Archiv 18. Dezember 2007

Durch die Hintertür geschlichen kommt …

18. Dezember 2007 - 23:11 Uhr

… ab und an nichts Gutes.

Seit einigen Tagen kommt auf leisen Sohlen ein übler Gast in meine Statistik. Er gibt sich als verweisende Seite

http://tvsetmp3.com

zu erkennen. Welches dumme Progrämmchen mag sich dahinter verbergen? Für wie dumm hält mich jener? Denkt er, er könnte mich foppen – oder andere? Nee, seine doofe Software bleibt außen vor – dummer Versuch.

Adventskalender-Nachtrag und Hörtipp

18. Dezember 2007 - 19:24 Uhr

Von Zippo bekam ich den Tipp, dass es “Türchen 15″ auch in vertonter Form gibt.

“Der Weihnachtsabend eines Kellners”

Text: Erich Kästner
Musik: Zippo Zimmermann

Hier geht es direkt zum mp3-File

Wer mehr hören und sehen mag (und dies lohnt sich :-)) kann gerne bei Savoy Truffle stöbern. Guddie Mussig aus Saarbrigge!

Edit: Gerade von Zippo nachgereicht der Link Erich K.

Und mein herzallerallerliebstes Erich Kästner Zitat:

Was auch geschieht:
Nie dürft Ihr so tief sinken,
von dem Kakao, durch den man euch zieht,
auch noch zu trinken!

Edit Edit: Darf ich erwähnen, dass Erich Kästner mein Geburtstagszwilling (exklusive Geburtsjahr) ist :-) ?

Türchen 18: Ein Bärenleben – Teil 8

18. Dezember 2007 - 0:00 Uhr

Endlich, nach für Jan und Julia unermesslicher Zeit war es Heiligabend. Auch Frau Hansen konnte den Tag genießen, hatte sich doch ihre Sorge so wunderbar aufgelöst. Wie in jedem Jahr gab es immer wieder geschickte Ablenkungsmanöver der Eltern, um die Vorbereitungen für den Abend zu treffen. Herr und Frau Hansen tauschten konspirative Blicke aus und konnten sich kaum ein Lachen verkneifen. Am Nachmittag machten sich Jan, Julia und Frau Hansen für den Kirchgang bereit. Herr Hansen blieb zu hause. Auf einer Seite wäre er gerne mit seiner Familie in den Gottesdienst gegangen, war dies doch immer sehr festlich und schön. Aber andererseits genoss er die zwei Stunden alleine, in der er das Wohnzimmer verwandelte. „Irgend jemand muss dem Christkind doch helfen.“ Er war jedes mal ein wenig überrascht, dass dies noch nicht einmal im Ansatz hinterfragt wurde.

Herr Hansen schaute seiner Familie nach und kaum waren sie um die Ecke gebogen, wuchtete er den Weihnachtsbaum aus dem Keller ins Wohnzimmer. Während er den Baum schmückte, summte er Weihnachtslieder vor sich hin und schweifte ab und an zu Erinnerungen hin, als er selbst noch ein Kind war und fasziniert vor dem erleuchteten Baum stand. In den letzten Jahren hatte er gelernt, warum sein Vater dann so seltsam vor sich hin geschmunzelt hatte. Dieses Jahr war er besonders stolz auf sein Werk, denn der Baum war sehr gut gewachsen und konnte einige Kerzen mehr tragen als üblich. Am Ende arrangierte er die Geschenke. Frau Hansen hatte Jans Bären nicht in Geschenkpapier gepackt sondern ihm nur eine große, rote Schleife umgebunden. Herr Hansen setzte ihn auf Jans Geschenke und so thronte er der Bescherung entgegen.

Als die Eltern die Kerzen anzündeten, war schwer zu sagen wo die Vorfreude größer war, bei den Kindern oder bei den Eltern, die sich freuten, ein kleines Wunder geschaffen zu haben. Vor allem Jan stand mit großen Augen und roten Wangen da und sein Blick wanderte vom Baum zu seinen Eltern und immer wieder zu dem Bären, der so gleichmütig und still auf seinem kleinen Berg wartete. Endlich durften die beiden los. Jan ging zielstrebig auf seinen Bären los und drückte ihn an sich. „Ab heute heißt Du Zottel.“ flüsterte er ihm ins Plüschohr. Während Julia freudig ein Geschenk nach dem anderen auspackte, saß Jan einfach da und betrachtete selig seinen Teddy. „Willst Du nicht Deine anderen Geschenke öffnen?“ fragte ihn Frau Hansen nach einer Weile. Jan schaute seinen Mutter verwundert an. „Welche anderen Geschenke? Ich wollte doch nur diesen Bären.“

Frau Hansen standen Tränen in den Augen.