Mich fragt ja keiner ;-)

6. Januar 2012 - 13:56 Uhr

… aber was dann heute mit der Landesregierung passiert ist, war doch abzusehen.

Wie schrub ich dazu:

Was haben wir jetzt für einen Salat: Große (hüstel) Koalition aus purem Pragmatismus. Vielleicht sogar mit einem Rücktritt von Peter Müller, so als letzte große Tat um seiner Partei und der SPD den vollständigen Gesichtsverlust zu ersparen. Was sonst? Es wird doch wohl niemand Rot-Rot-Grün oder “Jamaika” mit diesen geringen Mehrheiten als dauerhafte Alternativen in Betracht ziehen. Das Verfallsdatum liegt doch weit vor dem nächsten Wahltermin. Da muss man doch kein Prophet sein, sondern nur mal kurz die ideologische Brille abnehmen.

Andersweihnacht

24. Dezember 2011 - 15:00 Uhr

Das war wohl der anstrengendste und traurigste Advent, den ich bisher in meinem Leben hatte und von der Art, wie man ihn dem ärgsten Feind nicht an den Hals wünscht. Viele wissen es wohl schon, dass mein Vater am ersten Advent gestorben ist. Damit das Ganze besonders unverdaulich wird, stand ich arbeitstechnisch ziemlich allein in der Gegend, da sich mein Kollege und Freund die Achillessehne abgerissen hatte. Glücklicherweise habe ich jetzt wenigstens eine freie Woche vor mir, in der ich mal etwas zu mir kommen kann.

Ich möchte mich an dieser Stelle noch einmal bei den ganzen lieben Menschen im Leben 1.0 und 2.0 von Herzen bedanken, die mir in den letzten Wochen durch Worte und Taten das Leben ein klein wenig leichter gemacht haben und mir die kleine anstehende Auszeit freundlich mit gebastelt haben.

Ich wünsche Euch allen da draußen ein friedliches und freundliches Weihnachtsfest!

Tageskarte

15. April 2011 - 12:58 Uhr

Als heutigen Augenschmaus empfiehlt der Küchenchef Fritillarie an Anemone …

… oder umgekehrt.

Für Gewohnheitsmenschen gibt es natürlich auch wieder Tülpchen.

Neuankömmlinge

7. April 2011 - 13:57 Uhr

Nachdem ich letzten Herbst im elterlichen Garten geschätzt mittlere Unmengen neuer Blumenzwiebeln verbuddelt habe, recken die kleinen Racker sich jetzt so langsam um die Wette in die Sonne. Frühling ist etwas tolles.

Eine lange Geschichte kurz erzählt

21. März 2011 - 14:33 Uhr

Das, was mich von Politikern unterscheidet und mich daher für einen solchen Job wohl disqualifiziert, ist ein gutes Gedächtnis. Ich kann mich noch sehr gut an Schultage erinnern, an denen mit uneinsichtigen Lehrern diskutiert wurde, ob denn nun ungebleichtes Recyclingpapier die Substanz sein darf, auf der Klassenarbeiten geschrieben werden durften, oder ob ein „Atomkraft? Nein Danke!“ Button – im Schulgebäude getragen – verbotene politische Werbung ist. Ich kann mich noch sehr gut an vollständig einsichtsbefreite Physiklehrer erinnern, für die eben Atomkraft eine alternativlose Technik war.

Dann kam Tschernobyl. Aber auch hier blieb der Lernerfolg sichtlich aus, denn – so wurde uns erzählt – war der Hauptgrund doch Schlamperei in einem maroden Kraftwerk. Schuld war also ein im Niedergang befindlicher Kommunismus aber nicht die Technik als solche.

Konfrontiert mit den Vorgängen in Japan bleibt mir derzeit nur die schwankende Hoffnung, dass es dort nicht zum Äußersten kommt. Ich möchte, dass dieser Kelch an den Menschen dort vorbeigeht. Da ist kein Platz für ein irgend geartetes triumphales Gefühl des recht gehabt habens, nur tiefes Bedauern und Anteilnahme.

Ich würde es begrüßen, wenn es bei der derzeitigen Regierung ob der Ereignisse zu einer Spontanläuterung käme. Aber alles was ich sehe, sind hektische Aktionen, die in übelster Offensichtlichkeit dazu dienen sollen, mit einem blauen Auge durch die anstehenden Wahlen zu kommen. Wenn diese Leute sich jetzt auch noch hinstellen und diejenigen beschuldigen, die schon lange einen Ausstieg fordern, auf dem Rücken des Leids der Japaner Wahlkampf zu führen, dann ist das billig, perfide und schändlich.

Ich kann mich in diesen Tagen gar nicht genug fremdschämen.

Frohe Weihnachten!

24. Dezember 2010 - 16:29 Uhr

Es war einmal ein kleines Engelchen. Das kleine Engelchen hatte gerade erst gelernt, was man denn so als Engelchen macht und tun kann und war ganz stolz auf seine Flügelchen, die es für seine guten Leistungen in der Engelschule verliehen bekommen hat. Eines Tages rief Petrus es zu sich und sagte zu ihm: „Kleines Engelchen, ich habe da eine schöne Aufgabe für Dich. Du darfst in diesem Jahr das Weihnachtswetter machen.“

Da hüpfte das Engelchen ganz stolz auf und ab. Es wollte etwas ganz besonderes machen, das, wonach sich doch so viele Menschen oft vergeblich sehnten: Weiße Weihnachten!

Es ackerte und schob Wolken, kühlte die Luft so dass es ein rotes Näschen von der Anstrengung und der Kälte bekam. Als es mit seiner Arbeit fertig war, freute es sich und war ganz neugierig, wie schön die Menschen das finden würden und schwebte durch die verschneiten Straßen.

Als es dann aber merkte, dass die Menschen nur schimpften und sich ärgerten und von „Winterchaos“, „Horrorwinter“ und ähnlichem sprachen, war es zuerst ganz verwundert und dann so traurig, dass ihm die Flügelchen herunterhingen. „Aber das wolltet ihr doch immer.“ schluchzte es und wollte wieder in den Himmel fliegen, konnte es aber nicht, weil seine Flügel so schlaff herunterhingen. Da musste es weinen und setzte sich auf eine Treppe.

Ein kleines Kind kam vorbei und fragte es, warum es so traurig war. Da erzählte das Engelchen seine Geschichte und das Kind meinte: „Ach Engelchen, also mir gefällt das, was du getan hast. Vielen lieben Dank!“

Das Engelchen merkte, wie wieder etwas Kraft in seine Flügelchen kam und wenn es noch ein paar mehr Menschen gibt, die das so sehen, dann kann es auch bestimmt bald wieder fliegen.

Fröhliche weiße Weihnacht und passt mir auf, wenn ihr doch auf den Straßen unterwegs sein müsst.

Frohen Advent!

28. November 2010 - 18:28 Uhr