Archiv 17. Februar 2008

Ich hätte da mal ein paar Fragen …

17. Februar 2008 - 17:26 Uhr

So ganz verstehe ich nicht, was der sittliche Nährwert hinter den verhüllten Enthüllungen rund um die “Steueraffäre” ist.

Was soll denn dieser “Spannungsbogen” mit dem Hinweis, dass es demnächst neben Herrn Zumwinkel auch andere trifft?

Man stelle sich vor, die Polizei hätte beispielsweise einen Diebstahl ermittelt und gäbe in der örtlichen Presse bekannt, dass man den Täter kenne und in ein paar Tagen eine Festnahme durchführen würde, es sei denn – *hint* *hint* – der Täter stelle sich bis dahin freiwillig, was das Strafmaß verringern würde. Klingt doch irgendwie absurd, da keine gängige Praxis. Hier wird aber genau dies getan. Da hocken nun einige Prominente herum, wissen genau, dass sie auf dieser Liste stehen können, da Bank und Zeitraum bekannt sind und dürfen sich übers Wochenende überlegen, was zu tun ist.

Oder gewährt man der Wirtschaft die Zeit sich schon prophylaktisch von allen Vorwürfen rein zu waschen und das Bild der wenigen schwarzen Schafe in den Köpfen zu festigen?

Oder folgt man nur der Mode, zunächst ein Thema spekulativ breit zu treten, bevor die Fakten nachgereicht werden?

Edit: Ach ja, und so ganz nebenbei bemerkt: Würde jemand, der derlei vorgewarnt ist, nicht die Zeit nützen, Beweise anderer Aktivitäten, die nicht aus diesem Zeitraum stammen, möglichst rasch zu beseitigen?