Archiv 3. August 2007

Neue Stimmen für die Blogosphäre

3. August 2007 - 22:46 Uhr

Global Voices: The World is Talking, Are You Listening?Schon seit einiger Zeit gehört “Global Voices” zu meiner täglichen Lektüre. Es ist einfach spannend, Berichte aus Ländern zu lesen, die in der Berichterstattung eher hinten anstehen, es sei den es trägt sich dort eine Katastrophe zu. Über den ganz normalen Alltag erfährt man dann doch eher wenig.

Einen Nachteil des Ganzen sahen die Initiatoren darin, dass es sich bei den Bloggern dieser Länder eher um eine privilegierte Schicht handelt, die sich vom “normalen” Lebensstandard abhebt. Dies macht die Beiträge nicht weniger wertvoll, aber es ist halt eine Sicht aus einer anderen Perspektive.

Mitte Juni wurde das Schwesterprojekt “Rising Voices” ins Leben gerufen, das nun die ersten Früchte trägt. Es geht darum, Menschen, die bisher keinen Zugang zum Internet hatten, in die Lage zu versetzen ein eigenes Blog zu führen oder Videos auf YouTube zu veröffentlichen, von der Bereitstellung der Infrastruktur bis hin zu Kursen, um den Umgang mit diesem Medium zu erlernen. Die ersten Resultate sind mittlerweile auf YouTube zu sehen oder hier zum nachlesen.

Marke: Van Gogh

3. August 2007 - 17:21 Uhr

In der Nationalgalerie Melbourne hing über 60 Jahre ein Bild, das man für ein Originalwerk des Malers Van Gogh hielt. Sein Wert wurde auf etwa 11 Millionen Euro geschätzt. Nun stellte es sich heraus, dass das Werk fälschlicherweise zugeordnet wurde und von einem unbekannten Künstler stammt. Damit ist das Bild nahezu “wertlos”. Es ist keine Fälschung, sondern ein Original, nur nicht von Vincent.

Verstehe ich nicht ganz – an dem Bild hat sich doch kein Pinselstrich geändert. Wird in der Kunstwelt überhaupt nicht auf Qualität sondern nur auf den Namen geschaut? Ist zwar hässlich, aber Van Gogh – 11 Millionen.

Wäre ja auch möglich, den unbekannten Künstler höher zu schätzen und mal zu schauen, ob der vielleicht auch ein paar andere hübsche Bilder gemalt hat.

Na ja, muss ich auch nicht verstehen, hab ohnehin nicht das nötige Kleingeld für Vincent ;-).

Fußball kann auch fair sein

3. August 2007 - 15:57 Uhr

Der Ball ist rund und das Runde muss ins Eckige. Doch woher kommt das “Runde”? Zu 70% werden die Bälle in Pakistan zusammengenäht. Dabei ist es um die Arbeitsbedingungen vor Ort nicht sonderlich gut bestellt. Die Bezahlung erfolgt meist nach Stückzahl und Qualität, was bei einem Aufwand pro Ball von etwa zwei Stunden kaum ausreicht, um eine Familie zu ernähren. Auch die übrigen Arbeitsschritte sind über Asien verteilt, selten unter wirklich guten Bedingungen.

Ein etwas älterer Artikel beschreibt eindrucksvoll, welche Reise der letztjährige WM Ball “Teamgeist” hinter sich hat, bevor er endlich getreten werden darf. Auch wenn der Druck auf die Hersteller wächst, bessere Arbeitsbedingungen zu schaffen, führt der Preisdruck doch immer noch zu schlechten Arbeitsbedingungen.

Mittlerweile gibt es auch Bälle, die mit dem Fairtrade-Siegel ausgestattet sind, die mit ihrem Erlös neben verbesserten Arbeitsbedingungen auch Zugang zum Gesundheitswesen und Bildungseinrichtungen stützt.