Archiv August 2007
Wie tief ist das Sommerloch?
21. August 2007 - 21:27 UhrAlso ein klein, klein wenig muss ich mich schon am Kopf kratzen. Ich mag es, wenn Nessie mal wieder im Loch Ness nach Luft schnappt oder irgendwelche Marginalien den Sommer leicht machen. Aber was treibt eine Redaktion so in die Enge, einen Songtext von 1958 mit einer Larifari-Einleitung wie
Mit allerlei Latatatatatatahuwaah und Oehwoewoe: Soulsänger Sam Cooke erzählte wunderbar einfach alles, was man über das Verhältnis zwischen Wissenschaft und dem Rest des Lebens wissen muss – 1958 in “Wonderful World”.
als redaktionellen Beitrag zu veröffentlichen?
Gut, es ist ein schönes Lied. Ich habe es auch 5000 mal oder so gehört und auch den Text verstanden. Ist das aber eine Meldung wert?
Hmmh …
21. August 2007 - 21:16 UhrHerr Rob hat es ja schon von einer Seite beleuchtet: Dumme haben mehr Sex
Jetzt erhärtet SPON diese These mit “Wer schlau ist, hat keinen Sex”
Tja dumm gelaufen. Nehmen wir an, dass Intelligenz zumindest zum Teil vererbt wird und dann auch der Kontext zum Lernen ein wenig eingeengt wird, folgt daraus wohl, dass die Menschheit sich gerade auf einem absteigenden Ast befindet. PISA ist kein Unfall sondern eine unausweichliche Folgeerscheinung ;-).
[/Glosse]
Nein, das ist sie nicht ;-)
20. August 2007 - 23:51 UhrWarum auch immer hat es eine(n) Besucher(in) über Google an diese Gestade gespült, um zu überprüfen “Blümchen ist eine Außerirdische”. Mit 99.999999999% Wahrscheinlichkeit nicht.
Wer kennt noch “Blümchen”?
Wer stellt sich diese Frage?
Ich kichere mich jetzt in den Schlaf und sage “Gute Nacht!”
Die alten Männer kommen :-)
20. August 2007 - 23:33 Uhr
Ach ja, es gibt einfach Bands, die kann man sich immer und immer wieder anschauen. Wo es einfach vollkommen egal ist, ob die einmal die großen Hallen gefüllt haben und jetzt durch kleinere Räumlichkeiten tingeln. So wie für mich persönlich Manfred Mann’s Earth Band, die am 12. Oktober nach St. Ingbert kommen.
Ich kann gar nicht genau sagen, wie oft ich die schon live gesehen habe. Immerhin spielt Herr Lubowitz (aka Manfred Mann) schon seit mehr als vierzig Jahren mehr oder minder erfolgreich Musik. Das Schöne daran ist ein gewisser Wandel. Mein erstes Konzert war begleitet von einer für diese Zeit ausgefeilten, teuren Bühnenshow, die einfach nur Staunen produziert hat. Mittlerweile laufen die Konzerte allerdings eher “familiär” ab. Wenn sich die Jungs (sorry für ein kurzes Prusten – Herr Lubowitz ist so alt wie meine Mutter ;-)) hier im Südwesten blicken lassen, kennt sich die erste Reihe schon seit Jahren. Und die Musiker kennen auch diejenigen, die vorne stehen. Da gibt es kein plattitüdenhaftes “ihr seit das beste Publikum” – nö – man nickt sich kurz zu “ach du bist wieder da”.
Was mich neben der Musik besonders fasziniert, ist allerdings etwas anderes. Manfred Mann (aka Herr Lubowitz) hat sich nie vollkommen “verkauft”. Ja, da waren überaus erfolgreiche Jahre, aber wenn es an der Zeit war einen Wandel zu vollziehen, hat er dies einfach gemacht. Da geht mit “Chapter III” ein harter Bruch vom kommerziell erfolgreichen 60′s Beat zum experimentalen Jazz über in erdigen Rock mit Achtungserfolgen und der wiederum in 70′s Pop-Rock, der die Earth Band wieder ganz nach oben bringt. Dann werden wieder afrikanische Rhythmen aufgegriffen, bevor der Begriff “Earth Music” überhaupt geboren wird um sich dann der Musik nordamerikanischer Stämme zu widmen und so weiter. Alles irgendwie vor der Zeit, in der man dies kommerziell “ausschlachten” könnte.
Mag ich, geh ich hin, freu mich ;-).
Meine fünf Minuten Ruhm oder “Eigentlich ist nix passiert”
20. August 2007 - 11:11 UhrSo, jetzt habe ich meine Freudentänze ausgetanzt, der Kaffee, den ich auf den Bildschirm geprustet habe ist wieder abgewischt. Es gab auch keine Kurzschlüsse in den ach so empfindlichen Geräten, also kein Grund zur Besorgnis. Was ist passiert? Fast nichts, nur, dass ich so zu sagen über Nacht bei Blogscout in die Top 100 gekommen bin. Und bei Technorati glatt mal 200.000 Plätze nach vorn gekommen bin. Olé, olé – Superblog.

Wirklich? Nö, eher nicht.
Eigentlich ist kaum etwas passiert. Eigentlich habe ich mitten im Sommerloch das Gleiche getan, was ich sonst auch tue: Ein kleines Bällchen hochgeworfen. Nur haben diesmal ein paar Leute mehr mit diesem Bällchen gespielt. Das ist alles. Mit den nächsten Bällchen mag vielleicht keiner spielen, dann geht es halt wieder in den kuscheligen “Long Tail”. Sollte mich das kümmern? Nö :-).
Tolle Begründung
19. August 2007 - 19:17 UhrMit geringem Verständnis habe ich zur Kenntnis genommen, dass die große Koalition plant, die Finanzierung der Parteien aus Steuergeldern weit über das übliche Maß zu erhöhen. Als Ursache werden Rückgänge in der Mitgliederzahl genannt.
“Wenn die Bürger sich entscheiden, sich nicht mehr als Mitglieder in Parteien zu engagieren, wird dies zum Teil durch öffentliche Mittel ausgeglichen werden müssen”, hatte die designierte SPD-Schatzmeisterin Barbara Hendricks in der “Rheinischen Post” gefordert.
Dies ist eine Argumentation, der ich mich beim besten Willen nicht anschließen kann. Wenn sich immer weniger Bürger in Parteien engagieren, könnte dies durchaus ein Signal sein, dass ein gewisser Unmut herrscht. Es ist natürlich wesentlich bequemer einfach in eine andere Kasse zu greifen als nach Ursachen zu suchen. Aber Irrtümer zugeben ist nun mal nicht die große Stärke der Politik ;-).


