Frage in den freien Raum
10. Juni 2008 - 22:49 UhrWas ist eigentlich langweiliger?
Schweden:Griechenland
oder
Delling:Netzer
Was ist eigentlich langweiliger?
Schweden:Griechenland
oder
Delling:Netzer
Es gibt kaum einen Spieler, dem der Nimbus des tumben Fußballers so sehr angehängt wird wie Lukas Podolski. Podolksi:2 – Polska:0. Ich freu mich mit dem Jungen.
Ach, es ist schon ein Jammertal. Der ARD-DeutschlandTrend Juni 2008 zeigt einen desolaten Gemütszustand. Das Vertrauen, in die, “die es richten können” fällt ins Bodenlose. Nur ein schwaches Drittel vertraut der Bundesregierung und den Gewerkschaften, Großunternehmen vertrauen nur 18 Prozent und den Parteien 17 Prozent. Wer soll es denn dann richten?
Lieber Jogi, wir brauchen wieder ein Sommermärchen. Du und deine Jungs müssen es wieder reißen. Vergiss das Gerede über die “schönste Nebensache der Welt”, das ist bitterer Ernst. Schon seit Wochen haben wir uns doch Fähnchen, Trikots, Bälle und Krimskrams vom Munde abgespart um euch zu huldigen. In tiefer Verzückung wollen wir unser DFB-Abendmahl einnehmen (eine Kiste Bier und eine Rostwurst) und kostbares Benzin in Triumphzügen opfern. Deine Jungs geben uns das Vertrauen in die Wirtschaft zurück. Allen voran der heilige Michael von Chelsea. Alleine bei der Biermarke bin ich mir uneins: Soll ich mit euch am Tresen abhängen oder mir mit Rudi Völler den Regenwald schön saufen?
Wie dem auch sei, ihr habt eine unglaubliche Verantwortung zu tragen, ich weiß. Aber was sollen wir denn mit einer Kanzlerin, die im Stadion weniger Energie versprüht als ein Trommelhäschen mit herkömmlicher Zink/Kohle-Batterie?
Ich glaube an die DFB-Auswahl,
den Teamgeist,
das Wunder von Bern,
Franz Beckenbauer und Klinsmann.Ich glaube an die Turniermannschaft,
den Mercedesstern und McDonalds.Ich glaube Cordoba ist nie geschehen,
dass mit Nutella der Tag gut anfängt
und dass wir auf Jahre unschlagbar sind.
AmenProst.
“Dreckwetter!” murmelte Herr Niedermeier. Seine Laune passte sich allmählich dem stürmischen Regenwetter an. Verdrießlich schaute er von der Straße auf seine Uhr. “Anne, wo bleibst du denn?” fragte er sich leise. Es war abzusehen, dass sich seine Frau bei diesem Wetter verspäten würde. Aber in einer halben Stunde schließt die Post und er wollte noch unbedingt vor dem Wochenende das Päckchen abholen, das dort auf ihn wartete. “Florian, komm zieh dich an, wir müssen noch kurz zur Post!” “Och Papa, ich mag bei diesem Schmuddelwetter nicht raus.” Herr Niedermeier konnte seinen Sohn nur zu gut verstehen, aber er wollte ihn auch nicht alleine lassen. “Ach komm, das ist doch gar nicht so schlimm.” Er wusste, dass er schwindelte, er hatte ja selbst keine Lust. “Lass mich doch einfach hier. Ich versprech dir auch, dass ich nichts anstelle.” Florian sah seinen Vater treuherzig an. Er wusste, dass sein Vater bei diesem Blick meistens weich wurde. Herr Niedermeier war hin und her gerissen. “Na gut. Aber versprich mir, dass Du niemandem aufmachst. Mama und ich haben Schlüssel und ich bin ja bald zurück. Versprochen?” “Versprochen!” Florian war sichtlich erleichtert, dass er in Ruhe weiterspielen konnte.
