann so schön surrealistisch sein. Und Müller? Ganz großes Kino. Von der absoluten Mehrheit an Schwarz/Gelb vorbeigefallen hängt der Arme nun verzweifelt am Zipfel einer Jamaika-Flagge. Peterchens Talfahrt &#8211; eine bemitleidenswerte Vorstellung. Okay, das Mitleid streichen wir mal schnell wieder weg, das ist alles hart erarbeiteter Stimmenverlust.</p>
<p>Wahlabende haben so eine ganz eigene Faszination. Man kann sich eigentlich nur die Augen wund reiben, bei den ganzen Gewinnern. Allen vorweg &#8220;mit 13 Prozent Minus ist noch lange nicht Schluss&#8221; Peter Müller. Das wirklich einzig faszinierende an diesem Menschen ist seine unmenschlich überbordende Selbstherrlichkeit. Bei der Stelle mit dem &#8220;klaren Regierungsauftrag&#8221; habe ich mir eine Zwerchfellzerrung zugezogen. An das nahezu beseelte &#8220;wir sind die Königsmacher&#8221; der Grünen werden sie noch einige Zeit zurückdenken müssen.</p>
<p>Was haben wir jetzt für einen Salat: Große (hüstel) Koalition aus purem Pragmatismus. Vielleicht sogar mit einem Rücktritt von Peter Müller, so als letzte große Tat um seiner Partei und der SPD den vollständigen Gesichtsverlust zu ersparen. Was sonst? Es wird doch wohl niemand Rot-Rot-Grün oder &#8220;Jamaika&#8221; mit diesen geringen Mehrheiten als dauerhafte Alternativen in Betracht ziehen. Das Verfallsdatum liegt doch weit vor dem nächsten Wahltermin. Da muss man doch kein Prophet sein, sondern nur mal kurz die ideologische Brille abnehmen. Nur drei Punkte:</p>
<ol>
<li>Es gibt keine inhaltliche Klammer, die stark genug ist, um die Gegensätze in anderen Sachfragen zu überbrücken.</li>
<li>Zwei Stimmen zur Mehrheit ist viel zu wenig. Aufmüpfigkeiten sind vorprogrammiert.</li>
<li>Weder Müller noch Maas haben Erfahrung einen solchen Kindergarten beisammen zu halten.</li>
</ol>
<p>Egal welche Richtung, das hat kein gutes Ende. Vor allem die Grünen sollten sich gut überlegen, ob sie sich das antun wollen. Welche Seite sie auch wählen, einen Teil ihrer Wähler werden sie enttäuschen. Und bei 6 Prozent ist Wählererschrecken politischer Selbstmord.</p>
<p>Wie auch immer am Ende die Konstellation sein wird: We voted, now we have to eat it.</p>
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		<title>Wo gehen all die Milliarden hin?</title>
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		<pubDate>Tue, 01 Sep 2009 09:40:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Quintus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Problem bei großen Zahlen ist, dass sie unser Vorstellungsvermögen auf eine harte Probe stellen oder gar vollständig überfordern. Gefühlt schwirren seit dem Sichtbarwerden (Ich schreibe bewusst nicht &#8220;Beginn&#8221; oder &#8220;Ausbruch&#8221;, da dies wesentlich früher datiert.) der Finanzkrise mehr und höhere Zahlen durch den Raum als je zuvor. Um wenigstens ein Gefühl für diese Summen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Problem bei großen Zahlen ist, dass sie unser Vorstellungsvermögen auf eine harte Probe stellen oder gar vollständig überfordern. Gefühlt schwirren seit dem Sichtbarwerden (Ich schreibe bewusst nicht &#8220;Beginn&#8221; oder &#8220;Ausbruch&#8221;, da dies wesentlich früher datiert.) der Finanzkrise mehr und höhere Zahlen durch den Raum als je zuvor. Um wenigstens ein Gefühl für diese Summen zu bekommen, ist es hilfreich diese in Relation zueinander zu betrachten. David McCandless hat sich diese Mühe gemacht und in seinem Blog &#8220;<a href="http://www.informationisbeautiful.net/">Information Is Beautiful</a>&#8221; eine <a href="http://www.informationisbeautiful.net/2009/the-billion-dollar-gram/">aufregend schöne Grafik erstellt</a>.</p>
<p><a href="http://www.informationisbeautiful.net/visualizations/the-billion-dollar-gram/"><img src="http://www.saarbrigge.de/wp-content/uploads/2009/09/billion_dollar_550n.gif" alt="billion_dollar_550n" title="billion_dollar_550n" width="550" height="304" class="alignnone size-full wp-image-1037" /></a></p>
<p>Aufregend ist hier durchaus wörtlich gemeint, da die hübschen Pastelltöne nicht über einige eklatante Missstände hinwegtäuschen können. Einfach anschauen und wirken lassen &#8230;</p>
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		<title>Recherchekünstler</title>
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		<pubDate>Thu, 25 Jun 2009 12:19:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Quintus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Seltsames]]></category>

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		<description><![CDATA[Es liest sich ja ganz gut, wenn von vielen Seiten behauptet wird, dass die Regierung eine Studie mit dem Titel &#8220;Demografischer Wandel &#8211; Ein Politikvorschlag unter besonderer Berücksichtigung der Neuen Länder&#8221; verschwinden lässt, deren Ergebnis ihr nicht in den Kram passt. Man könnte aber auch den Titel der Studie in Google eingeben und feststellen, dass [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es liest sich ja ganz gut, wenn <a href="http://www.faz.net/s/Rub0E9EEF84AC1E4A389A8DC6C23161FE44/Doc~EF79197E621854F079CF9E23106C4529E~ATpl~Ecommon~Scontent.html">von</a> <a href="http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/24/0,3672,7597880,00.html">vielen</a> <a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,632340,00.html">Seiten</a> <a href="http://www.focus.de/politik/deutschland/ostdeutschland-tiefensee-wollte-kritische-studie-verstecken_aid_411041.html">behauptet</a> wird, dass die Regierung eine Studie mit dem Titel &#8220;Demografischer Wandel &#8211; Ein Politikvorschlag unter besonderer Berücksichtigung der Neuen Länder&#8221; verschwinden lässt, deren Ergebnis ihr nicht in den Kram passt.</p>
<p>Man könnte aber auch den Titel der Studie in Google eingeben und feststellen, dass die Studie mit einer Stellungnahme beim Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung <a href="http://www.bmvbs.de/-,302.1082376/Stellungnahme-BMVBS-zum-Gutach.htm">verfügbar ist</a>. Übrigens nicht erst seit heute, sondern sie war schon da, bevor die ersten Meldungen hochpoppten.</p>
