Archiv August 2007

SIE sind da!

18. August 2007 - 14:39 Uhr

[Verschwörungtheoriemodus ein]

Pst! Ich habe es ja lange schon vermutet, aber es stimmt: Es gibt SIE.

SIE sind mitten unter uns, oder besser gesagt eine Armlänge entfernt neben uns. Nein, SIE entführen uns nicht (oder nicht mehr) in UFO’s um uns irgendwelchen lustigen Experimenten zu unterziehen. SIE beobachten und studieren unser Verhalten.

SIE sitzen im Supermarkt an der Kasse.

Haben Sie (nicht SIE sondern höfliches “Sie”) sich nicht schon einmal gefragt, ob Warteschlangen an Kassen wirklich nötig sind? Sie (die Warteschlangen, nicht “SIE” oder “Sie”) sind es nicht. Es ist Teil IHRER Versuchsanordnung.

Nachdem SIE uns durch verwirrende Umräumaktionen und Hintergrundsäuselbeschallung (hören Sie nicht auf die Botschaften!) schon weichgekocht haben, werden durch die Einpferchung in den Warteschlangen und die damit verbundene Dauerunterschreitung des persönlichen Distanzradius und Bewegungseinschränkung auch noch die letzten Reste an Widerstand gebrochen.

Glauben Sie, es ist Zufall, dass immer jemand in Ihrer Schlange nach “passendem” Kleingeld nestelt, die Kreditkarte den Dienst versagt oder die Papierrolle in der Kasse gewechselt werden muss? Nein, das sind SIE.

Welcher normale Mensch könnte in einer für Legehennen unanständig kleinen Box über Stunden in unerschütterlicher Laune Zahlen in Registrierkassen eingeben oder Strichcodes erfassen, ohne auszurasten? Dies muss keine “gute” Laune sein, es ist nur wesentlich, dass sie sich nicht ändert. SIE können es. SIE beobachten. SIE werten die Punkte aus, die Sie sammeln.

Und wo laufen alle Daten zusammen? Natürlich in BIELEFELD!

[Verschwörungtheoriemodus aus]

Nicht ohne meinen Anwalt

18. August 2007 - 13:38 Uhr

Darf ich denn noch bloggen – und wenn ja, was?

Frau Creezys Hinweis auf den niedlichen kleinen Paragrafenwald, der mehr oder minder auch auf Blogs angewendet wird, und einige jüngere Ereignisse beispielsweise hier, da und dort hinterlassen kein gutes Bauchgefühl.

Es ist wohl fast jedem klar, dass man sich nicht in einen rechtsfreien Raum begibt, wenn man im Internet unterwegs ist. Allerdings kommen eine ganze Menge Gesetze und Regeln zur Geltung, mit denen man sich im “realen” Leben gar nicht auseinander setzen muss. Dabei gilt dann der Grundsatz, dass Unwissenheit nicht vor Strafe schützt. Das Dumme dabei ist, dass die Gesetze, die sich im speziellen mit dem Medium Internet beschäftigen, zum Teil aus dem späten letzten Jahrhundert bis in die frühen Jahre dieses Jahrhunderts stammen und sich vornehmlich auf kommerzielle Angebote von Firmen beziehen, teilweise durchaus nachvollziehbar um bis dahin fröhliche Urständ zu beseitigen, die “damals” herrschten.

Allerdings hat sich die Welt in der Zwischenzeit doch ein paar mal um die eigene Achse gedreht und mittlerweile sind neben mehr oder minder gut kapitalisierten Firmen auch viele Privatpersonen “im Netz”. Dies ist aber noch nicht so recht in den Gesetzen angekommen, vor allem was Strafmaße anbelangt. Da kommen dann schon mal schnell fünfstellige “Kleckerbeträge” zusammen.

Vergleicht man dies mit dem Bußgeldkatalog für den Straßenverkehr, an dem ja auch fast jeder in irgendeiner Form teilnimmt, stellt sich schon ein Gefühl der Unverhältnismäßigkeit ein. Dort gibt es ja auch Strafen, die bei hoher Gefährdung ausgesprochen schmerzhaft sein können, aber eben nicht diesen ruinösen Charakter tragen. Und, dies ist entscheidend, es gibt hier eine Rechtssicherheit. Es ist vollkommen egal, ob ich in München, Hamburg, Saarbrücken oder Bielefeld-Süd zu schnell fahre, es hat die gleichen Konsequenzen.

Urteile bei “Netzdelikten” sind zum großen Teil Auslegungssache der Gerichte. Da kann es schon ein Unterschied sein, ob dies in Hamburg oder München verhandelt wird.

