Archiv 28. November 2007

Blogpause die Zweite (oder Dritte?)

28. November 2007 - 18:27 Uhr

Auf besondere Nachfrage von Herrn Markus aber vielleicht auch auf die unausgesprochene Frage “Wann geht es hier denn weiter?” eine etwas ausführlichere Antwort.

Für Eilige die Antwort in Kürze: Ja, es geht weiter. Auf das “Wann” habe ich momentan keine Antwort.

Wenn man sich so quer durch die Blogosphäre liest, trifft man häufig auf Artikel, die das eigene Blog in Frage stellen und ob man denn nun weiter machen will oder nicht. Bei dieser Frage bin auch ich vor einiger Zeit angekommen. Die Antwort kann wohl jeder nur für sich selbst geben.

Zunächst habe ich mir selbst die Frage gestellt, warum ich persönlich diesem Blog nicht mehr soviel Zeit und Energie zuwende. Eigentlich hatte ich kein ausgesprochen hoch gegriffenes Ziel, als ich dieses Blog anfing. Es sollte in erster Linie authentisch sein. Hierzu gehört für mich auch die Auswahl der Themen. Das reicht nun mal in meinem Fall von Beiträgen, die mir ernsthaft am Herzen liegen bis hin zu einer gewissen Albernheit.

Es hat sich dann bei mir zuerst der Verdacht eingeschlichen, dass gerade die Artikel, die mir persönlich wichtig waren, weit weniger gelesen werden als die – ich nenne es mal so – Bespaßung. Dies hat ein genauerer Blick in die Statistik bestätigt. Und schleichend hat sich dort dann auch ein Übergewicht gebildet. Es ist halt schwierig einen Text zu verfassen, wenn im Hinterkopf schon der Gedanke sitzt „das liest ja sowieso kaum jemand“.

Dies kann man auf sich beruhen lassen. Aber was dabei herauskommt hat für mich nicht mehr den Anspruch auf Authentizität. Mir persönlich fehlt dann der Reiz.

Ein anderer Weg wäre, die Statistiken zu ignorieren und einfach nur das schreiben was ich will. Diesen Ratschlag hört man ja allenthalben. Aber mal Hand aufs Herz: Wer veröffentlicht, will auch gelesen werden. Ansonsten kann man auch seine Gedanken in eine Textverarbeitung klappern oder altmodisch Stift und Papier zur Hand nehmen.

Also sind im Moment einige Gedanken nötig, wieder alles unter einen Hut zu bringen. Schließlich und endlich betreibe ich dies ja ohne kommerziellen Hintergedanken und da muss sich das Ganze schon in sich selbst lohnen und Freude bringen.