Archiviert in der Kategorie "Reingeworfen"

Hols Stöckchen!

8. August 2008 - 17:34 Uhr

Nach erfolgreichem Langzeitducken doch mal wieder ein Wurfholz abbekommen. Gar nicht so einfach die Fragen, wenn man mal genauer darüber nachdenkt.

Was war der entscheidende Grund, mit dem Blogging anzufangen?

Neugier. Ganz schlicht und simpel. Ich hatte schon eine Weile vorher von Blogs gehört und auch ab und an gelesen, aber gar nicht so sehr mit dem Gefühl “das will ich auch haben”. Es war am Anfang eher eine technische Spielerei. Der Appetit kam dann beim Essen.


Hast du ein Lieblings-Weblog?

“Das” Lieblingsblog könnte ich nicht benennen. Dazu müsste ich ja eins besonders herausheben und das auch noch begründen und das kann ich nicht. Rechts steht ja eine Auswahl einiger Lieblingsblogs, wenn auch ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Die Gründe, warum die alle durch die Bank auf ihre Art lesenswert sind, sind zu unterschiedlich, um daraus künstlich einen Maßstab zu basteln.
Welches Weblog hältst du für maßlos überschätzt?
In Klein Bloggersdorf oder Draußen?

“Für maßlos überschätzt halten” ist ein wenig hart. Es gibt bestimmt Gründe, warum ein Blog viele Leser findet. Daher kann ich auch nur ein Blog nennen, bei dem ich diese Gründe für mich persönlich nicht nachvollziehen kann.  Bei Don Alphonso’s Blogbar hab ich wohl den Schuss nicht gehört.

Welches Weblog hältst du für total unterschätzt / für zu unbekannt?

Keine Ahnung. Dazu müsste ich ja erstmal wissen, wie viele Besucher jedes Blog hat und ob der dahinterstehende Kopf mit der Besucherschar zufrieden ist oder nicht.

Wenn du noch mal neu starten würdest, was würdest du ändern?

Da beißt sich die Katze in den Schwanz. Eigentlich nur die ganzen Plugins, die ich im Laufe der Zeit ausprobiert habe, aber dann mit der Zeit doch wieder zu Gunsten der Einfachheit weg gelassen habe. Mit dem Wissen und dem “ausprobiert haben” würde ich gleich darauf verzichten, aber trotzdem gehört das Ausprobieren eben auch dazu und deshalb würde ich es wohl wieder so machen.

Würdest du überhaupt noch mal anfangen?

Ja.

Was ist der Lieblings-Beitrag im deinem Blog?

Humpf – schwierig. Vielleicht die Geschichte im Adventskalender, da ich die schon länger im Kopf mit mir herumgetragen habe und dann auch mal tatsächlich zu Ende geschrieben habe? Oder dieses da? Auf jeden Fall eher diejenigen Beiträge ohne Aktualitätsbezug, die halten länger frisch ;-).

Da Frau Jekylla schon Äste in verschiede Richtungen verteilt hat, lass ich es mal hier liegen. Oder möchten Sie fangen, Herr Inishmore?

Hinweis in eigener Sache

7. August 2008 - 21:08 Uhr

Also irgendetwas läuft da falsch. Dank des Hinweises von Markus habe ich bemerkt, dass derzeit mit der Seite etwas Grundsätzliches nicht stimmt. Mag sein, dass beim Update auf Wordpress 2.6 irgendetwas schief gelaufen ist. Einzelne Artikel können (oder konnten) nicht mehr angezeigt werden. Das bedeutet ja auch, dass niemand kommentieren kann, die Statistik allgemeines Desinteresse anzeigt und so weiter.

Die Grundlagenforschung ist noch im Gange, aber als Sofortmaßnahme habe ich die “hübschere” URL zu den Artikeln auf die Standardeinstellungen gesetzt. Das scheint – soweit ich das hier sehe – zu funktionieren.

Aber im Feed wird wohl noch eine Zeit die schönere aber falsche URL propagiert.

Anybody out there?

PS: Irgendwie kommt es mir aber vor, als wäre hier alles sehr, sehr langsam, was nichts mit dem Update zu tun hat, denn das war auch nach dem Update definitiv nicht so.

