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Kosmischer Rhythmus

5. November 2009 - 19:15 Uhr

Wenn man seinen Lebensunterhalt damit bestreitet, in den verschiedenen Winkeln des Internet-Kosmoses neue Sternchen hinzuzufügen oder älteren neuen Glanz zu geben, hat man häufig das Vergnügen netten und interessanten Menschen zu begegnen. So wie kürzlich der Künstlerin und Sprachdozentin Heike Laborenz, deren Webseite ich gestalten durfte.

Kosmischer Rhythmus

Es ist faszinierend, dass zum Beispiel die Maya-Kultur Zyklen und Rhythmen kannten, die weit über den tages- oder jahreszeitlichen Wechsel hinaus gehen – so erstreckt sich die lange Zählung auf 5125,36 mittlere Sonnenjahre. Und dass sich Sprachen durchaus leichter lernen lassen, wenn man dem eigenen Lernrhythmus folgen darf. Bedauerlich, dass wir in unserer Industriegesellschaft natürliche Rhythmen ohne Not zu oft gegen schnöden Arbeitstakt getauscht haben.

Ich wünsche viel Vergnügen beim stöbern und entdecken.

Eigenlob stinkt

1. September 2009 - 16:00 Uhr

Aber ich finde die neue Website des Entsorgungszweckverbands Friedrichsthal gar nicht mal so hässlich ;-).

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Wo gehen all die Milliarden hin?

1. September 2009 - 11:40 Uhr

Das Problem bei großen Zahlen ist, dass sie unser Vorstellungsvermögen auf eine harte Probe stellen oder gar vollständig überfordern. Gefühlt schwirren seit dem Sichtbarwerden (Ich schreibe bewusst nicht „Beginn“ oder „Ausbruch“, da dies wesentlich früher datiert.) der Finanzkrise mehr und höhere Zahlen durch den Raum als je zuvor. Um wenigstens ein Gefühl für diese Summen zu bekommen, ist es hilfreich diese in Relation zueinander zu betrachten. David McCandless hat sich diese Mühe gemacht und in seinem Blog „Information Is Beautiful“ eine aufregend schöne Grafik erstellt.

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Aufregend ist hier durchaus wörtlich gemeint, da die hübschen Pastelltöne nicht über einige eklatante Missstände hinwegtäuschen können. Einfach anschauen und wirken lassen …

Variation über eine Rede von Angela Merkel

19. Juni 2009 - 14:23 Uhr

Frau Merkel gibt sich ja gerne als Kuschelkanzlerin und sammelt so gerne Beliebtheitspunkte. Auf Wahlveranstaltungen zeigt sie bisweilen auch mal ihr wahres Gesicht, wie 2006 geschehen.

Den Ausführungen von Frau Merkel möchte ich diese Variation entgegenstellen:

Man darf nicht sagen ‚ach, das ist doch nicht so schlimm‘. Hier mal ein bisschen Vorratsdatenspeicherung, und dort den Einsatz der Bundeswehr im Inneren erlauben, hier mal ein paar Websperren und dort mal das Fernmelde- und Postgeheimis gelockert. Immer so unter dem Motto ‚ist alles nicht so schlimm‘. Das sind alles Einschränkungen der Bürgerrechte. Und wer einmal Einschränkungen der Bürgerrechte zulässt, der kann anschließend nicht mehr begründen, warum es irgendwann schlimm wird und irgendwann nicht so schlimm ist. Deshalb Nulltoleranz bei der Einschränkung von Bürgerrechten, meine Damen und Herren!

Bloggeburtstag – Kompetenz im Randbereich

18. April 2009 - 0:01 Uhr

Wie die Zeit vergeht. Schon ist es zwei Jahre her, dass dieses Blog langsam vor sich hin wächst. Geht es nach Google, schälen sich einige Kompetenzbereiche heraus, die wohl selten in dieser Form gemeinsam vertreten kann. Nicht in die Wertung aufgenommen wurden natürlich alle Kombinationen aus Quintus und Saarbrigge ;-).

Oft gesucht aber leider nicht viel dazu gefunden wurde der „Rucksackfranzose„.

