Sommersonntagabend in Saarbrücken ist …
5. August 2007 - 23:37 Uhr… zum Staden radeln, Abendsonne, ach …
… zum Staden radeln, Abendsonne, ach …
Wie können die nur! Deutschland wird nächste Woche an den Rande des Ruins gebracht, wenn die Lokführer streiken. Dabei hat doch der gütige Herr Mehdorn ein so tolles Angebot gemacht. Und die undankbaren Lokomotivführer wollen trotzdem streiken.
Sorry, aber die Rechnung geht nicht ganz auf, auch wenn es kreuz und quer in der Presse breitgetreten wird. Es ist schon erstaunlich, dass man schwerlich finden kann
Ach ja, Herr Mehdorn weint ja auch darüber, dass bei der Konkurrenz in Deutschland nur 2-3% mehr ausgehandelt wurden. Das ist natürlich ungerecht. Außer man verschweigt, dass dort bisher auch 9,4% mehr gezahlt wurde.
Ich frage mich nur, warum diese Seite so selten beleuchtet wird. Da darf sich Mehdorn auch mal mit so schönen Sätzen wie “Die Sicherheit des Bahnverkehrs ist heilig und steht auch über Streik.” als Kreuzritter der Schiene darstellen. Irgendwie ist mir da das Meinungsbild sehr unausgewogen. Und da viele Bahnreisenden wohl in ihrem täglichen Ablauf gestört werden, werden wohl wenige Verständnis für die Forderungen haben. Die Fokusierung auf die Zahl “31%” (wobei hier schon wieder ein zwischen 26 und 31% fehlt) wirkt natürlich zuerst einmal unverschämt, aber bei genauerer Betrachtung sind es die gebotenen 4,5% eben genauso.
Es gibt Fernsehserien, an die man sich seit der Kindheit gerne erinnert. Zum Beispiel Bernhard Grzimeks “Ein Platz für Tiere”. Vielleicht hat der Eine oder die Andere auch noch Sätze wie “Diese kleinen possierlichen Tierchen” oder die Begrüßung “Guten Abend, meine lieben Freunde” und Herrn Grzimeks einzigartige Stimme im Ohr.
Derzeit werden 25 Folgen dieser wunderbaren Serie auf EinsFestival jeweils Samstags (heute um 17:20) wiederholt.
Damit diejenigen, die entweder keinen Digitalanschluss besitzen oder die Sendungen verpasst haben, nicht darauf verzichten müssen, stehen alle Folgen nach der Ausstrahlung als VideoPodcast zur Verfügung.
Schon seit einiger Zeit gehört “Global Voices” zu meiner täglichen Lektüre. Es ist einfach spannend, Berichte aus Ländern zu lesen, die in der Berichterstattung eher hinten anstehen, es sei den es trägt sich dort eine Katastrophe zu. Über den ganz normalen Alltag erfährt man dann doch eher wenig.
Einen Nachteil des Ganzen sahen die Initiatoren darin, dass es sich bei den Bloggern dieser Länder eher um eine privilegierte Schicht handelt, die sich vom “normalen” Lebensstandard abhebt. Dies macht die Beiträge nicht weniger wertvoll, aber es ist halt eine Sicht aus einer anderen Perspektive.
Mitte Juni wurde das Schwesterprojekt “Rising Voices” ins Leben gerufen, das nun die ersten Früchte trägt. Es geht darum, Menschen, die bisher keinen Zugang zum Internet hatten, in die Lage zu versetzen ein eigenes Blog zu führen oder Videos auf YouTube zu veröffentlichen, von der Bereitstellung der Infrastruktur bis hin zu Kursen, um den Umgang mit diesem Medium zu erlernen. Die ersten Resultate sind mittlerweile auf YouTube zu sehen oder hier zum nachlesen.
In der Nationalgalerie Melbourne hing über 60 Jahre ein Bild, das man für ein Originalwerk des Malers Van Gogh hielt. Sein Wert wurde auf etwa 11 Millionen Euro geschätzt. Nun stellte es sich heraus, dass das Werk fälschlicherweise zugeordnet wurde und von einem unbekannten Künstler stammt. Damit ist das Bild nahezu “wertlos”. Es ist keine Fälschung, sondern ein Original, nur nicht von Vincent.
Verstehe ich nicht ganz – an dem Bild hat sich doch kein Pinselstrich geändert. Wird in der Kunstwelt überhaupt nicht auf Qualität sondern nur auf den Namen geschaut? Ist zwar hässlich, aber Van Gogh – 11 Millionen.
Wäre ja auch möglich, den unbekannten Künstler höher zu schätzen und mal zu schauen, ob der vielleicht auch ein paar andere hübsche Bilder gemalt hat.
Na ja, muss ich auch nicht verstehen, hab ohnehin nicht das nötige Kleingeld für Vincent ;-).
Der Ball ist rund und das Runde muss ins Eckige. Doch woher kommt das “Runde”? Zu 70% werden die Bälle in Pakistan zusammengenäht. Dabei ist es um die Arbeitsbedingungen vor Ort nicht sonderlich gut bestellt. Die Bezahlung erfolgt meist nach Stückzahl und Qualität, was bei einem Aufwand pro Ball von etwa zwei Stunden kaum ausreicht, um eine Familie zu ernähren. Auch die übrigen Arbeitsschritte sind über Asien verteilt, selten unter wirklich guten Bedingungen.
Ein etwas älterer Artikel beschreibt eindrucksvoll, welche Reise der letztjährige WM Ball “Teamgeist” hinter sich hat, bevor er endlich getreten werden darf. Auch wenn der Druck auf die Hersteller wächst, bessere Arbeitsbedingungen zu schaffen, führt der Preisdruck doch immer noch zu schlechten Arbeitsbedingungen.
Mittlerweile gibt es auch Bälle, die mit dem Fairtrade-Siegel ausgestattet sind, die mit ihrem Erlös neben verbesserten Arbeitsbedingungen auch Zugang zum Gesundheitswesen und Bildungseinrichtungen stützt.
… sorry, aber wenn man sich die Lachtränen weg wischen muss, dann doch ein Link. Das ist Peeeeeeeeeep.