<p>Mittlerweile weißt auch das beauftragte Berlin-Institut auf der <a href="http://www.berlin-institut.org/">eigenen Seite darauf hin</a>. </p>
<p>Ab und zu sollte man auch mal die Fakten suchen und anerkennen, auch wenn sie journalistisch nicht so ganz in den Kram passen.</p>
<p><strong>Update:</strong> heute.de relativiert die Meldung (Änderung natürlich nicht erkennbar):</p>
<blockquote><p>Mit etwas Mühe findet man das Gutachten nun doch noch Internet, und zwar auf den Seiten des Ministeriums. Wer den Link öffnen will, muss aber vorher an ein paar Zeilen des Ministeriums vorbei: Das Gutachten sei nicht gedacht &#8220;als ein vom Ministerium akzeptierter Leitfaden für politische Handlungen&#8221;, sondern als &#8220;Ausgangspunkt für eine Debatte&#8221; über die Gestaltung des demografischen Wandels. Ungeschickter kann man eine Debatte wohl nicht eröffnen.</p></blockquote>
<p>Mal abgesehen davon, dass im Eifer des Gefechts ein &#8220;im&#8221; bei &#8220;doch noch Internet&#8221; abhanden gekommen ist, frage ich mich, wie die &#8220;Mit etwas Mühe&#8221; definieren.</p>
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		<title>Variation über eine Rede von Angela Merkel</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Jun 2009 12:23:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Quintus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen]]></category>

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		<description><![CDATA[Frau Merkel gibt sich ja gerne als Kuschelkanzlerin und sammelt so gerne Beliebtheitspunkte. Auf Wahlveranstaltungen zeigt sie bisweilen auch mal ihr wahres Gesicht, wie 2006 geschehen. Den Ausführungen von Frau Merkel möchte ich diese Variation entgegenstellen: Man darf nicht sagen &#8216;ach, das ist doch nicht so schlimm&#8217;. Hier mal ein bisschen Vorratsdatenspeicherung, und dort den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Frau Merkel gibt sich ja gerne als Kuschelkanzlerin und sammelt so gerne Beliebtheitspunkte. Auf Wahlveranstaltungen zeigt sie bisweilen auch mal ihr wahres Gesicht, wie 2006 geschehen.</p>
<p><object width="560" height="340"><param name="movie" value="http://www.youtube-nocookie.com/v/wcVRlzP6SQA&#038;hl=de&#038;fs=1&#038;rel=0&amp;color1=0xA9DDC1&amp;color2=0x2E6247"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube-nocookie.com/v/wcVRlzP6SQA&#038;hl=de&#038;fs=1&#038;rel=0&amp;color1=0xA9DDC1&amp;color2=0x2E6247" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="560" height="340"></embed></object></p>
<p>Den Ausführungen von Frau Merkel möchte ich diese Variation entgegenstellen:</p>
<p>Man darf nicht sagen &#8216;ach, das ist doch nicht so schlimm&#8217;. Hier mal ein bisschen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Vorratsdatenspeicherung">Vorratsdatenspeicherung</a>, und dort den <a href="http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/aktuell/1608853_Bundeswehr-darf-im-Inland-eingreifen.html">Einsatz der Bundeswehr im Inneren erlauben</a>, hier mal <a href="http://www.heise.de/newsticker/Bundestag-verabschiedet-Gesetz-fuer-Web-Sperren--/meldung/140746">ein paar Websperren</a> und dort mal das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gesetz_zur_Beschr%C3%A4nkung_des_Brief-,_Post-_und_Fernmeldegeheimnisses#Eingriffsm.C3.B6glichkeiten_der_Nachrichtendienste">Fernmelde- und Postgeheimis</a> gelockert. Immer so unter dem Motto &#8216;ist alles nicht so schlimm&#8217;. Das sind alles Einschränkungen der Bürgerrechte. Und wer einmal Einschränkungen der Bürgerrechte zulässt, der kann anschließend nicht mehr begründen, warum es irgendwann schlimm wird und irgendwann nicht so schlimm ist. Deshalb Nulltoleranz bei der Einschränkung von Bürgerrechten, meine Damen und Herren!</p>
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		<title>Story of Stuff</title>
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		<pubDate>Sat, 13 Jun 2009 17:46:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Quintus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Natur]]></category>

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		<description><![CDATA[Zugegeben, in 21 Minuten kann man nicht die Welt erklären. Aber vielleicht hilft das Filmchen ein wenig darüber nachzudenken, ob es wirklich so ungeheuer sinnvoll ist, den Konsum auf Biegen und Brechen anzukurbeln, um aus der Krise heraus zu kommen. Das könnte ein ziemlicher Schuss in den Ofen werden.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zugegeben, in 21 Minuten kann man nicht die Welt erklären. Aber vielleicht hilft das Filmchen ein wenig darüber nachzudenken, ob es wirklich so ungeheuer sinnvoll ist, den Konsum auf Biegen und Brechen anzukurbeln, um aus der Krise heraus zu kommen. Das könnte ein ziemlicher Schuss in den Ofen werden.</p>
<p><object width="480" height="385"><param name="movie" value="http://www.youtube-nocookie.com/v/gLBE5QAYXp8&#038;hl=de&#038;fs=1&#038;rel=0&amp;color1=0xA9DDC1&amp;color2=0x2E6247"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube-nocookie.com/v/gLBE5QAYXp8&#038;hl=de&#038;fs=1&#038;rel=0&amp;color1=0xA9DDC1&amp;color2=0x2E6247" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="480" height="385"></embed></object></p>
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		<title>Home</title>
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		<pubDate>Thu, 04 Jun 2009 20:21:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Quintus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Natur]]></category>