Update: Wordpress hat die .htaccess überschrieben – Gnaaah! Hätte ich ja dran denken können, dass das immer schief geht.

Tamara Jagellovsk

6. August 2008 - 23:09 Uhr

Sie war die Aufpasserin, die darauf achtete, dass Dietmar Schönherr als Cliff Allister McLane bei seinen Raumpatrouillen nicht die Halsadern oder das chauvinistisch aufgeblähte Skrotum platzt.

Eva Pflug ist tot. Schade. Naja, 79 Lenze sind immerhin ein Leben. Farewell, Eva/Tamara!

Alles neu macht der August

4. August 2008 - 23:58 Uhr

Erstens reimt es sich nicht und zweitens ist es auch schon ein angebrochener Monat und es ist auch nicht alles neu. Immer diese Überschriftenbauernfänger. Man kann es nicht genug anprangern. Immerhin ein Update auf Wordpress 2.6 und Semmelstats 3.1 hier im Zirkus des Unspektakulären.

Ich muss sagen, sauber das Ganze. Auch wenn sich einiges geändert hat in der Benutzerführung, Wordpress 2.6 kommt gegen 2.3 ganz gut. Was ich noch nicht gefunden habe, ist die Option, Seiten auch zip-gepackt auszuliefern. Es ist schon ein wenig gewöhnungsbedürftig, der Seite beim Aufbau zuzusehen. Ich bin noch ein wenig am kämpfen. Es ist wesentlich aufgeräumter, aber wie es beim Aufräumen so ist, man sucht die Dinge zuerst dort, wo man sie hingelegt hat und nicht dort, wo es am vernünftigsten ist – Gewohnheit halt.

Semmelstats 3.1 kommt auch aufgeräumter daher, vor allem neu mit einer History, die Besucher pro Tag als Balkendiagramm darstellt. Auch die Züchtung eines Datenmolochs wird behindert, da die Bereinigung via Semmelchron direkt im Paket mit installiert wird, was im Vorgänger noch zusätzlich zu erledigen war.

File under unspectular changes ;-).

Viel Rauch um nichts

3. August 2008 - 23:54 Uhr

Einraumkneipen unter einer Fläche von 75 Quadratmetern dürfen beräuchert werden, andere nicht. Und wie viel der Gesamtfläche werden angerechnet?

Was geschieht, wenn ein Mitglied des Bedienpersonals eines Bewirtungsunternehmens unter 75 m2 im Rahmen der Gesetze anzurechnender Bewirtungsfläche nicht angestellt oder entlassen wird, da es Nichtraucher ist und somit benachteiligt wird? Was, wenn der Wirt Linkshänder ist?

Darf man auf Toiletten rauchen, wenn das Fenster offen steht und dieser Raum nicht anrechnungsfähig nach einschlägigem Berechnungsstandard der Bewirtungsfläche zugerechnet wird?

Wäre ein simples Rauchverbot nicht dienlicher?

Oder könnte sich dann ein Gast unter Bezug auf die Menschenwürde bei miesem Wetter sein Recht zur Inhalation erkämpfen, wenn er wie ein Hund vor die Tür gejagt wird? Ausser, da stehen Heizpilze, die aber nach Umweltverordnung §xyz als abgas- und umweltfeindlich gelten und eine zusätzliche Belastung der Wirte eines Etablissements mit einem Umsatz über 2545€ vor Steuern pro Woche mit 25% Prozent Anrechnung des verhinderten Ausschanks alkoholischer Getränke an unter 16-jährige bedeuten? Darf ein rauchendes Mitglied des Bedienpersonals genügende Pausen einfordern und wenn ja – wie geschieht die Vertretung im Lokal während dieser Zeit, wenn nur eine Person anwesend ist?

Man kann es sich beliebig kompliziert machen. Es könnte ja auch sein, dass einige Menschen der Gastronomie fern bleiben, da dort Preise gefordert werden, die einem die Tränen in die Augen treiben. Hätten sich genügend Wirte gefunden, die ihre Etablissements zu Zeiten als rauchfreie Zone deklariert hätten und den Nichtrauchern genügend Alternativen gegönnt hätten, es hätte keinen Streit gegeben.

