Archiv November 2009

Die kleinen Freuden und Leiden mit den Kommunikationsdingelchen

23. November 2009 - 22:51 Uhr

Das Dingelchen und ich sind ja freiwillig Freunde geworden. Auch der Versionssprung von Windows XP ins siebte Fensterchen war von langer Hand geplant. Das mag jeder verstehen, der sich mit einer dreijährigen Mikroweich-Installation herumplagen muss – zwei Tassen Kaffee passen da locker in die Pause beim Hochfahren.

Das etwas kapriziös zickige Festnetztelefon war eigentlich nicht zum Austausch geplant. Ab und zu naiv blöd die Basis suchen, wenn man eigentlich telefonieren will geht ja noch, obwohl das intensive Fehlergeräusch das Trommelfell schon stark belastet hatte. Aber unschuldig entgangene Anrufe per Blinkzeichen anzuzeigen ohne vorher zu läuten und am Ende mitten im Gespräch eingeschnappt die Verbindung zu trennen geht gar nicht. Kick it like Beckham.

Allein der Gedanke, noch mal alle Telefonnummern über ein Mäuseklavier in ein neues Telefon zu schnitzen trieb mir kalte Schauer über den Rücken. Die Wahl musste also sein: “Lass dich synchen, Babe, sonst wird das nix mit uns.” Bei Elektrogeräten darf man schon mal den Macho raushängen lassen ;-).

Neues Festnetzdingelchen mag sich gerne mit dem PC synchron halten. Dingelchen sowieso. Und zu meiner freudigen Überraschung hat der Hoster dieser kleinen Domain gerade seine Synchronisierungssoftware für den E-Mail-Webzugang nun auch mal auf einen Stand gebracht, der über Steinzeitsoftware hinausgeht.

Innerhalb eineinhalb Wochen ist aus dem fies verteilten Kontaktchaos ein fast schon unheimlich synchrone Welt der Kontakte und Termine entstanden, so wie es eigentlich auch sein soll. Das Zauberwort für die Verzögerung ist “proprietäre Lösungen”.

Trotzdem, ich freu mir gerade eine Ordnungsfetischistenästlein, das nur anno Domini 2005 bei der vollständigen, akribisch metainformationsübertragenden Migration des CD-Schrankes auf den iPod getoppt wird.

Ich weiß, das ist strange ;-).

Extrem ansteckend

7. November 2009 - 13:39 Uhr

Während alle Welt über die Schweinegrippe in Hysterie fällt, breitet sich eine andere Pandemie ungehindert weiter aus. Lange Zeit dachte ich, ich sei immun, doch die neueste Mutation hat mich nun doch erwischt. Geradezu skandalös ist, dass die Verbreitung auch noch gefördert wird. Da liegt es sehr nahe, dass handfeste finanzielle Interessen dahinter stecken.

Erste Symptome sind eine deutliche Schmälerung des Geldbeutels gefolgt von einer audiovisuell und taktilen Dauerreizung.

Be aware!

Kosmischer Rhythmus

5. November 2009 - 19:15 Uhr

Wenn man seinen Lebensunterhalt damit bestreitet, in den verschiedenen Winkeln des Internet-Kosmoses neue Sternchen hinzuzufügen oder älteren neuen Glanz zu geben, hat man häufig das Vergnügen netten und interessanten Menschen zu begegnen. So wie kürzlich der Künstlerin und Sprachdozentin Heike Laborenz, deren Webseite ich gestalten durfte.

Kosmischer Rhythmus

Es ist faszinierend, dass zum Beispiel die Maya-Kultur Zyklen und Rhythmen kannten, die weit über den tages- oder jahreszeitlichen Wechsel hinaus gehen – so erstreckt sich die lange Zählung auf 5125,36 mittlere Sonnenjahre. Und dass sich Sprachen durchaus leichter lernen lassen, wenn man dem eigenen Lernrhythmus folgen darf. Bedauerlich, dass wir in unserer Industriegesellschaft natürliche Rhythmen ohne Not zu oft gegen schnöden Arbeitstakt getauscht haben.

Ich wünsche viel Vergnügen beim stöbern und entdecken.