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		<description><![CDATA[Mensch, wie konnte mir das entgehen? Heute Nacht um 00:00 Uhr startet der Film &#8220;Home&#8221; von Yann Arthus-Bertrand. Dabei hat es mir schon das Projekt &#8220;6 Billion Others&#8221; angetan. Der Film startet in 50 Ländern gleichzeitig und ist auch auf Youtube zu sehen. Zitat: Hymne auf die Erde HOME ist eine Ode auf unseren Planeten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mensch, wie konnte mir das entgehen? Heute Nacht um 00:00 Uhr startet der Film &#8220;<a href="http://www.youtube.com/homeprojectDE">Home</a>&#8221; von Yann Arthus-Bertrand. Dabei hat es mir schon das Projekt <a href="http://www.saarbrigge.de/2007/06/09/112/">&#8220;6 Billion Others&#8221;</a> angetan.</p>
<p>Der Film startet in 50 Ländern gleichzeitig und ist auch auf Youtube zu sehen.</p>
<p><a href="http://www.youtube.com/homeprojectDE"><img src="http://www.saarbrigge.de/wp-content/uploads/2009/06/home.jpg" alt="home" title="home" width="580" height="233" class="alignnone size-full wp-image-983" /></a></p>
<p>Zitat:</p>
<blockquote><p>
Hymne auf die Erde</p>
<p>HOME ist eine Ode auf unseren Planeten und ein zerbrechliches Gleichgewicht. Mit Bildern aus der Vogelperspektive nimmt uns Yann Arthus-Bertrand auf seine Reise rund um die Welt in über 50 Länder mit zu einem bisher unveröffentlichten Blick auf unsere Erde, damit wir sie von oben betrachten und verstehen können. Doch HOME ist kein engagierter Dokumentarfilm, sondern ein wunderbares Werk der Filmkunst. Jede Einstellung ist atemberaubend und zeigt uns die Erde – unsere Erde, wie wir sie noch nie gesehen haben. Jedes Bild führt uns das vor Augen, was wir gerade zerstören, und alle die Wunderwerke, die wir noch erhalten können. „Wenn man es von oben betrachtet, erklärt sich vieles von selbst“. Der Eindruck, den man gewinnt, ist direkter, intuitiver und emotionaler. HOME packt jeden von uns direkt bei seinen Gefühlen. Der Film macht uns bewusst, dass wir unseren Blick auf diese Welt ändern müssen. HOME behandelt die großen ökologischen Fragen, denen wir uns stellen müssen, und zeigt uns, wie alles auf unserem Planeten zusammenspielt.</p>
<p>Story:</p>
<p>In den 200.000 Jahren seiner Existenz hat der Mensch ein Gleichgewicht gestört, das sich in 4 Milliarden Jahren entwickelt hat. Der Preis dafür ist hoch, doch es ist zu spät, um sich Pessimismus leisten zu können. Es bleiben der Menschheit kaum noch 10 Jahre, um den Trend umzukehren: Wir müssen Schluss machen mit der maßlosen Ausbeutung der Reichtümer dieser Erde und müssen unsere Konsumgewohnheiten ändern.
    </p></blockquote>
<p><strong>Update 01:35 Uhr:</strong> Gerade zu Ende geschaut. Faszinierende, atemberaubende Bilder. Wer 93 Minuten seiner Zeit in einen wunderbaren, nachdenklich stimmenden Film investieren will, sollte sich dies anschauen. </p>
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		<title>Barack Obamas Rede in Kairo</title>
		<link>http://www.saarbrigge.de/2009/06/04/977/</link>
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		<pubDate>Thu, 04 Jun 2009 18:24:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Quintus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Menschen]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich habe mich ja lange zur Obamania bedeckt gehalten. Ich will jetzt doch in den Obama Fanclub.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe mich ja lange zur Obamania bedeckt gehalten. Ich will jetzt doch in den Obama Fanclub.</p>
<p><object width="425" height="344"><param name="movie" value="http://www.youtube-nocookie.com/v/6BlqLwCKkeY&#038;hl=de&#038;fs=1&#038;rel=0&amp;color1=0xA9DDC1&amp;color2=0x2E6247"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube-nocookie.com/v/6BlqLwCKkeY&#038;hl=de&#038;fs=1&#038;rel=0&amp;color1=0xA9DDC1&amp;color2=0x2E6247" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="344"></embed></object></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Blog-Karneval-Beitrag Malaria</title>
		<link>http://www.saarbrigge.de/2009/04/25/923/</link>
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		<pubDate>Fri, 24 Apr 2009 22:01:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Quintus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Natur]]></category>

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		<description><![CDATA[Herr Fischer hat zum Blogkarneval gerufen, um am Welt-Malaria-Tag (heute!) für Roll Back Malaria Aufmerksamkeit zu erzeugen. Dem möchte ich doch gerne folgen. Malaria scheint für wohl die meisten sehr weit weg, wenn nicht eine Reise in ein fernes Land ansteht, in dem diese Krankheit noch fröhliche Urstände feiert. Dabei ist es noch gar nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://fisch-blog.blog.de/2009/04/15/blogkarneval-malaria-5947473/">Herr Fischer hat zum Blogkarneval gerufen</a>, um am Welt-Malaria-Tag (heute!) für <a href="http://www.rbm.who.int/index.html">Roll Back Malaria</a> Aufmerksamkeit zu erzeugen. Dem möchte ich doch gerne folgen. </p>
<p>Malaria scheint für wohl die meisten sehr weit weg, wenn nicht eine Reise in ein fernes Land ansteht, in dem diese Krankheit noch fröhliche Urstände feiert. Dabei ist es noch gar nicht so lange her, dass auch hier in Europa diese Krankheit heimisch war. Auch hier in Deutschland, wo es 1783 <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Schiller">Friedrich Schiller</a> als vielleicht Prominentesten traf. Aber auch noch bis <a href="http://www.innovations-report.de/html/berichte/medizin_gesundheit/bericht-9954.html">1946 im Emsland, und Italien wurde erst 1970 als malariafrei eingestuft</a>. Ich möchte mich nicht so sehr mit dem Lebenszyklus der Plasmodien mit ihrem Generationswechsel aufhalten, da dies an anderer Stelle schon <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Malaria#Lebenszyklus">gut beschrieben ist</a>. Wer dem Link nicht folgen mag &#8211; ich frage das später ab ;-). Insgesamt ist das Thema so weit zu fassen, dass es bei Weitem nicht in einem einzelnen Blogpost abzuhandeln ist. Ich kann daher nur Facetten beleuchten. Die einfachste Lösung des Problems wäre eine Schutzimpfung, aber die gibt es bisher nicht. Also müssen bis auf Weiteres alternative Wege beschritten werden. </p>
