Eine der liebsten Freizeitbeschäftigungen an Sommerabenden ist für Saarländer das Grillen. Neben der Tradition des Schwenkens kann man auch gerne mal einen Spießbraten zubereiten. Auch wenn es einige Spaßvögel gibt, die die Wurzeln dieser Nahrungsmittelzubereitungsmethoden in den Hunsrück verlegen, ist beides hier heimisch.
Nun hat der Spießbraten in seiner handelsüblichen Form einen gewissen Mangel an Originalität, was die Füllung betrifft. Meist besteht diese aus Zwiebeln, Gewürzen, Zwiebeln, in seltenen Fällen Schinkenwürfel, Zwiebeln, und vielleicht noch Zwiebeln.
Gestern habe ich eine Variante aus meiner Experimentalküche ausprobiert, die bei der geladenen Jury durchaus auf Wohlwollen gestoßen ist. Ich verwende der Einfachheit halber nur relative Mengenangaben, da die Größe des Bratens von drei bis zehn Personen recht frei skalierbar ist.
Man besorge sich beim Fleischwarenfachverkäufer des Vertrauens ein Stück Schweinekamm und lässt sich dieses für die Verwendung als Rollbraten zuschneiden, falls man dieser Technik selbst nicht mächtig ist. Ebenfalls dort erhältlich sollte auch Rollbratenschnur sein.
Für die Füllung kann man etwa ein Viertel des Fleischgewichts rechnen.
Zutaten für die Füllung:
Zu gleichen Teilen
- getrocknete Tomaten (in ihrer Rohform, nicht die in Öl eingelegte Variante)
- Büffelmozzarella (die Gummikugeln aus Kuhmilch sind hier ungeeignet, da es auf den Geschmack ankommt)
- Parmesan (am Stück, nicht das seltsame Seifenpulver, dass Mama Miracoli verwendet)
- Zwiebeln
Gewürze:
- Frisches Basilikum
- Salz
- Pfeffer
Die Tomaten, Mozzarella und Zwiebeln jeweils in feine Würfel schneiden, den Parmesan grob reiben. Das Basilikum nicht zu fein schneiden. Alles zusammen in einer Schüssel gut vermengen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Das Fleisch ausbreiten und die Füllung gleichmäßig darauf verteilen. Damit der Käse beim Grillen nicht herausläuft, bitte zu den Seiten mindestens drei Zentimeter und am oberen Rand etwa fünf Zentimeter freilassen. Dann den Braten aufrollen und mit der Rollbratenschnur fest umwickeln, dabei auch die Enden gut verschließen. Danach noch von außen mit Pfeffer und Salz würzen.
Auf einem Holzkohlegrill variiert die Garzeit je nach Größe zwischen 1,5 bis 2,5 Stunden. Also genügend Zeit einplanen, bevor die hungrige Meute unlustig wird ;-).