Sensationsfund an der Saarbrücker Ostspange
1. April 2008 - 0:02 UhrDie Fertigstellung der Anbindung der Ostspangenbrücke an die Mainzer Straße ist wohl so manchem Saarbrücker ein Dorn im Auge. Eigentlich sollte diese Baustelle schon längst erledigt sein. Immer wieder wurden Planungsmängel für die Verzögerungen verantwortlich gemacht. Dem ist allerdings nicht so.
Wie heute bekannt wurde, wurden schon vor vielen Monaten bei Aushubarbeiten Artefakte gefunden, die auf Überreste einer keltischen Siedlung schließen lassen. Römische Zeugnisse waren schon lange bekannt, nicht umsonst heißt diese Station der Saarbahn “Römerkastell”. Die Ursprünge dieser Siedlung gehen jedoch auf die Zeit weit vor Christi Geburt zurück.
Die Funde wurden bisher unter Verschluss gehalten, da es nicht klar war, ob es sich um Einzelfunde oder Teile einer ausgedehnten Siedlung handelt. Da die Arbeiten nach Abschluss der neuen Bahnbrücke nicht mehr tiefere Erdschichen betrafen, wurden die Arbeiten bisher planmäßig fortgesetzt. Derzeitige Erkenntnisse gehen von der größten zusammenhängenden Siedlung keltischen Ursprungs aus, die in gutem Zustand überdauert hat. Diese Siedlung erstreckt sich von dem geplantem Kreisel bis zum Saarufer. Funde auf der gegenüberliegenden Uferseite seien jedoch unwahrscheinlich, da bisher nichts auf eine Überbrückung der Saar an dieser Stelle zu dieser Zeit hindeutet.
Der Stadtrat hat beschlossen, die Siedlung freizulegen und den Ausbau dieser Verkehrsanbindung zu stoppen. Die ursprüngliche Planung einer Umgehung in den Saarwiesen bei St. Arnual wird derzeit diskutiert. Der Fund sei zu wertvoll, um ihn aufgrund profaner Verkehrsplanung nicht zu erschließen, so die offiziellen Stimmen.
Ein Fundstück dürfte eine ganz besondere Rolle spielen. Schriftliche Überlieferungen der Kelten gibt es nur sehr wenige. Das Wissen wurde weitgehend mündlich überliefert, lediglich einige profane Texte sind in griechischer Schrift überliefert. Es scheint, als habe sich an diesem Ort auch eine germanische, angesehene Familie in die Gemeinschaft eingefügt, die zumindest in Fragmenten eine Chronik dieser Zeit liefert.
Sie erzählt unter anderem von einem Druiden, der sich auf der Flucht aus dem heutigen Nordfrankreich hier niedergelassen hat. Aus dieser Schrift geht hervor, dass ein Kind beim Versuch an seinen Tränken zu naschen in seinem Kessel ertrunken wäre. Die Dorfgemeinschaft hätte ihn darauf verbannt und gejagt. Er beklagt auch, dass er sein Rezept, welches einem Menschen nahezu unbegrenzte Kräfte zukommen lassen könnte, nie fertig stellen könne, da ihm wichtige Zutaten aus dieser Region nun verwehrt wären. Ein Bild der Originalschrift und eine Transkription findet sich hier.