<h2>Eindämmung</h2>
<p>Da der Hauptüberträger die Anopheles Mücke ist, bietet es sich an, hier den Hebel anzusetzen. Es wäre vergeblich sich zum Ziel zu setzen diese vollständig auszurotten, sondern es geht in erster Linie darum Anopheles plasmodienfrei zu bekommen. Nichtsdestotrotz wurde versucht, das Massenvorkommen einzudämmen; in Europa erfolgreich, in den tropischen Gebieten kam nach anfänglichen Erfolgen (so hatte man gute Hoffnung, <a href="http://www.bukopharma.de/uploads/file/Pharma-Brief/2004_02_spezial.pdf">in Indien und Sri Lanka</a> die Malaria fast besiegt zu haben, als die Zahl in Sri Lanka nur noch bei 20 Fällen lag und in Indien die Zahl von 75 Millionen in den 1950ern auf 50.000 1961 zurückging) die Malaria wieder zurück. Bereits 1971 lag die Zahl für Indien wieder bei 1,3 Millionen und Sri Lanka hatte eine Epedimie mit 500.000 Fällen Ende der 1960er zu verzeichnen. </p>
<h3>Tötet die Brut!</h3>
<p>Der Hauptansatzpunkt bei der Bekämpfung der Anopheles in Europa richtete sich gegen ihre Larven. Diese wachsen im Wasser auf. Auch wenn sich Anopheles in der Auswahl des &#8220;Gewässers&#8221; ausgesprochen genügsam zeigt &#8211; es genügt eine Pfütze oder Wasseransammlung in einer Astgabel, vorausgesetzt sie fällt über die Entwicklungszeit nicht trocken &#8211; so mag sie es jedoch ganz gerne rundum feucht um sich massenhaft zu vermehren. So hat die Trockenlegung ehemaliger Sumpfgebiete Anopheles einigen Lebensraum gekostet, und da wo die Trockenlegung nicht hinkommt wurden Öle versprüht, die der Anopheleslarve die Luft zum atmen nahm und damit die Population dezimierte. Ein weiterer Verbündeter im Kampf gegen die Larven &#8211; wenn auch erst in neuerer Zeit &#8211; ist der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bacillus_thuringiensis">Bacillus thuringiensis israelensis</a>, der durch seine Endotoxine die Larven mächtig dezimiert. </p>
<h3>Kollateralschaden in der Camargue</h3>
<p>Nun kann man nicht alle Sumpfgebiete trocken legen oder mit Öl besprühen, vor allem, wenn es sich um ein Naturschutzgebiet wie die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Camargue">Camargue</a> in Südfrankreich handelt. Dort und an anderen Orten wurde Anopheles mit einem an sich liebenswerten kleinen Fischlein namens Koboldkärpfling oder vornehm <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gambusia_affinis">Gambusia affinis</a> zu Leibe gerückt. Diese kleinen Burschen haben zwei große Hobbies: Mückenlarven fressen und sich vermehren. Wo das erste Hobby durchaus erwünscht ist, hat das zweite jedoch Auswirkung auf einen unbeteiligten Verwandten, nämlich <a href="http://www.fishbase.us/Summary/SpeciesSummary.php?id=4834">Aphanius fasciatus</a>. Diese heimische Art legt Eier, während Gambusia lebendgebärend ist und somit einen klaren Vorteil bei der Vermehrung hat. Uwe Römer untersuchte dort 1990 den besorgniserregenden Rückgang von Aphanius fasciatus <a href="#L185">[1]</a>. Nur zwei Jahre später konnten wir während einer Exkursion auch in einem von Römer als gambusenfrei beschriebenen Gewässer bei Cacharel massenhaft Gambusia finden, aber keine Spur mehr von Aphanius <a href="#L230">[2]</a>. Auch wenn dies den Gesamtbestand dieser Art <a href="http://www.iucnredlist.org/details/1847">nicht in Gefahr bringt</a>, liegt doch der Verdacht nahe, dass sie sich aus der Camargue verabschiedet hat, genau wie die Malaria. </p>
<h3>Dead on First Sting</h3>
<p>Auch den adulten Mücken wird nachgestellt. Nun ist es müssig, allen Mücken mit der Klatsche hinterher zu laufen. Wesentlich bei der Bekämpfung von Malaria ist es, den Übertragungsweg zu blockieren. Ein Stich an sich ist harmlos, so lange keine Plasmodien in der Mücke vorkommen <a href="#L502">[3]</a>. So macht man sich eine Angewohnheit von Anopheles zu Nutze, sich nach einer Blutmahlzeit zuerst einmal einer ausgiebigen Siesta hinzugeben. Dazu nimmt sie gerne an Wänden oder sonstigen Gegenständen Platz und verdaut erst einmal. Da liegt es nahe, diese <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Global_Eradication_of_Malaria_Program">Wände mit DDT zu besprühen</a> und somit den Kreislauf zu brechen. Jetzt mögen diese Mücken blöd sein, gemessen an menschlichen Maßstäben, aber auch sehr fertil. Das heißt, mit der Zeit züchtet man resistente Stämme und das Ganze wird in vielen Regionen unwirksam. </p>
<h2>Prophylaxe und Behandlung &#8211; kurz gefasst </h2>
<p>Wie Eingangs bereits erwähnt, können in einem einzigen Artikel nicht alle Dinge abgehandelt werden. Dieser Teil daher nur angerissen; schließlich bin ich auch kein Mediziner ;-). Am besten ist es wohl, man lässt sich erst gar nicht stechen. Dabei kann es hilfreich sein, die Haut bedeckt zu halten, mückenabschreckende Mittel zu verwenden und unter Insektizid-behandelten Moskitonetzen zu nächtigen. Wenn es schon nicht komplett vermeidbar ist, von Anopheles gestochen zu werden und sich damit die Erreger einzufangen, sollte man wenigstens verhindern, dass die Krankheit ausbricht. In vielen Gebieten wird eine Chemoprophylaxe empfohlen, die allerdings auf gebietsspezifische Resistenzen abgestimmt sein sollte. Trifft einen die Krankheit doch, war lange Zeit Chloroquin das Mittel erster Wahl. Nach anfänglich guten Erfolgen mit <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Chloroquin">Chloroquin</a> traten bereits in den 1960ern Resistenzen gegen dieses Mittel auf. Aus heutiger Sicht werden vor allem <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Artemisinin">Artemisinin</a>-haltige Präparate empfohlen. </p>
<h2>Armut, Politik und Malaria</h2>