Es täte meiner persönlichen bescheidenen Meinung nach Not, dass dieser Paragrafenwald von Gesetzgeberseite einmal gründlich durchforstet wird, um dies auf wenige, klare Regeln und Konsequenzen zu kondensieren, die als Privatanwender zu beachten sind.

Sommer Szene 2007

10. August 2007 - 16:51 Uhr

saarbruecken21.jpgIrgendwie fällt es schon ein wenig schwer, bei diesem Regenwetter an “Sommer” zu denken. Es erinnert dann doch eher an einen viel zu früh einsetzenden Herbst.

Nichtsdestotrotz findet derweil die “Sommer Szene” statt. In Saarbrücken, Völklingen und Dillingen sind seit gestern im Rahmen der internationalen Straßentheatertage 30 Theatergruppen unterwegs.

bouldegom.jpgGestern konnte man unter anderem bereits die französische Gruppe “Bouldegom Théâtre” mit ihrem ach so passenden Programm “Encors Pluvieux” bewundern. Es ist durchaus skurril, den riesigen, merkwürdigen Gestalten bei ihrem Schabernack zuzuschauen, bei dem auch “unschuldige” Autofahrer und Linienbusse ad hoc integriert werden.

bouldegom2.jpgNatürlich blieb es an dieser Stelle auch nicht aus, dass einige der in ihrer Fahrt behinderten Kraftfahrzeuglenker ihr geringes Verständnis durch ärgerliches hupen zum Ausdruck brachten.

Und wieder einmal gelernt, dass Japaner wohl doch immer eine Kamera dabei haben und ich nie. Jedenfalls nur die Mobiltelefonknipsmaschine.

schweizeraliens1.jpgImmerhin taugt das Ding durch eine unbeeinflussbare Belichtung dazu, “Starbugs” – nach eigener Aussage die “uncoolsten Hiphopper der Schweiz” – zu helvetischen Aliens zu mutieren. Schade eigentlich, die Jungs sind wirklich gut und witzig.

Mister Edd & Lefou” zeigten dem Knipsdingens endgültig die eng gesteckten Grenzen auf. Allerdings auf ausgesprochen zwerchfellstrapaziernde Art. Ironischerweise auch mit einem episodenhaften Running Gag, der sich über SchwHandyvergleiche lustig macht und bis ins absurde steigert.

Trotz recht verdrießlichem Wetter sehr viel Spaß gehabt.

Horrorskop: Beruf und Karriere 32. Woche 2007

8. August 2007 - 23:18 Uhr

Sie werden diese Woche sehr gefordert werden. Es ist jetzt sehr wichtig, dass Sie Ihre Kräfte einteilen, denn Sie haben sich einiges vorgenommen. Und es wird nicht weniger werden. Sie werden aber die Anstrengungen der Woche gut meistern, wenn Sie sich auch gesundheitlich ein wenig mehr anstrengen würden, d.h. mehr Sport, mehr Obst, mehr frische Luft.

Checkliste:

  • Bayern – Burghausen gesehen, gefühlte 5 Kilo verloren
  • Obstdosis auf eine Staude Bananen, 4 Liter O-Saft, 1 Kilo Kiwi, 10 Äpfel, 1 Melone plus “Diverses” erhöht (10% Steigerung zur Vorwoche)
  • Klima aus, mit offenem Fenster gefahren

hey, ich liege gut im Rennen ;-).

In der Kürze liegt die Würze

7. August 2007 - 23:40 Uhr

Vor einiger Zeit hat Markus einen genialen Werbespot vorgestellt, der mit zwei Minuten schon an Kurzfilmlänge herankam. Es ist umso erstaunlicher, wie man mit nur fünf Sekunden und sehr wenig Text auskommen kann. Auch hier die Frage: Wofür wird geworben? Bedenken Sie: Sie haben nicht viel Zeit zum raten ;-).

5seconds.jpg

Vorbeigerede – 2

7. August 2007 - 17:49 Uhr

Kunde: “Der Pfandautomat nimmt die Flasche nicht an.”
Kassierer: “Die ist nicht rund.”
Kunde: “Die ist rund.”
Kassierer: “Aber nicht richtig.”
Kunde: “Was ist ‘richtig’ rund?”
Kassierer: “Wenn der Automat sie annimmt.”

Vorbeigerede

6. August 2007 - 21:22 Uhr

Kassiererin: “Haben Sie eine Payback-Karte?”
Kunde: “Nein danke, ich bin mit dem Bus da!”