Auch das „Bruttoinlandsglück“ scheint gern genommen zu werden.

Wenig überraschend alles rund um „Mimimimimi“ und „Beaker„.

Von hervorragender Bedeutung ist alles rund um Spießbraten, Rezept, Garzeit Füllung etc.

Mir Sinn Saarbrigger“ wolle scheinbar all singe, kenne awa de Text net.

Aber ganz besonders bitter ist der häufigste Suchbegriff:

Zeichen des Älterwerdens

Amaya – WYSIWYG Editor mit schönem Quellcode

9. April 2009 - 17:41 Uhr

Natürlich braucht der versnobte Webentwickler von Format nicht mehr als einen guten Quelltexteditor. Aber ab und an ist es doch mal ganz schön, wenn man in einer WYSIWYG (What you see is what you get) Umgebung arbeiten kann. Das ist allerdings nicht wirklich immer ein Quell der Freude, da diese häufig grausamen Quellcode produzieren oder teuer sind oder beides.

amaya

Amaya hingegen ist Open Source und für einen validen Quellcode bürgt schon, dass dies eine Entwicklung des World Wide Web Consortium (W3C) ist. Die Benutzerführung ist durchaus übersichtlich und intuitiv zu bedienen.

Amaya versteht sich nicht bloß als Editor sondern als komplexe Entwicklungsumgebung, die auch von mehreren Personen kollaborativ verwendet werden kann.

Zu den Vorzügen von Open Source unter der besonderen Berücksichtigung von Linux

17. März 2009 - 12:33 Uhr

Um Herrn Reich-Ranicki zu widersprechen, gibt es doch noch gute Sendungen im Fernsehen. Sogar bei den öffentlich-rechtlichen Sendern abseits von arte. Allerdings sind manche Sendungen auf Sendeplätzen versteckt, die kaum wahrgenommen werden. Zum Beispiel die Sendung „neues spezial: Die Reise des Pinguins„.

Gut getarnt im Sonntagnachmittagprogramm und gestern spätnächtens im ZDF wiederholt, berichtet die Sendung über die Idee von Linux und anderer Open Source Software.

Glücklicherweise kann die Sendung in der ZDF-Mediathek via Internet angeschaut werden.

„Kein Tag vergeht, an dem man im Internet keine neue Meldung von Behörden, Institutionen lesen kann, die sich für das Betriebs-System Linux entscheiden. Angesichts von leeren Kassen und Online-Überwachung, ist die Transparenz und Offenheit dieses Betriebs-Systems mehr als Willkommen. Wir versuchen mit dieser Dokumentation das Betriebs-System Linux vorzustellen, seine Macher, seine Nutzer und seine außergewöhnliche Community – den Linux-Pinguin Tux nicht zu vergessen“

Neben dem rein pekuniären Aspekt äußert sich zum Beispiel  Simon Phipps, Chief Open Source Officer bei Sun Microsystems über den eigentlichen Wert freier Software.

„Ich glaube wirklich nicht, das Menschen den wahren Wert von freier Software erkennen. Das Wort ‚frei‘ lässt besonders englischsprachige Menschen auf das Preisschild schauen. Der wahre Wert freier Software ist aber die Freiheit, jederzeit die Kontrolle darüber zu haben, was sie mit Software machen. Gerade, wo wir auf ein Europa der Überwachung zusteuern, mit Kameras an jeder Straßenecke und der Unterstellung, dass sie Krimineller sind, wenn sie Musik herunterladen, wo versucht wird, zu kontrollieren, was sie anschauen und wohin sie sich bewegen. Gerade hier müssen wir über das Preisschild hinausschauen auf den Wert der Freiheit, denn das bezieht sich auf Software wie auch auf alle anderen Bereiche unserer Kultur.“

Die Bedeutung gerade für Länder der so genannten dritten Welt wird gegen Ende beleuchtet, wo die Mittel für lizenzpflichtige Software eben nicht vorhanden sind und Open Source Software diese Länder in die Lage versetzt, an der digitalen Welt Teil zu haben.