<p>Es gibt schon zu denken, warum Malaria gerade in den ärmeren Gebieten wieder auf dem Vormarsch ist. Bei der Versorgung mit Medikamenten und prophylaktischen Maßnahmen wie die Insektizid-behandelte Moskitonetze stößt man schnell auf zwei einschränkende Faktoren: Das eine ist die Kostenfrage, denn das Ganze kostet ja auch Geld und genau das ist in diesen Ländern Mangelware. Auf der anderen Seite wiederum drückt eine hohe Zahl an Malaria Erkrankten ganz erheblich auf die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit. Spätestens da beißt sich die Katze in den Schwanz. Hinzu kommt, das gerade inden am stärksten betroffenen Gebieten human gefestigte politische Systeme auch Mangelware sind, die eine ausreichende und nachhaltige Versorgung gewährleisten könnten.</p>
<h2>Bodycount</h2>
<p>Ich persönlich finde die Zahlenfuchserei, wie viele Menschen einer Krankheit, einer Naturkatastrophe oder Krieg zum Opfer fallen schon ein wenig morbide. Unterm Strich sind es dann doch letztendlich &#8220;zu viele&#8221;. Und hier macht es Malaria dem Statistiker <a href="http://www.malariajournal.com/content/7/S1/S1">eben auch nicht leicht</a>. Da Malaria nicht per se tödlich ist, aber den Gesamtorganismus erheblich schwächt, ist es gerade dann schwierig, wenn Begleiterkrankungen hinzukommen, die ihrerseits eben auch nicht zwangsweise mit dem Tode enden. Was soll man dann auf den Zettel an der großen Zehe schreiben? <a href="http://www.rbm.who.int/keyfacts.html">Roll Back Malaria</a> beziffert die Sterbefälle pro Jahr auf 881.000. </p>
<h2>Return on Investment</h2>
<p>Zugegeben, diese Überschrift entbehrt nicht eines gewissen Sarkasmus. Aber wem die humanitäre Herausforderung nicht ausreicht und lieber in Kosten und Nutzen denkt, dem sollte dieses Thema auch von dieser Seite lohnenswert erscheinen. Alleine in Afrika schmälert Malaria das ökonomische Einkommen pro Jahr um 12 Milliarden US-Dollar. Dem stehen allerdings &#8211; <a href="http://www.rbm.who.int/malariaMessages.html">nach Zahlen von Roll Back Malaria</a> &#8211; lediglich Kosten von 4,2 Milliarden US-Dollar jährlich für eine effektive Malariabekämpfung weltweit gegenüber. </p>
<p>Vor einem Jahr hätte man vielleicht bei einer Summe von 4,2 Milliarden Dollar noch weiche Knie bekommen und sich gefragt wer denn das bezahlen soll, aber bei den Summen, die momentan durch alle Winde geschossen werden scheint mir das ein guter Deal zu sein. </p>
<p>[<a name="L185" id="L185">1</a>] Römer, U. (1991k): Zur Situation von Aphanius fasciatus in der Camargue. DATZ Aquarien Terrarien 44 (12): 802 &#8211; 804</p>
<p><a name="L230" id="L230">[2]</a> Bericht über die Meersbiologische Exkursion der Fachrichtung Zoologie der Universität des Saarlandes zur Côte d&#8217;Azur und in die Camargue 1992</p>
<p>[<a name="L502" id="L502">3</a>] Ich habs gesagt: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Malaria#Lebenszyklus">Ich frage ab</a>! ;-)</p>
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		<title>Der Tanz von Prinzessin Hiroshibelle</title>
		<link>http://www.saarbrigge.de/2009/04/23/916/</link>
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		<pubDate>Thu, 23 Apr 2009 12:01:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Quintus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Menschen]]></category>

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		<description><![CDATA[Vorgestern hatte ich das Glück und Vergnügen, den experimentellen Kurzfilm &#8220;Der Tanz von Prinzessin Hiroshibelle&#8221; von Volker Schütz zu sehen. Glück vor allem deshalb, weil in meinem Verständnis dem Begriff &#8220;Experimentalfilm&#8221; eine überbordende Kopflastigkeit anhaftet, die nur selten mit dem Begriff &#8220;Genuss&#8221; auch nur annähernd in Verbindung zu bringen ist. Ich möchte keinem Stein in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vorgestern hatte ich das Glück und Vergnügen, den experimentellen Kurzfilm &#8220;<a href="http://volkerschuetz.wiki.zoho.com/Der-Tanz-von-Prinzessin-Hiroshibelle.html">Der Tanz von Prinzessin Hiroshibelle</a>&#8221; von <a href="http://volkerschuetz.wiki.zoho.com/">Volker Schütz</a> zu sehen.</p>
<p>Glück vor allem deshalb, weil in meinem Verständnis dem Begriff &#8220;Experimentalfilm&#8221; eine überbordende Kopflastigkeit anhaftet, die nur selten mit dem Begriff &#8220;Genuss&#8221; auch nur annähernd in Verbindung zu bringen ist. Ich möchte keinem Stein in Echtzeit beim bemoosen zusehen. Ich mag diese scheinbar selbstlos auferlegte Askese nicht, die mit geringem Aufwand ein Machwerk hervorbringt, das selbst ernannte Connaisseure zum schwelgen bringt. Oft ist es nur eine kleine Idee mit kleinem Aufwand, die je unverständlicher um so mehr goutiert wird. Dem war zum Glück nicht so.</p>
<p>Vergnügen deshalb, weil sich der Film wohltuend von diesem Vorurteil abhebt. Auch hier ist eine gewisse Askese fest zu machen. Zum einen in der Wahl einer Lochkamera, um den Film zu belichten und zum anderen für den &#8220;Soundtrack&#8221; ein <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Theremin">Theremin</a> zu verwenden. Beides ist hervorragend geeignet um einen ausgesprochen stimmungsvollen und poetischen Eindruck zu vermitteln.</p>
<p>Eine Sprechstimme setzt lediglich den Rahmen für die Handlung, die in einer fernen , kriegerischen Zukunft spielt, in der die längst Verstorbenen als Geister die Zeit bis zur Ankunft Prinzessin Hiroshibelles mit Tanz zu den Klängen des Theremins füllen. Das Theremin ist, so lernt man, das einzige Instrument, das berührungsfrei und somit auch von Geistern zu spielen ist. Abseits dieses Rahmens liegt ein weiter Raum, die Geschichte in der eigenen Vorstellung entstehen zu lassen.</p>
<p>Man spürt, welche Arbeit in diesem Film steckt, der aus (hoffentlich erinnere ich mich richtig) 70000 Einzelbildern montiert wurde und viele Unwägbarkeiten durch die verwendeten Instrumente Lochkamera und Theremin, die sich einer vollständigen Kontrolle entziehen, in der Produktion mit sich brachte. Darum sei auch der einzige Kritikpunkt verziehen, dass die achteinhalb Minuten viel zu schnell vorbei gingen. Aber für den Herbst hat Volker Schütz eine Langversion versprochen, auf die ich mich jetzt schon freue.</p>
<p>Einen Eindruck des Films vermittelt der Beitrag im Kulturspiegel des SR-Fernsehens:</p>
