So sinn mir halt
30. Juli 2007 - 11:42 UhrAufgelesen bei Markus
Ein wunderbares Video, das “denne im Reich” (den Bürgern im Rest der Bundesrepublik Deutschland) sehr schön die Lebensart des Saarländers und sein Selbstverständnis näher bringt.
Aufgelesen bei Markus
Ein wunderbares Video, das “denne im Reich” (den Bürgern im Rest der Bundesrepublik Deutschland) sehr schön die Lebensart des Saarländers und sein Selbstverständnis näher bringt.
Eines meiner absoluten Lieblingslieder in den über-alle-Zeiten Charts ist “Blinded by the Light”. Nicht diese aufgepopelte Version mit Bum-Tschak-Computergefitzel, die seit einiger Zeit ihr Unwesen treibt, sondern als handgemachte Musik.
Am Anfang war der “Boss” Bruce Springsteen, der dieses hübsche Liedlein anno Domini 1975 schrub. Nur ein Jährlein ging ins Land, bis Manfred Mann’s Earth Band “die” Version herausbrachte, die das Lied erst so richtig populär machte.
Kleines Anekdötchen am Rande: Eigentlich sollte in der Coverversion der Earth Band Bruce Springsteen selbst im Schlussteil den Gegenpart singen. Herr Mann wollte nur noch einige abschließenden Fragen über das “wie und wann” per Telefon klären und hatte einen hörbar schlecht gelaunten Herrn Springsteen an der Strippe. Erst dann wurde es ihm schlagartig bewusst, dass er nicht auf die Zeitzonenunterschiede geachtet hatte. Eine kurze Kopfrechnung ergab drei Uhr morgens. Dies war Herrn Mann dann so peinlich, dass er nie wieder nachgefragt und den Part selbst eingesungen hat.
Wenn einem also nicht besonders viel mehr als Computerschnippelei einfällt, um den Song neu zu interpretieren, sollte man dies doch lieber den “Boss” selbst machen lassen:
Wer sich einmal richtig die Zunge verknoten möchte, sei eingeladen, den Text einfach nur laut zu lesen. Wer es ohne Verhaspelung schafft, bekommt einen Bonuspunkt ;-).
Noch ein Danke für den Tipp zu Seeqpod an Markus.
Sorry, es gibt derzeit im Life 1.0 mehr zu tun als im Web 2.0 … derweil nur in Kommentaren ;-)
Kurzes Sommerloch … stay tuned ;-)
Ojeoje, die Betroffenheitsliga ist mal wieder am Werk. Zuerst einmal: Ich bin meinem Vorsatz treu geblieben und habe bisher mit gutem Gewissen den sportlichen Verlauf der Tour auf der Ignore-Liste belassen. Was man von der Blind-und-Blöd Zeitung ja nicht gerade behaupten kann. Aber irgendwie ist es ja ein Akt des fast Unmöglichen dieses Thema vollkommen auszublenden. Ich wiederhole mich auch recht ungern.
Aber noch einmal zur genauen Spezifizierung meiner Kritik: Es geht mir in keiner Weise darum, wer, wann, wo, warum auch immer gedopt hat. Denn dies ist nur eine Folge, nicht die Ursache. Die Ursache ist vielmehr, dass hier im Speziellen aber auch Sport im Allgemeinen von Medien, Veranstaltern und Sponsoren nur noch als Geschäft begriffen wird.
Sorry, aber wenn sich gerade diese Gruppe als Hüter der Werte (Edit: Wie kann man etwas zerstören, was in Scherben liegt?) aufspielt und alle Verantwortung auf die Sportler abschiebt muss ich – mit Verlaub gesagt – mehr kotzen als ich jemals essen kann.
Einfach ein paar Fragen zur Dramaturgie:
Wer auch immer am Ende auf dem Treppchen steht, er kann sich sicher sein, dass man ihm einige Schaufeln Dreck nachwirft.
Ich bekenne mich an dieser Stelle gerne als Jan Ullrich Fan. Es hat mich nicht besonders fasziniert, dass er die Tour gewonnen hat und mehrfach auf dem Treppchen stand. Es ist zum einen eine Faszination seiner Technik. Wer einmal versucht hat, einen Berg per Rad hochzukeuchen und dabei in ruhigen, flüssigen Bewegungen zu bleiben, der versteht was ich meine. Zum anderen seine Art, trotz Stürzen oder anderen Unbilden bis zum Ende durch zu fahren, egal ob als Erster, Zweiter oder was auch immer. Solche Eigenschaften sind unabhängig von chemischer Stimulanz.
Ein schönes Bild. Kein Stillstand sondern Bewegung. Wie der Besuch eines vertrauten Ortes, an dem man eingeladen und willkommen ist. Aber hingehen muss man schon selbst.
Sieben Jahre nach der Trennung und zwölf nach dem aus persönlicher Sicht besten Album “Mellon Collie and The Infinite Sadness” sind sie wieder zurück, die Smashing Pumpkins, wenn auch von der Urbesetzung “nur” Billy Corgan und Jimmy Chamberlin vertreten sind.
Billy Corgans Stimme hat nicht wesentlich gelitten über die Zeit und Eskapaden. Er gibt immer noch perfekt das Ewigkind, das mit Trotz und Freude immer nur das tut, was es will. Da verwundert es wenig, wenn Schubladen gerade mal gut genug sind um sie zu durchwühlen und mit dem Inhalt zu spielen. Heraus kommt auf jeden Fall eine phantasievolle Musik.
Beachtlich auch die Einstellung zum eigenen Werk. Während andere Künstler schon blass um die Nase werden, wenn auch nur jemand ein unerlaubtes Foto bei Konzerten anfertigen könnte, erklärt Billy Corgan eine “Open-Source Taping-Policy”, die es nicht nur jedem Konzertbesucher gestattet, ein Konzert mitzuschneiden sondern auch die unentgeltliche Verbreitung erlaubt.
Konfuzius sprach: “Der Edle strebt nach Harmonie, nicht nach Gleichheit. Der Gemeine strebt nach Gleichheit, nicht nach Harmonie.”