Archiv August 2008

Kundendienst

22. August 2008 - 18:57 Uhr

Mimimimi” hält sich richtig tapfer bei den Suchanfragen über Google. Hätte ich nicht gedacht. Das schreit doch nach Zugabe von Freund Beaker.

Was Paul Potts kann, kann Beaker schon lange. Lassen sie sich in die Welt der Oper entführen. Bitte keine Tränen in die Tastatur laufen lassen.

Und Waldorf und Statler haben auch die Zeichen der Zeit erkannt:

Google ist doof!

21. August 2008 - 2:20 Uhr

Ich mag es ja, wenn ich über Google gefunden werde.

Aber muss es gleich “Zeichen des Älterwerdens” auf Seite 1 sein? Pfffffffff !!!!

Ist das eine gute Idee?

20. August 2008 - 23:20 Uhr

Ich als naturveranlagter Angsthase würde vor einem wütenden Bären erstmal flüchten und hoffen, dass er sich beruhigt. Etwas mutigere würden sich wohl entgegenstellen und versuchen ihn zu besänftigen um Schaden abzuwenden. Aber mit Nadeln piksen würde wohl nur ein geistig Unterbelichteter oder einer, der ihn schon immer gern über seinen eigenen Haufen schießen wollte. Einfach nur mit dem guten Grund “siehste, er hat Hühnchen platt gemacht”. Wie damals Problembär Bruno.

Problembär Russland hat aber nicht nur Tatzen und Zähne im Repertoire, sondern auch noch ein paar Kernwaffen. Die tun richtig weh. Problembären haben ein Problem, wenn ihnen nassforsche “lupenreine” Demokraten, die eigene Landsleute über den Haufen schießen, in den Vorgarten pinkeln. Problembären möchten nicht in Käfige gesperrt werden. Problembären lassen sich nicht am Nasenring durch die Manege führen.

Vor allem sind Problembären nicht zu blöd den Braten zu riechen, wenn man ihnen ans Fell will.

Problembären würden sich gerne totlachen, wenn Problembär-Abwehrwaffen neben ihnen installiert werden und die dummen Westler tatsächlich glauben es seien Problemkaninchen-Abwehrwaffen. Aber es sind halt Problembär-Abwehrwaffen.

Problembären sind altmodisch. Sie manipulieren die Meinung mit Zensur. Problembärenmöchtegernjäger schreien “Hühnerdieb” und wissen sich in der sicheren Position, dass niemand den Ursprung von Chicken-Wings und Chicken-Nuggets kennt, deren Fasern noch während des Aufschreis zwischen ihren Zähnen hängen.

Ich weiß es momentan nicht, vor wem ich mehr Angst haben soll: Bären oder Bärentötern.

Erleuchtung

15. August 2008 - 20:29 Uhr

Neulich auf dem Rollsteig

13. August 2008 - 14:59 Uhr

Rollsteige sind eine tolle Erfindung. Den Einkaufswagen bis zum Zusammenbrechen vollgepackt kommt man unbeschwert zwischen den Stockwerken und den Parkdecks dahin, ohne seine Zeit in muffeligen Aufzügen zu verbringen.

Gänzlich unbelastet von den noch zu tätigenden Einkäufen kann man das Hinuntergleiten vom Parkdeck in die Einkaufsmaschine noch für einige Sekunden Kontemplation nutzen.

Da kann einem die mürrisch ein tiefes Loch in die Atmosphäre starrende, ein wenig zu figurbetont überkorpulente Frau auffallen, die mit ihrem Einkaufswageninhalt ein sinniges Ganzes ergibt und nur die Frage offen lässt, was nun Ursache und was Wirkung ist.

Ein Mann bahnt sich an den dahinter in die Rollbahn eingerasteten Wagen vorbei bis er die Frau erreicht und ihr aufgeregt etwas mitteilt. Was, das lässt sich in dem Moment nur erahnen, da sich mein Rollsteigband unaufhaltsam an der Frau vorbeischiebt und das Auge etwas neues fixiert.

Am Ende des anderen Rollsteigs steht ein Zweikäsehoch und wird von drei Menschen umsorgt, da ihm die Tränen kullern und er nach seiner Mama schreit. Eine Dame kniet vor ihm und blickt untersuchend auf seinen sandalierten Fuß.

Etwas figurbetont Überkorpulentes rempelt an mir vorbei. Sie greift Zweikäsehoch am Arm und zieht ihn auf den nach oben führenden Rollsteig. Die kniende Frau ruft noch ein “Ihr Sohn hat sich am Fuß verletzt!” hinterher, ohne Antwort, starrer, leerer Blick. Zweikäsehoch weint noch immer. “Sei jetzt still!” Zweikäsehoch wird still, er schluchzt nur noch. Ungläubiges, fassungsloses Schweigen, bevor jeder wieder seinen Weg geht. Nur ein Gefühl der Kälte bleibt zurück.

Für Freunde der Statistik

12. August 2008 - 16:29 Uhr

Gapminder World visualisiert und animiert Daten aus den Bereichen Umwelt, Bevölkerungsentwicklung, Wirtschaft, Gesundheitswesen, Bildung etc. in anschaulicher Form.

Gapminder versteht sich als ein gemeinnütziges Projekt, das nachhaltige globale Entwicklung und die Erreichung der Millenniumziele der Vereinten Nationen durch verstärkte Nutzung und Verstehen von Statistiken und anderer Informationen zur sozialen, ökonomischen und ökologischen Entwicklung auf lokaler, nationaler und globaler Ebene unterstützt.

Es lädt einen Statistikaffinen geradezu ein, aus dem enormen Datenbestand eigene Animationen zu kreieren. Beeindruckend ist, dass so fünf Dimensionen genutzt werden können: X- und Y-Achse, Durchmesser und Färbung über die Zeitachse animiert.

Wie virtuos, lehrreich und auch unterhaltsam statistische Daten jenseits des Tortendiagramms dargestellt werden können, zeigt Hans Rosling bei der TED Konferenz 2007.

[Über Herrn Wong hereingeflogen]

Merkwürdig

11. August 2008 - 13:31 Uhr

Der Krieg in Georgien sorgt schon an sich bei mir für ein ungutes Bauchgefühl. Schon alleine, da Saarbrücken Partnerstadt von Tiflis ist. Säbelrasseln und unklare Lageberichte machen auch nicht gerade glücklich.

Seltsam, wenn man bei Google Maps versucht, sich wenigstens einen geographischen Überblick zu verschaffen. Da ist die Region nur ein weißer Fleck in der Landschaft. Komisch, selbst China ist da besser exploriert …

Update: Ist wohl nicht nur mir aufgefallen