<p><object width="560" height="340"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/rJMwYh6ZtVQ&#038;hl=de&#038;fs=1&amp;color1=0xA9DDC1&amp;color2=0x2E6247"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/rJMwYh6ZtVQ&#038;hl=de&#038;fs=1&amp;color1=0xA9DDC1&amp;color2=0x2E6247" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="560" height="340"></embed></object></p>
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		<title>Von Verhüterlis und Tünche</title>
		<link>http://www.saarbrigge.de/2009/03/18/848/</link>
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		<pubDate>Wed, 18 Mar 2009 15:06:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Quintus</dc:creator>
				<category><![CDATA[IMHO]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich mag mich nicht an der Diskussion über Sinn und Unsinn von Kondomen und der Haltung der katholischen Kirche zu diesem Thema beteiligen. Weniger aus dem Umstand, dass ich dazu keine Meinung hätte, aber mir scheint, als sei dazu schon lange fast alles gesagt. Die Diskussion ermüdet nur noch und wird wohl auf längere Sicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich mag mich nicht an der Diskussion über Sinn und Unsinn von Kondomen und der Haltung der katholischen Kirche zu diesem Thema beteiligen. Weniger aus dem Umstand, dass ich dazu keine Meinung hätte, aber mir scheint, als sei dazu schon lange fast alles gesagt. Die Diskussion ermüdet nur noch und wird wohl auf längere Sicht fruchtlos bleiben.</p>
<p>Immerhin auf tagesschau.de gibt es <a href="http://www.tagesschau.de/ausland/papstkamerun100.html">einen kleinen Hinweis</a>, dass der Papstbesuch in Kamerun auch einen anderen Aspekt hat, über den man in der deutschen Presse recht wenig berichtet. In Yaoundé wurde pünktlich zum Papstbesuch ein &#8220;Frühjahrsputz&#8221; durchgeführt, bei dem kleine Läden, Barracken und Häuser eingerissen und beseitigt wurden, die dem ästhetischen Empfinden abträglich waren. Da wird sich die Hoffnung des Händlers Francis kaum erfüllen:</p>
<blockquote><p>&#8220;Wenn der Papst sehen würde, in welchen Bedingungen wir leben, würde er viel verstehen&#8221;, sagt der Händler Francis. &#8220;Er wird viel mehr verstehen, als wenn er sich nur das Theater anschaut, dass die Politiker für ihn veranstalten werden.&#8221;</p></blockquote>
<p>Warum darüber nicht mehr berichtet wird, weiß ich nicht. Schließlich meldete <a href="http://www.reuters.com/article/latestCrisis/idUSL926854">Reuters dies schon ausführlich am 10. März</a>. Plötzlich einsetzende Copy-Paste-Hemmung?</p>
<p>Geht man über <a href="http://globalvoicesonline.org/2009/03/17/the-pope-in-cameroon-1-yaounde-clean-up-controversy/">Global Voices ein wenig mehr in die Tiefe</a>, ergibt sich ein wesentlich differenzierteres Bild.</p>
<p><a href="http://grietandthorsten.blogspot.com/2009/03/long-awaited-visit-of-pope.html">Griet, Thorsten, Jara and Lisa in Cameroon</a> entlarven die Aussage von Tonye Bakot, Erzbischof von Jaunde, dass diese Maßnahmen in keinem Zusammenhang mit dem Papstbesuch stehen, sehr schnell und geben einen Einblick, welche negativen Folgen für die Leute in der Stadt entstehen.</p>
<blockquote><p>As a consequence &#8211; or should I say precursor &#8211; of this visit, some dramatic measures have been taken.<br />
1 All small shops, houses, vendor&#8217;s stalls that don&#8217;t look nice enough are being destroyed with a large caterpillar. The truck comes by, looks at your stall/house/whatever and if the driver doesn&#8217;t like, he just destroys it with all its content. It all started about a week ago in the city centre. Suddenly the streets did not house streetvendors anymore, all the local shops at the post office disappeared etc. Now it&#8217;s been extended all the way to the airport.<br />
2 The road to the airport has brand new streetlights. But then ONLY the way from the airport to the town centre.<br />
3 Tuesday (for sure, other days to be confirmed) the road between airport and town centre will be blocked. Note: the pope arrives in the evening, but the road needs to be blocked from EARLY MORNING. Hence nobody can get to/from work, school etc.<br />
4 It has been announced on the radio that all shops and houses on the road to the airport etc need to keep all windows and doors closed on Tuesday &#8211; police will patrol to make sure orders are followed.<br />
5 As a result of all this, tension has risen in town centre among street vendors and shop owners and riots cannot be ruled out&#8230; Keep indoors I would say.<br />
6 As said before, the Pope will do a mass on Thursday in the Stadium. It&#8217;s open for the public but tickets are 1000 FCFA (almost 2 Euro) and people will have to walk kilometers to get there as the roads will be blocked, obviously.</p></blockquote>
<p>Eine sehr heftige Diskussion wird auch bei &#8220;<a href="http://ourmanincameroon.com/2009/03/12/pope-cameroon-clean-up/">Our Man in Cameroon</a> geführt&#8221;. Ein Spannungspunkt dabei ist, dass die Gebäude rein rechtlich betrachtet illegal errichtet wurden, auf der anderen Seite aber die einzige Lebensgrundlage für die betroffenen Menschen waren. Daran entzündet sich eine Diskussion, ob Hilfsorganisationen religöser oder weltlicher Prägung &#8220;besser&#8221; sind.</p>
<p>Mir scheint, dieses Vorgehen und die Situation vor Ort böten genügend Grundlagen für eine fruchtbare Diskussion, wenn man sie denn führen wollte.</p>
<p>In dem Diskurs bei Our Man in Cameroon wird auch auf eine Studie der OECD zum Stand der Entwicklungshilfe verwiesen. Die <a href="http://www.oecd.org/dataoecd/40/3/35389786.pdf">referenzierte Studie</a> ist von 2004 und liegt mittlerweile auf dem <a href="http://www.oecd.org/dataoecd/47/25/41724314.pdf">Stand 2007</a> vor. Im Überblick wird bereits die Brisanz durch die derzeitige Wirtschaftslage deutlich:</p>