Herr Niedermeier rannte zur Post. Er wusste nicht, ob es wegen dem Wetter, Florian oder seiner Frau war. Er wollte sich die Diskussion ersparen, dass er Florian alleine ließ und ob er dafür noch zu klein war oder nicht, falls seine Frau vor ihm zurück kam. Florian kümmerte das wenig. Er saß in seinem Zimmer und wurde innerhalb weniger Sekunden wieder zum Piloten.
Bumm. Florian horchte auf. Bumm! Was war das? Ein dumpfes, lautes Schlagen machte ihn unruhig. Bumm! Bumm! auf Zehenspitzen schlich Florian durch die Wohnung. Bumm! Das Geräusch kam aus dem Badezimmer. Bumm! Sollte er nachschauen? Lieber nicht, das ist bestimmt ein … ein Einbrecher. Nein. Bumm! Das ist ein, ein … Florian schluckte … Monster. Bumm! Florian war starr vor Angst. Die Tür konnte man nur von innen verriegeln, es konnte jederzeit herauskommen. Er schlich sich in sein Zimmer zurück. Bloß leise sein. Er nahm sich seinen Fahrradhelm. In der Küche stand ein Besen, den konnte er brauchen. So ausgerüstet fühlte er sich ein wenig sicherer, fast wie ein Ritter. Er setzte er sich in den Flur und ließ die Tür keinen Moment aus dem Auge. Bumm! Er musste mal. Aber wie soll das gehen, wenn im Bad ein Monster lauert. So wie sich das anhörte, war es riesengroß. Bumm! Mit riesigen Klauen. Bumm! Und bestimmt ganz furchtbaren Zähnen. Bumm! Florian saß jetzt bestimmt schon Stunden vor der Tür. Wenn er doch nur die Uhr lesen könnte. Bumm! Wo blieb denn Papa? Bumm! Jetzt musste er aber ganz dringend. Florian fing an zu weinen. Bumm! Klick! Florian hörte, wie die Wohnungstür aufgeschlossen wurde. Sein Vater kam vollkommen durchnässt herein.
“Was machst du denn da?” Herr Niedermeier sah, wie sich Florian die Tränen wegwischte. Bumm! “Da ist ein Monster im Bad und ich muss ganz furchtbar dringend.” flüsterte Florian. “Ein Monster … so, so.” Herr Niedermeier gab sich Mühe, die Besorgnis seines Sohnes ernst zu nehmen, auch wenn er längst nicht mehr an Monster glaubte. “Ich schau mal nach.” “Sei vorsichtig!” flüsterte Florian. “Was soll denn passieren, wenn du hier aufpasst?” antwortete Herr Niedermeier. Er öffnete die Tür. “Ach herje!” ” Was denn?” Florian war mulmig. “Schau dir das an. Das ‘Monster’ war dein schusseliger Papa, der das Fenster nicht richtig zugemacht hat. Und jetzt hat es herein geregnet.” Herr Niedermeier kratzte sich am Kopf. “Das wird deiner Mama aber gar nicht gefallen.” “Dann wischen wir das ganz schnell weg. Ich sag nix.” “Versprochen?” “Versprochen!” Die beiden sahen sich verschwörerisch an. “Aber jetzt muss ich zuerst mal ganz, ganz dringend.”
Neben Justus von Liebig gewohnt, …

… an der Fränkischen Saale lustwandelt, …

… mit Eichhörnchen kokettiert, …

… natürlich Blümchencontent produziert, …

… Skulpturen betrachtet, …

… mit einem Rotkehlchen Buchfink den praktischen Nutzen bildender Kunst erörtert …

und abgerockt.

Wer beim letzten Bild genau hinschaut entdeckt auch den wahren Grund der Reise :-).
Hätte ich wohl gute Chancen auf ein neues Auto und einige Millionen Dollar Schmerzensgeld gehabt, als das Navigationssystem bei 140 km/h auf der Autobahn verkündete “Sie befinden sich in einer Sackgasse – bitte wenden Sie umgehend”. Oder den Darwin-Award.
Ach ja, und noch ein Ort in dem ich nicht wohnen möchte: Lieblos.