Archiv April 2008

Arbeitsteilige Nervensägen

10. April 2008 - 14:53 Uhr

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Während Kollege in Orange (1) alle Pflänzlein, die der Bahnstrecke zu nahe kommen könnten, mit einer Kettensäge und Motorsense um Jahre in ihrem Wachstum zurückwirft, achtet Kollege in gelb (2) auf den Bahnverkehr und warnt mit der niedlichen Presslufthupe (3). Ein Werkzeug ist nur dann gut, wenn es einen lauten Zweitaktmotor hat. Und eine Presslufthupe ist nur gut, wenn sie den ohrengeschützten, zweitaktschwingenden Kollegen zuverlässig warnt. Die Jungs arbeiten jetzt schon drei Tage an der Bahnlinie. Und es kommen viele Züge, vor denen es zu warnen gilt.

Besuch für die alte Dame

9. April 2008 - 18:35 Uhr

Manche Dinge dauern etwas länger. Zum Beispiel die Suche nach “Familienanschluss” für die vereinsamte Kongosalmlerdame. Es ist dem Händler des Vertrauens ja hoch anzurechnen, dass er nur gesunde Fische einkauft. Leider waren in den beiden letzten Monaten dort keine Kongosalmler im Angebot. Ein Besuch bei der “Konkurrenz” war sehr ernüchternd. Selten habe ich so blasse und verschreckte Wesen gesehen und bei dem ein oder anderen Fisch sah man auch schon deutliche Krankheitssymptome. Dann doch lieber warten.

Heute war es dann soweit: Die Lady hat jetzt eine kleine Rasselbande zur Seite. Noch geben sich die Jungs und Mädels ein wenig schüchtern und wollten so gar nicht auf ein Familienfoto.

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Bisher hält sich die alte Dame noch sehr vornehm zurück. Sie sucht zwar schon die Nähe zu den Neuankömmlingen und schwimmt auch bei weitem nicht mehr so lethargisch durch die Gegend, aber ohne erkennbare Aggression. Obwohl selbst die Männchen, die erwachsen etwa eineinhalb mal so groß werden, im Vergleich noch recht putzig wirken.

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Dumdidum

4. April 2008 - 14:17 Uhr

Dumdidumdidum …

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Lalalalala …

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Tütellütitü …

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*grins*

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Man könnte fast den Eindruck gewinnen, dass es da jemandem ernst ist ;-).

Das klärt auch die Frage, was ich am Wochenende vorhabe …

Morgen, Post!

3. April 2008 - 11:26 Uhr

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Tja, das wird wohl nichts, denn die Post in Saarbrücken streikt heute.

Sensationsfund an der Saarbrücker Ostspange

1. April 2008 - 0:02 Uhr

Die Fertigstellung der Anbindung der Ostspangenbrücke an die Mainzer Straße ist wohl so manchem Saarbrücker ein Dorn im Auge. Eigentlich sollte diese Baustelle schon längst erledigt sein. Immer wieder wurden Planungsmängel für die Verzögerungen verantwortlich gemacht. Dem ist allerdings nicht so.

Wie heute bekannt wurde, wurden schon vor vielen Monaten bei Aushubarbeiten Artefakte gefunden, die auf Überreste einer keltischen Siedlung schließen lassen. Römische Zeugnisse waren schon lange bekannt, nicht umsonst heißt diese Station der Saarbahn “Römerkastell”. Die Ursprünge dieser Siedlung gehen jedoch auf die Zeit weit vor Christi Geburt zurück.

Die Funde wurden bisher unter Verschluss gehalten, da es nicht klar war, ob es sich um Einzelfunde oder Teile einer ausgedehnten Siedlung handelt. Da die Arbeiten nach Abschluss der neuen Bahnbrücke nicht mehr tiefere Erdschichen betrafen, wurden die Arbeiten bisher planmäßig fortgesetzt. Derzeitige Erkenntnisse gehen von der größten zusammenhängenden Siedlung keltischen Ursprungs aus, die in gutem Zustand überdauert hat. Diese Siedlung erstreckt sich von dem geplantem Kreisel bis zum Saarufer. Funde auf der gegenüberliegenden Uferseite seien jedoch unwahrscheinlich, da bisher nichts auf eine Überbrückung der Saar an dieser Stelle zu dieser Zeit hindeutet.

Der Stadtrat hat beschlossen, die Siedlung freizulegen und den Ausbau dieser Verkehrsanbindung zu stoppen. Die ursprüngliche Planung einer Umgehung in den Saarwiesen bei St. Arnual wird derzeit diskutiert. Der Fund sei zu wertvoll, um ihn aufgrund profaner Verkehrsplanung nicht zu erschließen, so die offiziellen Stimmen.

Ein Fundstück dürfte eine ganz besondere Rolle spielen. Schriftliche Überlieferungen der Kelten gibt es nur sehr wenige. Das Wissen wurde weitgehend mündlich überliefert, lediglich einige profane Texte sind in griechischer Schrift überliefert. Es scheint, als habe sich an diesem Ort auch eine germanische, angesehene Familie in die Gemeinschaft eingefügt, die zumindest in Fragmenten eine Chronik dieser Zeit liefert.

Sie erzählt unter anderem von einem Druiden, der sich auf der Flucht aus dem heutigen Nordfrankreich hier niedergelassen hat. Aus dieser Schrift geht hervor, dass ein Kind beim Versuch an seinen Tränken zu naschen in seinem Kessel ertrunken wäre. Die Dorfgemeinschaft hätte ihn darauf verbannt und gejagt. Er beklagt auch, dass er sein Rezept, welches einem Menschen nahezu unbegrenzte Kräfte zukommen lassen könnte, nie fertig stellen könne, da ihm wichtige Zutaten aus dieser Region nun verwehrt wären. Ein Bild der Originalschrift und eine Transkription findet sich hier.