Wollen wir wirklich Vorschriften bis ins letzte Detail, oder kann es auch mal sein, das genügend Menschen die Eier haben, schon zu handeln, bevor es kompliziert wird?

Entpolitisierung nicht mehr möglich

31. Juli 2008 - 23:54 Uhr

Man muss den Artikel in der FAZ gar nicht lesen, obwohl er tatsächlich minutiös den Vorgang zum gewünschten Ausschluss Wolfgang Clements aus der SPD beschreibt. Dann doch lesenswert.

Was irgendwie ein wenig stört ist, dass ein politisches Verfahren gegen ein Mitglied einer politischen Partei in meinen Augen per se eine politische Entscheidung ist. Es war politisch, ist politisch und wird politisch sein. Was denn bitteschön sonst? Wer schreibt denn da die Überschriften?

Die armen Parteien

29. Juli 2008 - 2:15 Uhr

Die Parteien in Deutschland – jedenfalls die, die sich Stühle im Bundestag ergattert haben – leiden an schwindenden Mitgliederzahlen. In dem Artikel werden allerdings zu Unrecht die “kleinen Parteien” als Gewinner dargestellt. Nimmt man die langfristigen Zahlen der Bundeszentrale für politische Bildung (BPB) als Maßstab, erkennt man, das im Vergleich zu 2005 lediglich die “Linke” deutlich ihren Abwärtstrend gebrochen hat und ein klein wenig gegen 2005 zugelegt hat. Ich wage zu bezweifeln, dass diese Zahl “Neuankömmlinge” sind, sondern eher Migrationsbewegungen aus der SPD. Die FDP hat nicht hinzugewonnen sondern Verluste ausgeglichen.

Summiert man die Mitgliederzahl aller vertretener Parteien auf, und setzt sie ins Verhältnis zur Gesamtbevölkerung, wird deutlich, dass sich der Schwund schon seit spätestens 1981 andeutet. Damals waren es immerhin 3,24 % der Bevölkerung, die ein “Parteibuch” besaßen, danach ging es nach einer langsamen Stagnation bergab auf nunmehr 1,76 %. Wohlgemerkt zu Anfang auf drei Parteien (CSU ist für mich persönlich mit CDU gleichzusetzen, wer mag, kann auch vier Parteien rechnen) jetzt auf fünf Parteien (sechs, siehe vorn).

Geht man davon aus, dass eine Partei umso erfolgreicher ist, als sie den Durchschnittsbürger repräsentiert, ist dies kaum verwunderlich. Der Durchschnittspolitiker ist eher ein alter Sack. Gemessen an der Bevölkerung, gibt es 44 % Parteimitglieder über 60 Lenze gegen 31 % in der Bevölkerung über 20 (Jaaaa -eigentlich müsste hier 18 stehen, da man ab diesem Punkt wählen darf. Aber in der Statistik scheint dezimal über legal zu gehen ;-) ). Und 73 % davon sind Männer, gegen ca. 51 % in der Bevölkerung, weil Y-Chromosom tragende Spermien eben im Schnitt einen kleinen Tick schneller schwimmen ;-).

Ein wenig schwierig wird es bei der Aufschlüsselung nach sozialen Schichten. Sorry, ich habe es nicht nachrecherchiert, wie denn da die Bestandsaufnahme in der Republik ist und welches Gehalt pro Person denn nun Mittelschicht, untere Mittelschicht, obere und Unterschicht ist. Deutlich ist jedoch, dass die beiden “Volksparteien” in der Mittleren bis oberen Mittelschicht verankert sind. Geht das Niveau nach unten, dann … .

Es scheint, als sei das Konstrukt Partei demographisch in der Bevölkerung schwindend verankert.

Mit Ursache-Wirkung habe ich da ein Problem. Entsteht die Drift durch Abwanderung oder erfolgt keine Zuwanderung wegen zu geringer Identifikation?

Was sollte sich ändern, um diesen Trend umzukehren? Ganz naiv betrachtet, müsste sich das schwächste Glied in der Kette, das gerade 1,76 % der Bevölkerung ausmacht, bewegen. Hurtig.