<blockquote><p>Aid continued to increase in 2007, once exceptional debt relief is excluded from the figures. But the increase was only 2% on 2006. This is much too slow if donors are to meet their commitments to increase aid by 2010. In particular, most G8 countries will need to rapidly expand their aid if they are to meet the commitments they undertook at the Gleneagles summit in 2005.<br />
The current financial crisis will increase pressure on donor aid budgets. But to avoid further harming the countries that have already suffered most from soaring food and oil prices, the OECD is urging governments to take an Aid Pledge to stick by their existing aid commitments.</p></blockquote>
<p>Ein Chart daraus verdeutlicht dies recht gut:</p>
<p><img src="http://www.saarbrigge.de/wp-content/uploads/2009/03/oecd_chart.png" alt="" title="" width="580" height="360" class="alignnone size-full wp-image-849" /></p>
<p>Die Graphen zeigen den Verlauf der geleisteten Entwicklungshilfe bis 2007 zum einen in prozentualem Bezug zum Bruttonationaleinkommen (blau, linke Achse) wie auch in der Gesamthöhe (magenta, rechte Achse in Milliarden Dollar) und den Anteil für Afrika (grün, rechte Achse). Der zunächst optimistisch anmutende Knick nach oben in 2005 und 2006 ist der Entschuldung des Iraks und Nigerias zu verdanken. Darüber hinaus wird bis zum Jahr 2010 extrapoliert auf den Wert, zu dem sich die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Development_Assistance_Committee">DAC</a> Mitgliedsstaaten verpflichtet haben. Da muss sich noch einiges bewegen und das in einer ausgesprochen ungünstigen Zeit. </p>
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		<title>Zu den Vorzügen von Open Source unter der besonderen Berücksichtigung von Linux</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Mar 2009 11:33:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Quintus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen]]></category>

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		<description><![CDATA[Um Herrn Reich-Ranicki zu widersprechen, gibt es doch noch gute Sendungen im Fernsehen. Sogar bei den öffentlich-rechtlichen Sendern abseits von arte. Allerdings sind manche Sendungen auf Sendeplätzen versteckt, die kaum wahrgenommen werden. Zum Beispiel die Sendung &#8220;neues spezial: Die Reise des Pinguins&#8220;. Gut getarnt im Sonntagnachmittagprogramm und gestern spätnächtens im ZDF wiederholt, berichtet die Sendung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Um Herrn Reich-Ranicki zu widersprechen, gibt es doch noch gute Sendungen im Fernsehen. Sogar bei den öffentlich-rechtlichen Sendern abseits von arte. Allerdings sind manche Sendungen auf Sendeplätzen versteckt, die kaum wahrgenommen werden. Zum Beispiel die Sendung &#8220;<a href="http://www.3sat.de/neues.html">neues spezial: Die Reise des Pinguins</a>&#8220;.</p>
<p>Gut getarnt im Sonntagnachmittagprogramm und gestern spätnächtens im ZDF wiederholt, berichtet die Sendung über die Idee von Linux und anderer Open Source Software.</p>
<p><a href="http://www.zdf.de/ZDFmediathek/content/Linux_-_Die_Reise_des_Pinguins/7TR,RD20090315/713854">Glücklicherweise kann die Sendung in der ZDF-Mediathek via Internet angeschaut werden.</a></p>
<blockquote><p>&#8220;Kein Tag vergeht, an dem man im Internet keine neue Meldung von Behörden, Institutionen lesen kann, die sich für das Betriebs-System Linux entscheiden. Angesichts von leeren Kassen und Online-Überwachung, ist die Transparenz und Offenheit dieses Betriebs-Systems mehr als Willkommen. Wir versuchen mit dieser Dokumentation das Betriebs-System Linux vorzustellen, seine Macher, seine Nutzer und seine außergewöhnliche Community – den Linux-Pinguin Tux nicht zu vergessen&#8221;</p></blockquote>
<p>Neben dem rein pekuniären Aspekt äußert sich zum Beispiel  Simon Phipps, Chief Open Source Officer bei Sun Microsystems über den eigentlichen <strong>Wert</strong> freier Software.</p>
<blockquote><p>&#8220;Ich glaube wirklich nicht, das Menschen den wahren Wert von freier Software erkennen. Das Wort &#8216;frei&#8217; lässt besonders englischsprachige Menschen auf das Preisschild schauen. Der wahre Wert freier Software ist aber die Freiheit, jederzeit die Kontrolle darüber zu haben, was sie mit Software machen. Gerade, wo wir auf ein Europa der Überwachung zusteuern, mit Kameras an jeder Straßenecke und der Unterstellung, dass sie Krimineller sind, wenn sie Musik herunterladen, wo versucht wird, zu kontrollieren, was sie anschauen und wohin sie sich bewegen. Gerade hier müssen wir über das Preisschild hinausschauen auf den Wert der Freiheit, denn das bezieht sich auf Software wie auch auf alle anderen Bereiche unserer Kultur.&#8221;</p></blockquote>
<p>Die Bedeutung gerade für Länder der so genannten dritten Welt wird gegen Ende beleuchtet, wo die Mittel für lizenzpflichtige Software eben nicht vorhanden sind und Open Source Software diese Länder in die Lage versetzt, an der digitalen Welt Teil zu haben.</p>
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		<title>Same Procedure as Last Amoklauf</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Mar 2009 13:43:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Quintus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Menschen]]></category>

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		<description><![CDATA[Es mag bitter klingen, aber nun hat der &#8220;Amokläufer von Winnenden&#8221; sein Ziel erreicht. Alle Zeitungen überschlagen sich über seine Tat zu berichten und einen Wikipediaeintrag hat er auch. Er hat die ungeteilte Aufmerksamkeit, wenn auch nur in handelsüblichem Betroffenheitsjournalismus. Die üblichen Verdächtigen sind auch schon gestellt: Internet, Killerspiele, zu laxe Waffengesetze. Das reicht für [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es mag bitter klingen, aber nun hat der &#8220;Amokläufer von Winnenden&#8221; sein Ziel erreicht. Alle Zeitungen überschlagen sich über seine Tat zu berichten und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Amoklauf_von_Winnenden">einen Wikipediaeintrag</a> hat er auch. Er hat die ungeteilte Aufmerksamkeit, wenn auch nur in handelsüblichem Betroffenheitsjournalismus.</p>
