Archiv Januar 2008

Aus dem Leben einer Kindergärtnerin

30. Januar 2008 - 22:33 Uhr

Die Kleingruppe schmollt. Es ist klar, die Kinder mögen sich nicht besonders. Willi sitzt in der Ecke und heult. “Warum weinst du denn?” – “Keiner will mit mir spieleeeen!” – “Der Willi ist doof!” – “Andrea, Roland! So was sagt man nicht!” – “Doch! Doch! Doch! – Der hat mir meine Förmchen geklaut!” – “Andrea, das stimmt doch nicht. Warum spielst Du denn nicht mit Tarek?” – “Wir können nicht zu zweit spielen, das ist blöd!” – “Jörg-Uwe, spiel doch mit den beiden.” – “Nein, ich will mit Roland spielen!” – “Aber die Andrea ist doch auch lieb.” – “Neihein!” – “Roland, Andrea, jetzt vertragt euch mal wieder.” – “Nein!” – “Nie!” – “Die Andrea hat gesagt, sie ist größer als ich!” – “Bin ich auch! – “Bist du nicht!” – “Bin ich wohol!”. “Tarek?” – “Ich will mit der Andrea spielen, die mag ich. Der Roland stinkt!” – “Ich stinke nicht!” – “Stinkstiefel! Stinkstiefel!” – “Wäääääh!” – “Andrea, Tarek. Spielt doch auch mal mit Willi.” – “Mit deeeeem? Neeee!”

“Wisst ihr was? Ich bleib jetzt einfach hier sitzen. Und wenn ihr euch zu Tode langweilt. Einigt euch oder nicht. Mir ist das jetzt zuviel.”

Sinnfrei im Internet

30. Januar 2008 - 17:05 Uhr

quintusdorf.jpgEs gibt so herrlich sinnbefreite Spielchen. Ab und an mag ich das gern.

Eine einsame Hütte im Wald und bei jedem Besuch der Seite kommt ein neuer Einwohner hinzu, damit daraus “MyMiniCity” wird. Sieht ganz putzig aus, mal schauen, ob sich da eine Siedlung entwickelt ;-).

Nice Try ;-)

29. Januar 2008 - 17:55 Uhr

Humpf! Tata!

28. Januar 2008 - 11:27 Uhr

Wieder daha!

Es ist schon lustig, wenn beim Einspielen einer neuen Version von WordPress fiese kleine Dinge passieren.

Zum Beispiel, dass die .htaccess schon überschrieben wird, wenn man sich nur die Seite zur Einstellung der Permalinks anschaut.

Oder dass die Datenbank zu groß ist, um schmerzfrei wieder auf die alte Version zurückzukommen.

Oder sich die Startseite in einer Endlosschleife fängt.

Herzig so was.

Kostet etwa 10 neue graue Haare.

Es trotzdem zu schaffen, unbezahlbar … ;-).

Darauf hätte ich ja auch mal früher kommen können

27. Januar 2008 - 17:42 Uhr

Was bei Webseiten-Statistiken immer stört, ist der Traffic, den man selbst produziert. Je nach Besucherzahl und eigener Aktivität wird das Ergebnis verfälscht. Hier war es gar nicht so trivial. Über meinen Internet-Provider habe ich eine ständig wechselnde IP, was eine eindeutige Filterregel schwierig macht.

Also muss ein Filter her, der die “exotischsten” Merkmale miteinander verknüpft, damit es genügend unwahrscheinlich ist, dass sonst noch jemand genau diese Merkmale aufweist. Das ist aber nicht das gelbe vom Ei.

Auf das Einfachste muss man erst mal kommen. Wahrscheinlich ist das auch irgendwo schon längst dokumentiert.

Meist wird bei externen Statistik-Werkzeugen ein kleines Skript, eine versteckte Grafik oder ein sonstiger Code-Schnipsel eingebunden, der zur Zählung der Seitenzugriffe herangezogen wird. Fehlt dies, wird auch nicht gezählt.

WordPress zumindest unterscheidet, ob ein Benutzer eingeloggt ist oder nicht. Da ich als Hauptbenutzer ständig eingeloggt bin, liegt es also nahe den Code über PHP fallweise einzubinden.

if ( ! is_user_logged_in() )

{ echo “Hier den Code für die Statistik einfügen”; }

Fertig ist die “saubere Statistik”. Hübscherweise funktioniert das dann sogar an jedem Fremdrechner.

Nettes Spielzeug

27. Januar 2008 - 15:16 Uhr

Bei Inishmore entdeckt:

BombayTV: Bollywoodfilme mit neuen Untertiteln versehen. Macht Spaß :-).


 

Ich bin nicht Deutschland – manchmal

26. Januar 2008 - 21:45 Uhr

Wenn die deutsche Nationalmannschaft mit Hand und Fuß Fuß- oder Handball spielt, packt mich meist eine gewisse Begeisterung und ich freue mich oder zittere mit.

Bei “Deutschland sucht den Superstar”, bleib ich lieber dann doch außen vor. In diesen Topf will ich nicht geworfen werden – was sollen denn die Nachbarn denken? Ganz langsam zum Mitschreiben: Ich suche nicht mit!

Mal abgesehen davon, dass “der” Superstar anscheinend noch nicht gefunden ist; trotz intensiver Suche will es einfach nicht gelingen. Ist Deutschland etwa das Land der Eintagsfliegen oder liegt es am Konzept?

Es ist schon ein Phänomen, dass sich viele dort bewerben, die sicher ihren Platz im Leben finden können, aber garantiert nicht auf der Bühne. Damit ich nicht ganz aus der hohlen Hand schreibe, schaue ich mir (unter Schmerzen ;-)) nebenbei dieses Spektakel einmal an. Da gibt es die Aufgeregten, die keinen Ton herausbringen, solche mit dezent bis frappierend verschobenem Selbstbild und die notorischen Wiedergänger. So richtig kann man die nicht über einen Kamm scheren. Aber irgendwo folgen sie einem ungegebenem Versprechen: Du kannst ein Star sein. Alle selbst schuld?

Manche schon, andere weniger. Täte sich ein großes Loch des Vergessens auf, wären wohl einige sehr schnell kuriert. Aber nein. Man lässt die Jungs und Mädels natürlich auch zappeln. Man möchte ja der Meute am Bildschirm weiterhin Fleisch vorwerfen können. Die einen bekommen ihre “Fünf Minuten Ruhm” und ein schräger Hansel kommt durch. Nie soweit, dass er gewinnen könnte, aber immerhin ein paar Runden darf er mitdrehen. Früher nannte man das “Anfixen”. Plötzlich wird es nicht mehr rational. Da wird wohl beiseite geschoben, dass es sich nicht um eine einmalige Peinlichkeit handelt, sondern immer und immer wieder hervorgezogen wird. Wenn es im Fernsehen durch ist, geht es auf YouTube in die Verlängerung.

Dort bleibt das auch, egal, ob es dem- oder derjenigen später mal peinlich ist. Ob diese Tragweite jedem wirklich bewusst ist – ich weiß es nicht.

Vor 2000 Jahren hat man Menschen an Löwen verfüttert. “Panem et circenses” – Brot und Spiele. Langsam bewegt sich einiges wieder in diese Richtung. Allerdings mit dem Unterschied, die Menschen opfern sich freiwillig. Gefressen wird noch nicht, “nur” niedergemacht. Toller Spaß.