<p>Die üblichen Verdächtigen sind auch schon gestellt: Internet, Killerspiele, zu laxe Waffengesetze. Das reicht für wochenlange Diskussionen, aber es bleiben doch Fragen offen.</p>
<p>Vielleicht darf man die Frage nach der Mitschuld des Schulwesens einfach nicht stellen. Tatsächlich hat sich doch synchron zu der Entwicklung des Internets und der Perfektionierung so genannter Killerspiele auch in den Schulen einiges getan.</p>
<p>Die politisch vorgegebene Zielsetzung richtet sich doch mittlerweile an drei Eckpfeilern aus:</p>
<p>1) Ein möglichst gutes Ranking in der PISA-Studie</p>
<p>2) Wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit der Schulabgänger</p>
<p>3) Kosteneinsparung auch auf Kosten viel zu großer Klassen</p>
<p>Ob dies auch im Interesse der Schüler und Schulen ist, bleibt weitgehend unberücksichtigt. In der Motivliste dieses und vorangegangener Ereignisse liest man immer wieder über Ausgrenzung, gemindertes Selbstwertgefühl, verbaute Berufsaussichten. Meines Erachtens sollte man eher da hin schauen und die Ursachen suchen.</p>
<p>Wenn ein durch Killerspiele angeheizter Gewalttrieb verantwortlich wäre, der sich in die Realität Bahn bricht, kämen auch andere Orte mit großer Publikumsdichte in Frage. Warum immer wieder Schulen?</p>
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		<title>Aschermittwochszug</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Feb 2009 17:36:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Quintus</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich habe es ja nicht so mit Fasching. Darum bleibe ich Faschingsumzügen auch so gerne fern. Heute gab es hier in Schafbrücke einen Zug durch die Gemeinde, dem ich mich gerne angeschlossen habe. Warum? Darum!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe es ja nicht so mit Fasching. Darum bleibe ich Faschingsumzügen auch so gerne fern. Heute gab es hier in Schafbrücke einen Zug durch die Gemeinde, dem ich mich gerne angeschlossen habe. Warum? <strong><a href="http://www.sr-online.de/nachrichten/1668/882014.html">Darum</a></strong>!</p>
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		<title>Was soll man denn sagen?</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Feb 2009 12:59:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Quintus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Natur]]></category>
		<category><![CDATA[Privat]]></category>

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		<description><![CDATA[Ja, hier ist es &#8211; sogar für meine Verhältnisse &#8211; etwas zu still geworden. Ich würde gerne ein wenig Optimismus versprühen, aber unter den derzeitigen Umständen gestaltet sich das ein wenig schwierig. Es sagt sich so leicht hin, dass in jeder Krise auch eine Chance steckt. Frau Merkel hat ja einen guten Teil dazu beigetragen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ja, hier ist es &#8211; sogar für meine Verhältnisse &#8211; etwas zu still geworden.</p>
<p>Ich würde gerne ein wenig Optimismus versprühen, aber unter den derzeitigen Umständen gestaltet sich das ein wenig schwierig. Es sagt sich so leicht hin, dass in jeder Krise auch eine Chance steckt. Frau Merkel hat ja einen guten Teil dazu beigetragen, das Wort &#8220;Chance&#8221; so trefflich abzunutzen wie so viele, die sinnentleert und -entstellt zurückbleiben, wenn sie von Politikern oder Managern missbraucht werden. Nur noch Munition in Wortkriegen, die leere Hülsen und getroffene Menschen zurücklassen.</p>
<p>Es fällt leicht, dem mit fürchterlichem Schimpfen zu begegnen oder mit Geplapper zu entfliehen. Es fällt mir sogar noch relativ leicht etwas genauer hinzuschauen und festzustellen, dass der Reichtum dieser so genannten westlichen Welt im Grunde nur auf einer Jahrhunderte langen Plünderung fußt, die in früheren Zeiten sehr offen vollzogen wurde und heute etwas verbrämter als &#8220;Globalisierung&#8221; daher kommt. Ich kann die Wut derer verstehen, die dadurch um ihren Teil gebracht wurden.</p>
<p>Ich empfinde es als schmerzhaft, mich als Teil eben dessen zu sehen. Es ist nun leider faktisch so, dass ich aber eben ein Teil bin. Selbst bei dem Bemühen, ein wenig anständiger mit den Ressourcen umzugehen, die dieser Planet bietet, müsste es etwas mehr als zwei Erden geben, damit jedem Einzelnen die gleichen Möglichkeiten wie mir geboten würden. Daran ist auch derzeit nicht so sehr viel zu ändern, da ein erheblicher Teil des Ressourcenverbrauchs in öffentliche Einrichtungen, Infrastruktur und so weiter fällt, den ich eben nur wenig beeinflussen kann.</p>
<p>Was soll ich denn einer kommenden Generation oder denen, die jetzt schon um ihren Teil betrogen sind, sagen? Vielleicht wäre ein leises, ehrliches &#8220;Es tut mir leid&#8221; eine der besseren Antworten. Ich habe keine gültige Lösung für die Probleme die sich stellen. Aber vielleicht liegt ja der Schlüssel gerade darin, sich erst ein mal als Teil des Problems zu fühlen um Teil der Lösung zu werden. Ich nehme an, dass Zuhören und Hinsehen dienlicher sind als laute Worte.</p>
<p>Ich fürchte, dass es gerade diejenigen sein werden, die wie laute wütende Kinder hinter ihren Rednerpulten stehen, die weiterhin den Ton angeben und ihre Machtspielchen um der Macht willen spielen.</p>
<p>Ich fürchte, dass im lauten Getöse noch nicht einmal die Chancen erkannt werden, die sich bieten könnten.</p>
<p>In diesem Jahr stehen zumindest hier im Saarland gleich zwei Wahlen an. Wem sollte ich denn guten Gewissens meine Stimme geben? Aus Überzeugung habe ich das letzte Mal mit achtzehn Jahren gewählt. Danach war ich nur noch bemüht, das geringste Übel zu wählen. Wahrscheinlich werde ich dieses Jahr meine Stimme in stummem Protest für mich behalten.</p>
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